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Glasswork

Fear and Trembling

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: New Artrock; Progmetal; sonstiges
Label: Rock Izar Records
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Alvaro Sabin guitar
César Rodríguez keys,flute,chöre
Fernando Domínguez bass
Miguel Ángel Rey drums,vocals

Tracklist

Disc 1
1. Fear (The Paradox) 6.13
2. Oceans (Unite the Earth) 6.42
3. Desert Shapes (The Son's Enigma) 5.38
4. Desert Shapes (Coda) 5.10
5. A Song for Sarah (About Silence and Virtue) 8.02
6. A Conundrum (For the Existence) 5.13
7. The Road (Infinite Resignation) 1.31
8. Trembling (The Weight of Golden Crown) 6.07
Gesamtlaufzeit44:36


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


Das Quartett Glasswork wurde 2013 von drei Musikern in Malaga (das liegt in Spanien) gegründet, die vorher in einer Power Metal-Kapelle Eternal Dream aktiv waren. Allerdings kann man bei Glasswork keine Einflüsse von Power Metal entdecken.

Textlich will die Band durch das Werk von Soren Kierkegaards „Fürcht und Zittern“ inspiriert worden sein. Wie wir alle sicher wissen, beschäftigt sich „Fürcht und Zittern“ (zu Englisch: Fear and Trembling) vor allem mit der ethischen Frage, ob religiöser Fanatismus eigene ethische Regeln für sich beanspruchen kann. Durch die Songtexte hier bekommt man eine vage Ahnung, wozu Jon „The Cosmic Mind“ Anderson fähig sein könnte, wenn er ein studierter Philosoph wäre. Ein kleines Beispiel: „Beyond the consiousness, every sense men create, Turn oneself in light“.

Dieses tiefgründige Konzept-Thema würde die melancholisch-sakralen Töne in "The Road" und auch die sonstigen melancholisch eingefärbten Momente des Albums erklären, die schon mal als „skandinavische Melancholie“ bezeichnet werden. Aber ich glaube, es gibt eher eine Grenzen überschreitende, als eine spezifisch skandinavische Melancholie. Immerhin werden auf dem vorliegenden Album die spanischen Bürger melancholisch.

Zu den wichtigsten musikalischen Inspirationen von Glasswork gehören angeblich neben den Prog-Helden der 70er (allen voran King Crimson, Yes, Pink Floyd und ELP) und den Hardrock-Größen wie Black Sabbath und Iron Butterfly auch die neueren Acts wie Tool, Porcupine Tree, Toundra und Opeth. Ganz anders als bei vielen Kollegen kann man viele der genannten Inspirationen auch in der Musik der dadurch inspirierten Band hören. So überraschend sind also die Keith Emerson-Zitate in dem ansonsten zwischen melodischem Progmetal und Mathrock wechselnden „A Conundrum“ nun auch wieder nicht. In „Desert Shapes“ lassen die ungewöhnlichen Synthie-Klänge zu Progmetal im Geiste von Tool aufhorchen.

Glasswork gelingt es auf „Fear and Trembling“ die Elemente des Heavy Prog, des Retrorock, der weit gefassten Folklore und des melancholischen Artrock zu einem überzeugenden Ganzen zusammenzufügen.

Da treffen die hart rockenden Gitarren auf eine quietschige elektronische Orgel und die lyrisch-melodische Flöte. Cineastische Einwürfe sollen wohl das Gefühl für das Orientalische und das Geheimnisvolle vermitteln. Die immer wieder auftauchenden Pianoparts stehen hier bisweilen neben Flamenco-Rhythmen und mitunter leicht psychedelisch verfremdeten hymnischen Gesängen.

Für Freunde des vielseitig orientierten Artrock wäre „Fear and Trembling“ also eine lohnenswerte Anschaffung.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 8.5.2018
Letzte Änderung: 8.5.2018
Wertung: 10/15

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