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Desert Mountain Tribe

Om Parvat Mystery

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2018
Besonderheiten/Stil: HardRock; Independent / Alternative; Spacerock; sonstiges
Label: Membran
Durchschnittswertung: 9/15 (1 Rezension)

Besetzung

Jonty Balls guitars and vox
Felix Jahn Drums
Philipp Jahn bass guitar
Frank Van der Ploeg Drums and Vox on World

Tracklist

Disc 1
1. It's all good 4.25
2. Way back to you 3.32
3. Wide eyes 3.25
4. World 4.40
5. Spyders 4.05
6. High Drive 2.57
7. VII 3.55
8. Himalaya 4.42
9. Chemical Genius 6.13
Gesamtlaufzeit37:54


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


Damit keiner behaupten kann, dass das Schreiben und Lesen von Besprechungen kein neues Wissen mit sich bringen kann, nachfolgend einige geographische Informationen, die sich auf das Artwork und auf einige Stücke des zweiten Albums von Desert Mountain Tribe beziehen.

Om Parvat ist ein 6191 Meter hoher Berg im Gebirgszug von Himalaya, der zwischen Nepal, Indien und Tibet aufgeteilt wurde. Das Cover der vorliegenden CD zeigt das Haus auf den Färöer Inseln, in dem das Londoner Trio einige Stücke des neuen Albums erarbeitete. Im Hintergrund der Fotomontage sieht man den eben erwähnten Berg, der offenbar mit dem Gastauftritt der in London lebenden und aus Pakistan stammenden Sängerin Najma Akhtar in Verbindung steht.

Die zwei letzten Stücke des Albums („Himalaya“ und „Chemical Genius“) profitieren nämlich enorm von den Gesangsbeiträgen von Najma Akhtar, die in einer von uns exotischen Sprache erfolgen. Man wollte sich auf dem neuen Album nämlich neuen Einflüssen öffnen. Ganz klar, wenn wir schon soweit sind, dürfen auch Sitar-ähnliche Klänge und fernöstlich beeinflusste Melodien dann auch nicht fehlen. Das Trio wollte dies alles natürlich nicht so ohne weiteres auf sich sitzen lassen, so dass zu den Weltmusik-Exkursionen teilweise mal wieder ein temperamentvolles space-rockiges Gerocke, ähnlich wie in den meisten anderen Stücken, geboten wird.

Aber bevor es soweit ist, darf der geduldige Hörer zwischen „It’s all good" und „World“ fünf Stücken lauschen, die eine meist energetische und psychedelisch eingefärbte Verschmelzung der Elemente von Alternative, Space und Stoner Rock präsentieren. Die Stimme des Sängers ist dabei ziemlich nach hinten gemischt, oder mit viel Studiohall behandelt worden und droht jederzeit in einer Klangwand aus Bass, Gitarre und Drums unterzugehen.

Erst in dem ersten, folkig beeinflussten Teil von „High Drive“ gibt sich das Trio ein Stück nachdenklicher (um nicht zu sagen postrockiger), um sich danach in „VII“ verstärkt dem spacigen Artrock zu widmen. „Chemical Genius“ wäre fast ein traditionsbewusster Space-Rocker im Geist von Hawkwind geworden, wenn da noch einige ungewöhnliche Einfälle wären. Wie die noisig-anarchistischen Übergänge, der Abschnitt mit dem simplen elektronischen Rhythmus und die Passage mit den ethnischen Gesängen von Najma Akhtar.

Die Musiker sprechen im Zusammenhang mit „Om Parvat Mystery“ von einer enormen Qualitätssteigerung im Vergleich zum ersten Album. Man klingt inzwischen bedeutend experimenteller, heißt es. Und zwar nicht etwa aus reiner Berechnung, sondern vielmehr durch die künstlerische Eingebung. Gleichzeitig markiert die Scheibe den Abschied von dem Schlagzeuger Felix Jahn, der noch während den Aufnahmen durch Frank van der Ploeg ersetzt wurde.

Etwas mehr an Originalität wie in den letzten zwei Stücken hätte auch dem restlichen Album vermutlich nicht geschadet. Insgesamt bekommt man hier aber eine solide Leistung im Bereich der psychedelisch-spacigen Rockmusik auf die Ohren.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 6.6.2018
Letzte Änderung: 6.6.2018
Wertung: 9/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Desert Mountain Tribe

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2016 Either That Or The Moon 10.00 1

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