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Ship Of Fools

Close Your Eyes (Forget The World)

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1993
Besonderheiten/Stil: instrumental; Spacerock
Label: Dreamtime
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Sputnik Bass
Lez Keyboards, Accordion
Damien Keyboards
Mick Reed Drums, Percussion
Andy Guitars, Gliss
Graham Wilkes Flute, Jin Whistle, Harmonica

Tracklist

Disc 1
1. In the wake of … 7:38
2. Passage by night 8:46
3. L=SD2 6:27
4. Starjumper 5:44
5. Western lands 5:48
6. Close your eyes (forget the world) 9:29
Gesamtlaufzeit43:52


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Ship of Fools kamen aus Dewsbury (West Yorkshire), und fanden dort Anfang der 90er-Jahre des letzten Jahrhunderts zusammen. Das Sextett um den Bassisten Paul Drake (alias Sputnik) und den Keyboarder Les Smith (später bei Anathema und der Black-Metal-Truppe Cradle Of Filth tätig) war live sehr aktiv, wurde ein fester Bestandteil der britischen Spacerock-Festival-Szene der 90er, und legte 1992 mit "Visions" ein erstes Tape vor, dem dann 1993 mit "Close Your Eyes (Forget The World)" das erste Volllängenalbum auf CD folgte.

Man war wohl dem Bandnamen entsprechend (Narrenschiff) ein recht exzentrischer Haufen (was wohl auch dazu geführt hat, dass sich Mitte des Jahrzehnts schon wieder auflöste), und machte (vor allem live) ebenso exzentrische und farbige Musik. Davon kann man auch auf dem hier rezensierten "Close Your Eyes (Forget The World)" etwas spüren, welches zwar durchaus "typischen" britischen 90er-Jahre-Spacerock beinhaltet, diesen aber erstaunlich vielschichtig und abwechslungsreich darbietet, sind doch auch deutliche Psychedelikemelente, Jazzig-Rockiges, etwas Elektronik-Ambientschweben und allerlei Symphonisch-Progressives auszumachen.

Zwei Tastendrucker bestimmen die Musik, ergänzt um diverse Gitarreneinlagen, die Flöte von Graham Wilkes und natürlich die Rhythmusabteilung. Letztere ist eher stoisch-repetitiv zu Gange, so dass die Musik genretypisch, aber eher hypnotisch-geruhsam vorn gleitet. Eingewoben sind allerlei Sounds, Sprachfetzen und Geräusche, die dem Ganzen weitere Farbe und spacig-kosmisches Gepräge verleihen. Die Tastentimbres stammen natürlich aus den frühen 90ern, was für den einen oder anderen leicht käsigen Klang sorgt. Aber, das war damals eben modern. Ansonsten lebt man durchaus in 70er-Klangwelten, gemahnt das Gebotene bisweilen an Gong (logisch) und ein wenig an Pink Floyd (vor allem die eine oder andere Gitarreneinlage. Ein paar folkige Momente sind zudem bisweilen eingewoben, die der Musik dann ein gälisch-tanzendes Gepräge verleihen, eingebettet allerdings in satte symphonisch-klangvolle Tastensounds. Das hat dann bisweilen fast etwas von Mike Oldfield (man höre z.B. "Western Lands"). Der Grundcharakter der Musik ist gutgelaunt, melodisch und rund, ohne dass man allerdings in Gefällige oder Seichte abgleiten würde.

Natuerlich sind hier die damaligen "Influencer" der Szene nicht allzu weit weg, doch waren die Ozric Tentacles etwas härter und geradliniger am Spacerocken. Ship of Fools sind doch deutlich abwechslungsreicher zu Gange, verarbeiten ein größeres stilistisches Ausgangsmaterial. Trotzdem wird hier natürlich nichts weltbewegend anderes geboten, wie auf den meisten Spacerockalben der 90er. Sehr gut gemacht ist "Close Your Eyes (Forget The World)" aber trotzdem, das sicher zu den besten Scheiben des Genres aus jener Zeit gehört (zusammen mit dem Nachfolger "Out There Somewhere").

Das Album ist im Moment im Gebrauchthandel durchaus noch aufzutreiben. Das gilt auch für eine 1995 erschienen Doppel-CD, die "Close Your Eyes (Forget The World)" mit dem eben erwähnten Zweitling als Twofer beinhaltet. Spacrock-Liebhaber sollten zugreifen!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 7.7.2018
Letzte Änderung: 7.7.2018
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Ship Of Fools

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1994 Out There Somewhere 10.00 1
2002 Let's get this mother outta here 10.00 1

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