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Soul Doubt

The Dance of Light and Shade

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: Neoprog; New Artrock; Progmetal
Label: Eigenproduktion
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Marco Ciancaglini Vocals,Guitars,Orchestrations,Add.Keys,Whistles
Federico Benini Basses,Add.Synths&Pads,Programming and sound design
Nicola Casamenti Lead Guitar
Marco Calbi Guitars,Dobro
Ale D'Altri Rattles&Drums
Francesca Pretolani Keyboards
Emma Ronca Female lead and backing vocals
Davide Lavia Keyboards and synth on The Fall,Organs on The Nightbringer
Jennifer Vargas add. Vocals on Dance Macabre

Tracklist

Disc 1
1. Hail to the Sun 5.30
2. Prelude to Unconsciousness 3.24
3. Hereafter 3.28
4. Waking Dreams: Spectre of Twilight 4.55
5. Danse Macabre 12.18
6. Elysian 6.14
7. Waking Dreams: Swing of Lights 4.31
8. Silent Notes 6.58
9. Whispers Interlude I 1.30
10. The Fall 5.47
Gesamtlaufzeit54:35
Disc 2
1. Aeons 9.55
2. Standing on the Horizon 8.41
3. Ashore-Interlude II 1.23
4. Land(e)scape 5.42
5. Soundscape 4.39
6. Sunset Interlude III 0.47
7. The Nightbringer 4.41
8. Circus Oblivion 6.53
9. At the Gates of Dawn Interlude IV 1.33
10. Ashes of the World 8.33
Gesamtlaufzeit52:47


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


Die Geschichte der italienischen Combo namens Soul Doubt begann bereits 2001, aber erst 2004 begann man das Projekt professioneller anzugehen. Es dauerte einige Jahre, um ein progressiver ausgerichtetes Profil herauszuarbeiten. 2010 wurde eine EP „Winter’s Tale“ veröffentlicht. Zwischen 2012 und 2017 waren keine öffentlichen Aktivitäten seitens der Band zu verzeichnen. In diese Zeit fallen offenbar die Aufnahmen für das vorliegende Doppelalbum „The Dance of Light and Shade“, das schließlich im Dezember 2017 erschienen ist. Nach den mehreren Umbesetzungen sind nur der Bassist und der Sänger von Anfang an mit dabei. Alle Songs werden von den eben genannten Bandmitgliedern beigesteuert.

Es heißt offiziell seitens der Band, „The Dance of Light and Shade“ wäre ein Konzeptalbum. Um Genaueres erahnen zu können, muss man wohl schon die Songtexte durchgelesen haben. Es geht bei dem Konzept nach meinem Eindruck darum, einen Weg zu einem neuen Bewusstsein zu finden, das über den Konsum und den manipulativen Einfluss der Medien hinausgeht.

Die Songtexte sind im CD-Heft auf mehrere Charaktere verteilt. Vielleicht kommen mir die Melodien deswegen meistens ziemlich verwinkelt vor. Einige Chorgesänge scheinen beinahe einen Musical-artigen Anstrich zu vermitteln. Trotzdem werden alle Parts von einem einzigen Sänger dargeboten, ohne dass Bemühungen erkennbar wären, gesangtechnisch in unterschiedliche Rollen zu schlüpfen. Diese Beschreibung sollte aber keineswegs die wandlungsfähige und insgesamt beachtliche Leistung des Sängers schmälern.

Auch handelt es sich bei den sämtlichen Kompositionen des Sängers Ciancaglini und des Bassisten Benini vorwiegend um eine kurzweilige Mischung aus härter rockenden Elementen des Progmetal und den zwischen Artrock und Neoprog angesiedelten lyrisch-melodischen Einfällen. Auf der Progmetal-Seite könnte man als annehmbare Orientierungspunkte vielleicht Dream Theater und Pain of Salvation nennen. Stellenweise wird es bei Soul Doubt recht „floydig“, wie beispielsweise in „Danse Macabre“, wo man sich mal wieder an die finstere Seite des Mondes erinnert fühlt.

Mir sind hier die kreativen Beiträge der Keyboarderin ganz besonders sympathisch, die den von ihr spieltechnisch dominierten Teilen der Stücke mitunter einen elektronischen Anstrich verleiht. Dass Teile von „Walking Dreams..“ stark nach Elektronik-Pop klingen, könnte allerdings nicht jedem Fan des Artrock gefallen. Ich finde es aber interessant, wie sich in diesem Stück Elektronik-Pop-artiges mit Progmetal und Artrock vermischt. Selbst die Arrangements für Piano, akustische Gitarre, Streicher und Gesang (wie im ersten Teil von „Elysian“) kommen mir bei dieser Band nicht süßlich vor.

In „Standin‘ on the Horizon“ erwarten den offenen Hörer auch noch kurze Exkursionen in AOR- und Funk-Fusion-Soul-orientierte Gefilde, was Soul Doubt-typisch mal wieder geschmackvoll mit Progmetal vermengt wird. In „Land(e)scape“ zeigen die Musiker ihre beachtliche Wandlungsfähigkeit: man spielt plötzlich Oriental (Prog)metal mit cineastisch-orientalischen Ethno-Artrock-Instrumentalparts und den hierzu passenden Chorgesängen. „Soundscape“ verbindet harte Gitarrenriffs mit sphärischen Passagen. In „The Nightbringer“ gibt es ganz kurz nette mehrstimmig-polyphone Gesänge auf die Ohren, als wollte man Gentle Giant, oder Haken nacheifern. In „Circus Oblivion“ wird es zwischenzeitig auch mal funkig und dezent humorvoll, was vermutlich die verspielte Stimmung einer Veranstaltung zur Belustigung des Volkes widerspiegeln soll. Eine Gastsängerin (wie in „Circus Oblivion") sowie stilistisch unterschiedliche instrumentale „Interludes“ („Sunset Interlude“ präsentiert bluesige Licks, „At the Gates of Dawn Interlude IV“ mittelalterliche Musik) bringen immer wieder noch mehr Farbe ins Spiel.

Vom Progmetal ausgehend und gleichzeitig stilistisch enorm lebhaft und bunt, darf „The Dance of Light and Shade“ allen Freunden derartiger Klänge wärmstens empfohlen werden.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: teilweise mit Dream Theater, Pain of Salvation
Veröffentlicht am: 31.5.2018
Letzte Änderung: 31.5.2018
Wertung: 11/15

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