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Node

Node Live

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2018
Besonderheiten/Stil: instrumental; live; Elektronische Musik
Label: DiN
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Dave Bessell Guitar, Modular Synthesizers
Ed Buller Sequencer, Modular Synthesizers
Flood Bass, Modular Synthesizers
Mel Wesson VCS3, PPG, Modular Synthesizers

Tracklist

Disc 1
1. Shinkansen North 14:17
2. Perpetuum Mobile 1 13:26
3. Arrival 12:17
4. Shinkansen South 13:39
5. Perpetuum Mobile 2 12:13
Gesamtlaufzeit65:52


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


"Node Live" beinhaltet – wer hätte das gedacht? – Liveaufnahmen des britischen Elektronikquartetts. Wann und wo diese gemacht wurden, ist dem ansonsten sehr hübsch aufgemachten Ausklapp-Digipack des DiN-Labels nicht zu entnehmen. Es gibt zwar ein Beiheft, doch sind im selbigen nur Ablichtungen der vier Protagonisten beim Konzertieren zu finden. Das bisschen Text auf der Innenseite des Digipacks verrät auch nicht mehr. Vermutlich wurde die Musik 2017 (das ist zumindest als Produktionsjahr angegeben) bei einem Auftritt (oder bei mehreren Auftritten) in Großbritannien mitgeschnitten.

Zu hören ist hier die Besetzung, die auch das zweite Album "Node 2" eingespielt hat. Mit den beiden "Shinkansen"-Tracks gibt es auch direkte Bezüge. Allerdings taucht hier nichts vom Studioalbum auf, sondern hat die Band neue Nummern für das (die) Konzert(e) zusammen gebastelt. Gut, ich habe jetzt kein detailliertes Vergleichshören gestartet, aber es kommt mir zumindest nichts bekannt vor (und die beiden Node-Studioalben habe ich wirklich oft gehört – es gibt ja nur die zwei … bis dato).

In musikalisch-stilistischer Hinsicht wird man natürlich trotzdem nicht überrascht, gibt es doch genau die Retroelektronik zu hören, die Node auch auf den Studioscheiben gemacht haben. More of the same also, natürlich auf gleichbleibend hohem Niveau, druckvoll produziert, dynamisch vorgetragen, und farbig instrumentiert. Ausladende Gemenge in der Tradition der Berliner Schule wabern hier also durch die Gehörgänge, oft rhythmisch gefügt mit allerlei pulsierenden Sequenzermustern, in "Shinkansen North" sogar mit programmiertem, einen kurzen Moment lang fast technoid wummerndem Schlagwerkersatz. Ansonsten wird frei, kosmisch, spaceig, repetitiv, hypnotisch und voluminös in elektronischem Klang gemalt, mit allerlei authentischem Synthesizermaterial, E-Gitarre und Bass, mal druckvoll wogend, mal getragener mäandernd. Aufgrund der vier Musiker, die ganz unterschiedliche Instrumente bedienen, bzw. ihren modularen Synthesizern ganz unterschiedliche Klangfarben entlocken, ist das klangliche Ergebnis sehr abwechslungsreich ausgefallen. Abwechslungsreicher meist als damals in den 70ern.

Dass es sich hierbei um einen Konzertmitschnitt handelt merkt man eigentlich an keiner Stelle. Publikumsgeräusche oder Applaus ist nicht zu hören (vermutlich wurde immer vorher ausgeblendet - oder man hatte sehr disziplinierte, in den Sounds gefangene Zuhörer), zum Glück auch kein Husten oder Geschwätz. Man könnte "Node Live" also einfach als drittes Node-Vollängenalbum ansehen, welches eben live eingespielt wurde.

Wer die ersten beiden Node-Scheiben schätzt, oder ganz allgemein Retroelektronik à la Berlin, der macht hier sicher nichts falsch. Daher: Kaufen!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 3.6.2018
Letzte Änderung: 4.6.2018
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Node

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1995 Node 12.00 1
2014 Node 2 11.00 1

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