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Dry River

Circo de la Tierra

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2011
Besonderheiten/Stil: Melodic Rock / AOR; New Artrock; Progmetal; RetroProg; sonstiges
Label: Maldito Digital
Durchschnittswertung: 13/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Ángel Belinchón Calleja lead vocals
David Mascaró Rojaz bass, backing vocals
Carlos Álvarez Prades guitar, keyboards, backing vocals
Matías Orero Aguilella guitar, backing vocals
Pedro Corral drums

Tracklist

Disc 1
1. Y tras el telón... (I) 0:35
2. Pequeño animal 7:00
3. Aunque sin ti 4:06
4. Soledad 4:40
5. Nuevos tiempos 7:03
6. La mujer del espejo 5:22
7. Quédate un rato más 4:24
8. Tierra 6:46
9. Se lo monta bien 6:01
10. El circo de la Tierra 7:30
11. La llave del Sol 5:42
12. Y tras el telón... (II) 0:31
Gesamtlaufzeit59:40


Rezensionen


Von: Peter Meyer @ (Rezension 1 von 2)


Vor einigen Tagen wurde diese absolut hörenswerte spanische Band erstmals auf den BBS vorgestellt, allerdings nicht mit ihrem Debut. Das ist vermutlich „El Circo de la Tierra“ von 2011 (genaue Angaben konnten bislang unvorteilhafterweise nicht eingeholt werden, aus dem gleichen Grund, weshalb auf eine Darstellung des textlichen Inhalts verzichtet werden muss). Beschränken wir uns also auf die Musik. Achtung: Ich bewerte nicht nur den Prog, der ist mir zwar nicht egal, weil ich mich gern an komplexer Metrik abarbeite und bei einem schön eingepassten Mellotron schon einmal feuchte Ohren bekomme. Longtracks, na ja, sind mir häufig einfach too long. Genauso wichtig, wenn nicht wichtiger, sind eingängige Hooklines und anspruchsvolle Soli, kompositorischer Ideenreichtum und dessen kreative Umsetzung in abwechslungsreichen Arrangements. Und diese Elemente haben wir hier in Hülle und Fülle.

Es fängt mit einem A-Capella-Thema an, das dieses Album wie ein roter Faden durchzieht: „Habilidad, destreza singular se exhiberi ya en la carpa central……“ Gleich zu Beginn wird die außerordentliche Vielseitigkeit der spanischen Gruppe um Troubadour Ángel Belinchón Calleja deutlich: Pequeno Animal hat wie die meisten Stücke auf "Circo de la Tierra" ein Rock-Outfit (Gitarrenvorherrschaft mit Pianosekundanz, mehrstimmiger Satzgesang), dessen formale Grenzen schon allein durch strukturelle Variationsbreite gesprengt werden: Ständig passiert etwas Unerwartetes, die Stücke nehmen nicht den Verlauf, den man annehmen würde, nichts erscheint vorhersehbar. Aunque Sin Ti, ein dynamischer Rocksong, wird durch beflügelnde Gitarrensoli und virtuose Pianopassagen aufgewertet, auch eigentlich genrefremde Handclaps kommen vor.

Melodie und Harmonik des Siebenminüters Nuevos Tempos mit seinem 7/8 Refrain bestechen durch geradezu stromlinienförmige Eingängigkeit der verschiedenen Songteile einschließlich dem tollen Mellotronintro, gut für feuchte Ohren (und Augen) und der ausführlichen Solopassage mit 8/8 und 7/8 im Wechsel. Die Spanier unter uns werden den Refrain aus vollem Hals mitsingen. Von übermütiger Spielfreude und inbrünstiger Gesangspassagen geprägt ist auch der Bombast von La mujer del espejo, Quédate un rato más, Se lo monta bien und El circo de la Tierra.

Beim Titelstück wird noch einmal in die große Wundertüte gegriffen. Das bereits bekannte Thema aus Y tras el telón... wird jetzt mittels anderer Arrangements variiert, von Glockenspiel bis Thrash-Metal. Die Kombination von Eurovision-Song-Contest-Appeal (im gehobenen Bereich) und Metal-Spielarten mit Einschüben aus Big-Band-Sound, Tango Argentino, Ska im Two-Tone-Gewand, Sprechgesang usw. ist ein Parforceritt durch verschiedenste Stile. Dafür gibt´s eben mal die vollen 15 Punkte. La llave del Sol ist eine Pianoballade mit viel Streichereinsatz und einem tadellosen Gitarrensolo. Wie ich schon in der Besprechung zu „2038“ verlauten ließ: Hier sind Könner am Werk.

Zum Schluss wird in Y tras el telón (II) das Thema („Habilidad…“) erneut aufgegriffen. Diesmal wird die Melodie gepfiffen und von einer lässigen Akustikgitarre begleitet, bevor sich Schritte von links nach rechts den Weg durch´s Stereopanorama bahnen und eine zuschlagende Tür das Programm beschließt.

Anspieltipp(s): El circo de la Tierra, Nuevos tiempos, Pequeño animal
Vergleichbar mit: eben Dry River (2038)
Veröffentlicht am: 2.3.2018
Letzte Änderung: 2.3.2018
Wertung: 13/15
Vollgasprog

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Von: Nik Brückner @ (Rezension 2 von 2)


Hahaha! Klasse! Ich steh auf gutgemachten AOR! Gut muss er sein: paar mehr Akkorde als nur vier, abwechslungsreiche Arrangements, Mitsingmelodien, vorgetragen von einem starken Sänger, Feuerwerkgitarren, und das Ganze kraftvoll produziert. Geil!

Feuerwerkg-u-itarren natürlich, das hier ssind Schpannierr, und die haben sowohl mehr Feuer in ihren Werkgitarren, als auch mehr u. U-nd das müssen sie auch, denn „Circo de la Tierra“ ist ein feuriges Album, und wenn Carlos Álvarez Prades mithalten möchte, dann braucht er es auch, das u.

„Circo de la Tierra“ ist klasse, ein echtes Spaß-Album, mit ordentlich Power und Geschwindigkeit, eins jener Alben, von denen es immer heißt, sowas gebe es heute nicht mehr. Falsch, man muss nur anderswo danach suchen.

Ein Progalbum ist es nicht. Wie alle Alben von Dry River ist auch „Circo de la Tierra“ eine genuine AOR-Scheibe, die allenfalls hier und da, genauer: meist in kurzen Instrumentalpassagen Progelemente verwendet - die sich dann auch nie zu tragenden emporschwingen, sondern immer einen dienenden, einen eher dekorativen Charakter haben. Passt, weil es reinpasst, und nie gezwungen wirkt.

Ob das Album trotzdem was für Proghörer ist? Ich würde mal so sagen: „Circo de la Tierra“ ist eher was für AOR-Fans mit Progaffinität, als für Progfans mit AOR-Affinität. Aber wer bei all dem trockenden Gefrickel mal wieder ohne Reue eine Faust in den Himmel recken will, der ist mir den Dry-River-Alben perfekt versorgt. Rock'n'Roll!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 18.4.2018
Letzte Änderung: 18.4.2018
Wertung: keine Starkes AOR-Album mit einigen wenigen Progelementen.

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Dry River

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2014 Quien Tenga Algo Que Decir...Que Calle para Siempre 11.00 1
2018 2038 13.00 2

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