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Åke Anderssonin ja Antero Honkanen

Reidarin Sähköiset Kuvat

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1977 (CD-Reissue 2018, Svart Records)
Besonderheiten/Stil: instrumental; Elektronische Musik
Label: Love Records
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Åke Andersson Synthesizer, Steel Pipes, Percussion, Metal Sheets, Organ, Clarinet, Piano, Flute, Sounds, Voice
Antero Honkanen Synthesizer, Steel Pipes, Percussion, Metal Sheets, Organ, Clarinet, Piano, Flute, Sounds, Voice

Tracklist

Disc 1
1. Lapin Kylä Jää Tekojärven Alle 5:59
2. Kevään Kukka Suopursu Tuoksuu 7:27
3. Viuluniekka 9:21
4. Isähahmo Agraarikylän Patriarkaalisen Taivaan Yllä 3:45
5. Tapporaha 5:35
6. Ruskea Syksy 5:57
7. Kaukonen Ennen Vanhaan 6:56
8. Luostari Lumipyryssä 7:08
Gesamtlaufzeit52:08


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Ake Andersson und Antero Honkanen waren in den 70er Jahren (und wohl später auch – vermutlich sind beide inzwischen pensionert) Toningenieure beim staatlichen finnischen Radiosender YLE. Zu ihren täglichen Aufgaben gehörte es u.a. für allerlei Sounds und Tonkonstrukte zu sorgen, die dann in Fernsehsendungen oder Radioproduktionen Verwendung fanden. Aber nicht nur beruflich betätigten sie sich als elektronische Klangbastler. Inspiriert von den Werken des finnischen Malers Reidar Särestöniemi schufen beide vom Oktober 1975 bis zum April 1976 acht Tonbilder, die dann am 21 April 1976 in der Krypta der Kathedrale von Helsinki erstmals einem Publikum präsentiert wurde.

1977 erschien das Material sogar auf LP. "Reidarin Sähköiset Kuvat" ("Reidars elektronische Bilder" soll das angeblich heißen - "elektronimusiikkia" steht noch neben den Namen der beiden Protagonisten auf dem Cover, dessen Bedeutung wohl klar sein sollte) wurde von Love Records veröffentlicht (im selben Jahr wie Esa Kotilainens "Ajatuslapsi"). Die LP war lange Zeit ein sehr seltenes, und etwas obskures Album mit elektronischer Musik aus Finnland, eine Art Geheimtipp, den aufzutreiben allerdings mit einiger Mühe verbunden war. Um dem Abhilfe zu schaffen haben sich nun Svart Records der Scheibe angenommen, und "Reidarin Sähköiset Kuvat" auf CD (im schicken Digipack) und LP wieder veröffentlicht. Das war eine ziemlich gute Idee.

Ausgerüstet mit Synthesizern, Tonbandmaschinen und allerlei Effektgerätschaften einerseits, diversem akustischen Instrumentarium andererseits, haben die beiden Finnen hier acht elektronisch-progressive Landschaften entworfen, die klangvoll und abwechslungsreich, eher formlos, mal ätherisch-schwebend, mal impressionistisch-verspielt durch die Gehörgänge gleiten. Wie bei ihrem Landsmann Kotilainen (wenn auch klanglich ganz anders realisiert) sind die hier zu hörenden elektronischen Gewebe eher filigran und bunt ausgefallen, weniger spacig und monumental, sind sparsamer instrumentiert als z.B. die der teutonischen Kollegen, wirken dadurch eindringlicher, und auf eigenartige Weise folkloristisch, ganz den bunten, impressionistisch bis abstrakten, oft finnische Landschaften darstellenden Werken Reidar Särestöniemis entsprechend. Erstaunlich vielseitig, luftig und leicht schwebt die Musik voran (vielseitiger, luftiger und leichter als bei Kotilainen), ohne in Seichte abzugleiten, immer versehen mit ein paar Ecken und Kanten, angeschrägten Momenten, bedrohlichem Rumoren, und melancholischen Dissonanzen.

Freie Elektronikgewebe sind diese 8 Stücke, bisweilen angereichert mit Naturklängen (Wind- und Wassergeräusche), sakralem Georgel, hallenden Instrumentaleinlagen (Piano, Flöten, Klarinette) und perkussiven Mustern (Sequenzer kommen keine zum Einsatz), die ob ihrer klaren Kargheit bisweilen doch eher an den Kosmos denken lassen, als an eine Blumenwiese in der sommerlichen Tundra. Wer daher krautig-kosmische Elektronik schätzt, der sollte "Reidarin Sähköiset Kuvat" auf keinen Fall verpassen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 23.7.2018
Letzte Änderung: 23.7.2018
Wertung: 12/15

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