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Cavern Of Anti-Matter

Hormone Lemonade

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2018
Besonderheiten/Stil: instrumental; Elektronische Musik; Krautrock
Label: Duophonic
Durchschnittswertung: 11.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Joe Dilworth Drums
Tim Gane Drum machines, Guitars, Sequencer, Synthesizers, String Machine
Holger Zapf Taktron, Rhythm Machines, Synthesizers, Sequencer

Tracklist

Disc 1
1. Malfunction 16:35
2. Make out fade out 3:11
3. Phase modulation shuffle 5:21
4. Solarised sounds 7:03
5. Osterzone jazs 4:27
6. Automatic morning 6:49
7. Feed me magnetic rain 5:13
8. Motion flow 4:15
9. Remote confection 6:29
10. Phantom melodies 5:44
Gesamtlaufzeit65:07


Rezensionen


Von: Achim Breiling @ (Rezension 1 von 2)


Ganz in Silber glänzt es, das dritte Album von Cavern Of Anti-Matter aus Berlin. Eine Art mehrfache Treibriemenscheibe ist da zu erkennen, in Blau vorne auf dem Cover, in Gelb hinten. Recht mechanisch-motorisch ist auch die Musik ausgefallen, die das Britisch-Deutsche Trio auf "Hormone Lemonade" gepackt hat.

Von den drei bisher erschienenen Scheiben der Band ist "Hormone Lemonade" wohl die Neu!-artigste, erinnert die Musik doch häufig an die des Düsseldorfer Krautrockurgesteins, die sich ähnlich repetitiv aus den Boxen arbeitet. Etwas Kraftwerk ist hier auch mit drin, dazu ein Schuss Weserbergland-Impressionismus (man lausche z.B. dem Anfang von "Automatic morning"), aber auch in Klang gefasste Großstadthektik, freieres Tonbasteln, und ein paar modernere elektronische Einwürfe, bisweilen fast wave-lastige, oder elektro-punkige bzw. elektro-pop-artige Momente, oder leichte (Future)-Jazz-Ausflüge.

Schlagzeug ist diesmal weniger zu hören (was die Musik dann doch klar von der von Neu! unterscheidet). Dafür erklingen des Öfteren die verstauben Sounds einer Rhythmusmaschine (man höre z.B. "Outerzone jazs"), bzw. entsprechend pulsierende Sequenzermuster, was gelegentlich dann doch an die Berliner Elektroniker erinnert. Allerdings ist die Musik von Cavern Of Antimatter doch deutlich kurzweiliger ausgefallen, als die der großen Berliner Monolitiker. Bisweilen wird aber doch getrommelt (oft auf E-Drums), wie z.B. im "Phase modulation shuffle", der locker und schwungvoll vor sich hin schwooft (und dabei eine gewisse Can-artige Motorik verströmt). Schließlich erklingen bisweilen noch diverse elektronische Sounds und rhythmische Muster, die man eher in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts verorten würde.

Ein buntes Gemenge an Elektronikklängen purzelt bzw. groovt hier aus den Boxen, farbig und abwechslungsreich instrumentiert einerseits, aber auch versehen mit den generetypischen, hypnotisch-monotonalen Repetitionen. Auch wenn ich weiter oben allerlei Vergleich zu den Klassikern des Genres gezogen habe, schaffen es Cavern Of Anti-Matter doch ihre ganz eigenen Sound zu kreieren. Sehr locker und luftig gleitet die Musik durch die Gehörgänge, ohne seicht oder banal zu werden, ist aber gleichzeitig kantig und komplex genug, um Langweile zu vermeiden.

Alles in allem ist "Hormone Lemonade" wohl das rundeste und vielseitigste Album des Trios. Elektrophile Krautrockadepten sollten zugreifen!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 7.6.2018
Letzte Änderung: 11.8.2018
Wertung: 12/15

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 2 von 2)


Das ist mal wieder eine schöne Entdeckung aus der Feder eines Kollegen. Das britisch-deutsche Trio Cavern of Anti-Matter gehört zu den Bands, die die Herrlichkeit der goldenen Tage des elektronischen Krautrock wieder aufleben lassen. Davon gibt es mittlerweile zwar auch schon ein paar, aber von solcher Musik nehme ich stets gerne einen Nachschlag, zumal Covern of Anti-Matter letzten Endes auch wieder ihren eigenen Charakter hat.

Speziell die Klänge von Neu! und Harmonia haben es dem Trio offenhörlich angetan. Die simple, treibende Rhythmik, mal elektronisch erzeugt, mal vom herkömmlichen Schlagzeug stammend, bildet die Grundlage der Musik. Darüber liegen allerlei Klänge vornehmlich elektronischer Natur, von Sequenzer-artigen Patterns, die gen Berlin weisen, bis zu verspielten, impressionistischen Klangbögen nach Weserbergland-Manier. Wobei der Musik des Trios die für letztere typische pastorale Idylle abgeht, vielmehr meint man hier dem pulsierenden Treiben der Stadt zu lauschen. Ergänzt wird das noch um etwas Gitarre, die eher rhythmisch als solistisch agiert.

Trotz aller Inspiration aus den 70ern sind Cavern of Anti-Matter jedoch nicht ausschließlich eine Retro-Band, ihre Musik greift immer wieder moderne Klänge auf, etwa in Form Electronica-artiger (Outerzone Jazs) oder trippiger (Feed Me Magnetic Rain) Einflüsse, die dann eher nach den 90ern klingen. Wobei das natürlich auch schon wieder irgendwie retro ist.

Insgesamt ist Hormone Lemonade ein schönes Werk mit durchaus zeitgemäß klingendem Neo-Krautrock elektronischer Art, der speziell Liebhaber der Musik von Neu! und Harmonia ansprechen sollte.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 19.7.2018
Letzte Änderung: 19.7.2018
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Cavern Of Anti-Matter

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2013 Blood-Drums 11.00 1
2016 Void Beats/Invocation Trex 11.00 1

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