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Kosmose

some little trips to our flourescent land

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017 (Aufnahmen von 1976)
Besonderheiten/Stil: instrumental; Elektronische Musik; Krautrock
Label: EE Tapes
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Francis Pourcel Bass
Alain Neffe Synthesizers, Organ, Keyboards, Flute, Clarinet, Electronics, Rhythm Box, Percussion, Voice
Paul Kutzner Guitars
Guy Hinant Drums, Percussion
Daniel Malempre Guitar (Track 4)
Armand Bruaux Ondioline (Track 6,8)
Luc Guillaume Guitar (Track 6,8)

Tracklist

Disc 1
1. The Fifteenth Untiteled Track 6:56
2. The Sixteenth Untiteled Track 2:16
3. The Seventeenth Untiteled Track 6:15
4. The Eighteenth Untiteled Track 2:05
5. The Twentieth Untiteled Track 6:34
6. The Twenty-first Untiteled Track 8:02
7. The Twenty-second Untiteled Track 2:45
8. The Twenty-third Untiteled Track 3:01
9. The Twenty-fourth Untiteled Track 3:09
10. The Twenty-fifth Untiteled Track 8:38
11. The Twenty-sixth Untiteled Track 8:25
12. The Twenty-seventh Untiteled Track 10:03
Gesamtlaufzeit68:09
Disc 2
1. The Twenty-eighth Untiteled Track 11:43
2. The Twenty-ninth Untiteled Track 13:42
3. The Thirtieth Untiteled Track 36:02
Gesamtlaufzeit61:27


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Mehr kosmische Musik aus Belgien. Kosmose aus Charleroi um Francis Pourcel (Bass) und Alain Neffe (Keyboards) gab es ca. von 1973 bis 1978, und in dieser Zeit hat man allerlei Aufnahmen gemacht, die damals allerdings nie den Weg auf einen Tonträger fanden. Nachdem Sub Rosa 2015 eine erste Auswahl davon auf einem Doppelalbum veröffentlicht hat, gibt es nun Nachschlag. "some little trips to our flourescent land" heißt die Ende 2017 bei EE Tapes erschienene Sammlung. Es gibt wohl nur 300 Exemplare der in einem hübschen Mini-LP-Klappcover gelieferten 2xCD. Eine LP-Version ist nicht geplant, und herunterladen kann man das Ganze auch nirgends ("no download code", steht da hinten auf der Hülle). Sehr sympathisch.

Alle hier zu findenden Aufnahmen, so ist’s auf dem Cover vermerkt, entstanden im Jahre 1976, meist in Francis Pourcels Speicher (offenbar der Proberaum der Gruppe). Der Klang ist sehr gut, vergleichbar zu dem der Nummern auf "kosmic music from the black country". Ein sehr guter Demomitschnitt in Stereo also, ohne nachträgliche Nachbearbeitung, sozusagen live im Studio. Zur Band gehörten damals neben Purcel und Neffe noch Guy Hinant (Schlagzeug) und Paul Kutzner (E-Gitarre), und dieses Quartett ist in den meisten Nummern auch so zu hören. Gelegentlich kommt ein Gastmusiker dazu, bzw. ersetzt einen Protagonisten der Stammbesetzung (Hinant oder Kutzner - Pourcel und Neffe sind immer beteiligt). Einige wenige Stücke wurden auch von einem Trio eingespielt.

In musikalischer Hinsicht sind keine Großen Unterschiede zu den auf "kosmic music from the black country" zu findenden Nummern auszumachen. Ein frei klangmalend dahingleitender Improvisationsrock ist hier zu finden, der krautig-psychedelisch voran schreitet, bzw. luftig dahin schwebt, angelehnt an die Musik der frühen Pink Floyd, und natürlich den ersten Gehversuchen von Amon Düül II, Xhol und Can, aber versehen mit durchaus eigenem Charakter.

Hypnotisch-repetitiv arbeitet sich die Band voran, getrieben von eher stoischen Bass-Schlagzeugmustern, über denen sphärisches Georgel und allerlei elektronisches Wabern, Knurren, Schweben und Zischen erklingt, angereichert mit exzessiven E-Gitarrenexkursen, diversem weitern Plingen, Klappern und Schallen, und selten weiteren Instrumentalfarben (Flöte, Klarinette, Ondioline) und Stimmeinlagen. Bisweilen fehlen die Bass-Schlagzeugmuster auch, und man ist frei am Klangbarteln (vor allem in den längeren Nummern, und dem abschliessenden 30sten Track). Ein dynamisches, durchaus abwechslungsreiches und farbiges, ausladendes kosmisch-spacig-psychedelisches Gejamme ist das Ergebnis, welches zumindest Liebhabern freiformatig-elektronischer Rocklandschaften sehr zusagen sollte.

Wie die Nummerierung der Nummern andeutet, ist da noch weiteres Material vorhanden. Zumindest die Untiteled Tracks 1, 9, 13 und 14 fehlen noch. Die Nummerierung der Stücke folgt offenbar nicht ihrer zeitlichen Entstehung. Waren auf "kosmic music from the black country", welches Aufnahmen von 1974-78 enthält, Nummern von 2 bis 19 zu finden, beginnen hier die Stücke (die alle aus dem Jahre 1976 stammen) mit Nummer 15. Ein dritter, vermutlich abschließender Teil wäre durchaus interessant.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 10.3.2018
Letzte Änderung: 26.3.2018
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Kosmose

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2015 kosmic music from the black country 11.00 1

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