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Mia Vita Violenta

Grey Seas

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: Ambient; Independent / Alternative; Mathrock; Postrock; sonstiges
Label: Atypeek music
Durchschnittswertung: 9/15 (1 Rezension)

Besetzung

Romain Saccoccio Guitars,Vocals
Corentin Sarkadi Drums
Hugo Lefebvre Bass,Vocals
Paul Deligny Guitars,Vocals

Tracklist

Disc 1
1. Expand 3.15
2. Shape 6.41
3. Rise 5.34
4. Grey Seas 7.54
5. Bipola 4.29
6. Submerge 3.36
Gesamtlaufzeit31:29


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


Das Quartett Mia Via Violenta ist nach eigenen Angaben in Paris (Texas) beheimatet. Falls es sich tatsächlich um Paris in den USA handeln sollte, dann erscheint es mir rätselhaft, wieso die Musiker französische und italienische Namen tragen und das Album in Tournan-en-Brie (das liegt in Frankreich) aufgenommen wurde. Auch die auf der Bandcamp-Seite zu findende Beschreibung in französischer Sprache spricht gegen die USA. Also nehme ich mal an, dass „Texas“ vielleicht nur eine scherzhafte Anspielung auf einen bekannten Film von Wim Wenders sein soll und die Band eigentlich in Frankreich lebt und arbeitet.

Die Band ordnet sich selbst stilistisch unter Post-Rock, Noise, Post-Hardcore, Math-Rock und Alternative. An dieser Selbsteinschätzung ist viel Wahres dran. Auf das meditativ ambient-artige „Expand“ folgen tatsächlich die für den offenen Progfan möglicherweise interessanten vier Stücke, die die weiter oben genannten Genres auf eine überzeugende Weise miteinander vermischen.

Seltsam, die für meine Ohren leicht verstimmten Gitarren in „Shape“, das ansonsten die Energie des Post-Hardcore, die Dissonanzen des Noise Rock (das könnte eigentlich die Erklärung für die erwähnten "verstimmt" erscheinenden Gitarren sein) und die Melancholie des Postrock miteinander verbindet. So ähnlich geht es in den meisten Stücken der dritten EP der Band zu. „Bipola“ überrascht dann doch als eine durchgehend energetische Kombination der Mathrock- und Post-Hardcore-Elemente, während „Submerge“ als beinahe fast schon romantische Postrock-Nummer die EP beschließt.

Wie schon angedeutet, offene Freunde der genreübergreifenden Rockmusik dürfen hier mal reinhören.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 11.5.2018
Letzte Änderung: 11.5.2018
Wertung: 9/15

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