SUCHE
Erweiterte Suche
NEUE REZENSIONEN
19.8.2018
Expo '70 - America Here & Now Sessions
18.8.2018
Space Machine - 3
The Flaming Lips - At War With The Mystics
17.8.2018
Nathan - Era
Between the Buried and Me - Automata II
15.8.2018
Fabio Frizzi - Manhattan Baby
Goad - Landor
14.8.2018
The Muffins - Secret Signals 2
Node - Node Live
Anubis - Different Stories
13.8.2018
Visitor 2035 - Visitor 2035
12.8.2018
Thunkfish - Renegades
11.8.2018
Malady - Toinen toista
Douze Alfonso - Under
The Muffins - Secret Signals 1
Eugen Mihăescu - Guitaromania Part Two
10.8.2018
Influence X - Quantum Reality
Arena - Double Vision
ARCHIV
STATISTIK
24842 Rezensionen zu 17017 Alben von 6633 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

Vesala/Sermilä/Hauta-aho/Honkanen/Helasvuo

Ode to Marilyn

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1974 (CD-Reissue 2018, Svart Records)
Besonderheiten/Stil: instrumental; Elektronische Musik; RIO / Avant
Label: Scandia
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Edward Vesala Percussion
Jarmo Sermilä Trumpet, Organ, Kantele
Teppo Hauta-aho Bass
Antero Honkanen Electronics, Percussion
Mikael Helasvuo Flute

Tracklist

Disc 1
1. Painajaisia / Nightmares 5:28
2. Nuken itku / A doll's cry 6:41
3. Lohdutus / Consolation 8:21
4. Herääminen / Awakening 5:53
5. Öinen vaikutelma / Nocturnal impression 6:27
6. Aallokko / The waves 2:24
7. Myytti itkee jälleen / The myth is weeping again 6:17
8. Keskiyö / Midnight 6:15
Gesamtlaufzeit47:46


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Anfang der 70er-Jahre des letzten Jahrhunderts stieg beim staatlichen finnischen Radiosender YLE das Interesse an elektronischer und experimenteller Musik, was schließlich dazu führte, dass man 1973 ein eigenes Experimentalstudio einrichtete. Als erstes Projekt entstand dort dann unter der Leitung des Komponisten und Musikers Jarmo Sermilä ein Album, welches 1974 veröffentlicht wurde. "Ode to Marilyn" beinhaltete ein homogenes Gemenge an elektronischen Klängen, versehen mit etwas Jazz, welches von Sermilä und den übrigen Beteiligten (Teppo Hauta-aho, Mikael Helasvuo, Antero Honkanen und Edward Vesala) komponiert, improvisiert, eingespielt und aufgenommen wurde.

Die im Original sehr seltene LP wurde 2018 von Svart Records auf CD und in Vinyl gepresst neu aufgelegt.

Recht prominent im Mix steht Antero Honkanens Elektronik, so dass man "Ode to Marilyn" am besten als experimentelles Elektronikalbum bezeichnet, verunreinigt mit verschiedenen Einlagen an Bass, Gebläse, Kantele (eine Art finnisches Hackbrett) und allerlei Perkussion. Acht elektronisch-akustische Tongemälde sind auf "Ode to Marilyn" zu finden, die sich freiformatig wabernd, jazzig treibend, angeschrägt-kantig, sonor rumorend, voluminös dröhnend oder luftig schwebend voran arbeiten. Neben elektronisch erzeugten Klängen ist diverses, mitunter effektverfremdetes, schallend-metallisches Streichen, Knarzen und Quietschen zu vernehmen. Dazu kommen hypnotische Orgelflächen, hallend-kerniges Kantele-Zupfen, Glockenklänge, Flötentöne und Trompetenschübe. Auch wenn die Stücke jeweils von einem der Protagonisten komponiert wurden (allein drei allerdings von Honkanen), kommt die Musik doch sehr homogen aus den Boxen, und verströmt dabei eine gewisse krautig-kosmische Atmosphäre, eine experimentelle Frische, die den Hörer fasziniert lauschen lässt.

Honkanen hat das Projekt offenbar Spaß gemacht, spielte er doch etwas später im Jahrzehnt mit seinem YLE-Kollegen Åke Andersson ein ganz ähnlich konzipiertes Elektronikalbum ein (siehe "Reidarin Sähköiset Kuvat"). "Ode to Marilyn" heißt das Ganze übrigens, weil in "Nuken itku" ein Fragment aus einem Gedicht Marilyn Monroes von Pirkkoliisa Tikka (eine Sopranistin) vorgetragen wird. Ansonsten gibt es keine Bezüge, zumindest keine musikalischen.

Wer experimentelle Elektronik und freiformatig-avantgardstisches Klangmalen schätzt, der sollte sich "Ode to Marilyn" zulegen. Allzu wüst oder laut wird die Musik zudem nicht. Eher arbeiten sich die Klänge mysteriös-schwebend voran. Und, sehr viel progressiver kann Pop-Musik (als die man solche Töne in der ersten Hälfte der 70er offenbar ansah – ernste Klassik und echter Jazz ist es ja nicht) nicht werden. Klasse!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 28.7.2018
Letzte Änderung: 29.7.2018
Wertung: 12/15

Zum Seitenanfang

© 1999-2018; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Datenschutzerklärung - Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum