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Gong Expresso

Decadence

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2018
Besonderheiten/Stil: instrumental; Jazz; Jazzrock / Fusion
Label: Eigenproduktion
Durchschnittswertung: 8/15 (1 Rezension)

Besetzung

Hansford Rowe bass
Benoit Moerlen vibes,marimba
Francois Causse drums,percussion
Julien Sandiford guitar

Tracklist

Disc 1
1. Decadence 5.20
2. Zephyr 6.32
3. Toumani 4.35
4. Talisman 4.21
5. The Importance of common Things 3.28
6. Eastern Platinum 6.17
7. Frevo 4.43
8. God knows 3.34
Gesamtlaufzeit38:50


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


Das Projekt namens Gong Expresso darf – zumindest von der Besetzung her – als ein weiterer Teil der verzweigten Gong-Familie betrachtet werden. Wir erinnern uns: die Gong-Familie wurde ins Leben gerufen, als Daevid Allen Ende der 60er die psychedelisch-humorige Canterbury-Spacerock-Combo gründete und diese Gong nannte. Schon wenige Jahre später, ca. 1974, sind einige der Gong-Musiker – allen voran der Schlagzeuger Pierre Moerlen - zu der Ansicht gekommen, dass schräger Humor in der Musik nichts zu suchen hat. So begann 1975 unter der Leitung von Moerlen die nächste, diesmal jazz-rockige Inkarnation von Gong. Nachdem der Plattenkontrakt für Gong abgelaufen war, änderte Moerlen den Bandnamen zu Pierre Moerlen’s Gong. Als Moerlen 2005 unerwartet verstarb, war die Geschichte von Pierre Moerlen’s Gong nach sieben Studioalben endgültig abgeschlossen.

Ungefähr zwölf Jahre später kamen die ehemaligen Mitglieder von Pierre Moerlen’s Gong Hansford Rowe (Bass), Benoit Moerlen (Vibraphon, Marimba) und Francois Causse (Drums, Percussion) auf die Idee, wieder gemeinsam Musik zu machen. Sie holten den jungen kanadischen Gitarristen Julien Sandiford dazu und gaben sich den Namen Gong Expresso. Damit wollten sie offenbar bei der Jazz-Rock-Version von Gong anknüpfen, die zwei Alben und eine Komposition mit dem Titel „Expresso“ veröffentlichte.

Das erste Album von Gong Expresso heißt „Decadence“ und hat musikalisch schon mal keine Ähnlichkeit mit der Musik von Gong, wie sie zunächst unter der Leitung von Daevid Allen klang. Die Musik auf „Decadence“ ähnelt höchstens den jazzigeren und entspannteren Momenten von Pierre Moerlen’s Gong. Hansford Rowe meint, es passiert etwas Spezielles, sobald er mit seinen ehemaligen Pierre Moerlen’s Gong-Kollegen musiziert. Mein subjektiver Eindruck ist, dass ich auf etwas Spezielles vergeblich gewartet habe.

Für mich klingt die Musik über weite Strecken wie solide, aber nicht sonderlich aufregende Jazz-/Jazz-Rock-Musik, die mit dem nicht gerade mitreißenden Temperament von Smooth Jazz versehen ist. (Von daher wäre Espresso vermutlich passender als Expresso).

Wäre da nicht die Zugehörigkeit zu der Gong-Familie, hätte ich ernsthafte Zweifel, ob das Album zu unserem Progressive Rock-Profil passt. Nur selten scheinen sich die Motive für die Gitarre und Vibraphon/Marimba zu einer etwas lebhafteren Musik zu verdichten. Die Musik ist oft derart entspannend angelegt, dass der Schlagzeuger wiederholt auf die Verwendung von einem Drumkit verzichtet, um nur dezente perkussive Sounds beizusteuern.

Man hört in jeder Sekunde zwar, dass hier erstklassige Musiker am Werkeln sind, aber man ist für diese Musik nur dann empfänglich, wenn die Phase der extremen Entspanntheit eingeleitet werden konnte. Dann kann man wahrscheinlich die passabel solierende Sechssaitige, die gelegentlich solierende und kreativ begleitende Bassgitarre, die kristallklaren Vibraphonklänge und die Passagen mit der vorbildlichen Teamarbeit geniessen.

Wer entspannende Jazz-/Jazz-Rock-Fusion-Musik für die ganze Familie braucht, der ist mit „Decadence“ von Gong Expresso gut bedient.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 2.3.2018
Letzte Änderung: 2.3.2018
Wertung: 8/15

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