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Marchesi Scamorza

Gemini

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2018
Besonderheiten/Stil: Independent / Alternative; Neoprog; RetroProg
Label: Eigenproduktion
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Enrico Bernardini Lead vocals
Enrico Cazzola Keyboards,piano,synthesizer,rhodes
Paolo Brini bass guitar
Lorenzo Romani guitar,vocals,effects,mandolin,saxophone
Alessandro Padovani drums,percussion

Tracklist

Disc 1
1. Prendi,rispondi,pesa,vuota 6.02
2. Abat-jour 1.53
3. Ho sentito il vuoto 4.58
4. Specchio 4.18
5. Ricordi 2.31
6. Diario 8.50
7. Crepe sulla testa 3.12
8. Oltre lo specchio 6.31
9. Urla,ricorda,pensa,sogna 3.03
10. Notte senza fine 2.59
11. All'ombra della lotta 7.39
12. Silenzio addio 3.38
Gesamtlaufzeit55:34


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


Marchesi Scarmorza nennt sich das 2009 in Ferrara (das liegt in Italien) gegründetes Quintett, das zwischen 2012 und 2018 drei Alben herausbrachte. Am Anfang war Marchesi Scarmorza vor allem als eine Coverband aktiv, die auf den „klassischen“ Italoprog spezialisiert war.

Die eigenen Ideen fanden erst ab 2012 ihren Weg auf einen Tonträger, allerdings unter dem hörbaren Einfluss der früher gecoverten Vorbilder. Während also „La Sposa del Tempo“ (2012) und „Hypnophonia (2015) sich eher an dem traditionellen Prog richteten, hat man auf dem dritten Album „Gemini“ (2018) auch andere Inspirationen mit einfließen lassen. Einige leichte Schrägheiten darauf könnten vielleicht ein wenig an Twelfth Night erinnern.

Es erscheint mir sehr plausibel, diese gemäßigte stilistische Erweiterung mit der Konzeptgeschichte von „Gemini“ zu erklären. Es geht hier textlich um die Abgründe der menschlichen Psyche. Genauer gesagt geht es um die Schizophrenie und um den Kampf zwischen mehreren Persönlichkeiten des Hauptcharakters, die sich kaum einem einzigen Ich unterordnen wollen.

Die Musik auf „Gemini“ weist immer noch einige Neo- und Retroprog-Merkmale auf, so dass das traditionsbewusste Publikum nicht völlig vor den Kopf gestoßen wird. Diese an sich nicht gerade ungewöhnliche Mischung wird aber oft von einer originell anmutenden Herangehensweise aufgewertet, so dass kaum ein Hörer Marches Scarmorza vorwerfen kann, zum wiederholten Mal die längst bekannten Ideen im Namen des „Prog“ aufzuwärmen.

In „Specchio“ wird zur Ästhetik von New Wave und Alternative Rock gegriffen. Stücke wie „Ricordi“ präsentieren wohl die aktuelle Spezialität von Marchesi Scamorca, einen federleichten Neoprog mit dem spartanischen Anstrich des Alternative Rock zu versehen. In „Crepa sulla testa“ wird diese Mischung mit dissonanten Melodien und experimentell-psychedelischen Effekten vermengt, wie es sich für ein Konzeptalbum über psychische Störungen gehört. In „Abat-jour“ wird der Gesang nur von den leicht verstörend aufspielenden Synthesizern begleitet, so dass ich zum wiederholten Mal die Verbindungen zwischen der Musik und dem Konzept des Albums zu vernehmen glaube. Was wirklich selten genug vorkommt.

Es ist für mich ein wenig so, als würde man über das gesamte Album gespannt verfolgen, wie eine Band ihren Neoprog in Richtung Alternative Rock erweitert, um auch stellenweise auch mal gänzlich zum progressiven Alternative Rock überzugehen. Für das jazz-rockig eingefärbte „Notte senza fine“ fiel es dem Multiinstrumentalisten der Band Lorenzo Romani glücklicherweise ein, dass er auch das Tenorsax gut spielen kann. „Silenzioso Addio“ klingt für mich wie eine jazzige Neoprog-Ballade, die, wie alles auf diesem Album, sehr sparsam aber dennoch effektiv arrangiert ist.

Wer also einer modern wirkenden, vor allem um die Elemente des Alternative Rock erweiterten Variante des Neoprog lauschen möchte, der sollte „Gemini“ mal eine Chance geben.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 7.7.2018
Letzte Änderung: 7.7.2018
Wertung: 10/15

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