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J. Peter Schwalm

How We Fall

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2018
Besonderheiten/Stil: instrumental; Ambient; Elektronische Musik; RIO / Avant; sonstiges
Label: RareNoise Records
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

J.Peter Schwalm guitars,pianos,electronic devices,acoustic and digital sound modules,mixing desks,drums and synths,except where indicated
Eivind Arset add.guitars on 1,3,4,5,8,9
Tim Harries add.bass on 1,4,5,6,7,9

Tracklist

Disc 1
1. Strofort 8.19
2. Battenfeld 3.59
3. Auua 6.09
4. Ibra 6.59
5. Gangesthal 5.22
6. Stormbruch 7.54
7. Clingon 6.23
8. Musles 4.36
9. Singlis 5.50
Gesamtlaufzeit55:31


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


Als Einstieg und die einführenden Stichworte in die Welt des Musikers J. Peter Schwalm könnte hier die Erwähnung seiner Zusammenarbeit mit Brian Eno reichen. Mit Eno hat Schwalm ein Album „Drawn from Life“ sowie den Soundtrack zum Spielfilm „Fear X“ von Nicolas Winding Refn komponiert und veröffentlicht. Weitere Infos zum Künstler findet man auch in unserem Text zu seinem vorigen Album The Beauty of Disaster.

Auf dem Vorgängerwerk hat sich Schwalm also noch mit der Schönheit der diversen Katastrophen beschäftigt. Wie es der Zufall (oder andere Kräfte) in seinem Leben so wollte, hatte Schwalm im Herbst 2016 mit lebensgefährlichen gesundheitlichen Problemen zu kämpfen, die eine Chemotherapie erforderlich machten.

Derartige tiefgreifende emotionelle Erfahrungen galt es also musikalisch zu verarbeiten, als es im Januar 2017 daran ging, die Aufnahmen für das nächste Album in Angriff zu nehmen. In den meisten Stücken des Albums darf sich der offene Hörer auf eine ungewöhnliche Klangwelt einlassen, in der Cineastisches, finster Ambient-artiges, Symphonisches, Experimentelles und an Industrial-Musik Erinnerndes für eine unheimliche und aufwühlende Stimmung sorgen. Diesmal hat der Künstler verstärkt perkussive und rhythmische Elemente eingesetzt, die in ihrer Komplexität jedoch von stumpfen elektronischen Rhythmen denkbar weit entfernt sind. Die Klavierklänge und elektronische Glitches stehen für elektro-akustische Begegnungen in der Musik von Schwalm. Zu den weiteren Begegnungen dieser Art tragen auch die Gastbeiträge des Gitarristen Eivind Aarset und des Bassisten Tim Harries bei.

Manche Passagen muten an, als wären sie mit leicht übersteuerten Klängen erschaffen worden. Dass der Musiker nicht nur seine persönlichen Erfahrungen, sondern auch den aktuellen Zustand der Menschheit und des Planeten Erde in seinen Kompositionen behandeln möchte, lässt die so mit ungewohnten Klängen erreichte Dramatik universeller wirken. Diese wird dann beispielsweise in „Gangesthal“ weit über die Grenzen der elektronisch-cineastischen Musik, auch mit Hilfe der fast doomigen Gitarrentöne, gesteigert.

Damit im Kontrast stehen die melancholischen Pianosolo-Beiträge am Anfang von „Stormbruch“. Sobald ich in die darauffolgende episch-apokalyptische Klanglandschaft eintauche, glaube ich etwas vor meinem geistigen Auge zu sehen, was an die Folgen einer nuklearen Explosion erinnert. „Clingon“ ist auch ein hervorragendes Beispiel dafür, wie man elektronisch-akustische progressive Musik mit weitgehend elektronisch verfremdeten „natürlichen“ Instrumenten und Klängen hervorzaubert. Die romantischen, unter Verwendung von elektrischen Gitarren entstandenen Soundscapes von „Musles“ konnten da in ihrer Stimmung kaum unterschiedlicher sein. Die geradezu postrockig anmutende Melancholie von „Singlis“ markiert den entspannten Abschluss eines interessanten Albums.

„How we fall“ könnte der Soundtrack zu einem sehr düsteren Film werden, der mitunter auch melancholische und nachdenkliche Stimmungen zu bieten hat. Mir gefällt’s!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 8.6.2018
Letzte Änderung: 9.6.2018
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von J. Peter Schwalm

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2016 The Beauty of Disaster 11.00 1

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