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Professor Tip Top

Exobiology

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2014
Besonderheiten/Stil: Psychedelic; Spacerock
Label: Apollon Records
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Svein Magnar Hansen Vocals
Sam Fossbakk Guitar, Synthesizers, Rhodes, Keyboards, Mellotron, Vocals
Stein Hogseth Bass
David Sundby Drums

Tracklist

Disc 1
1. Exobiology part 1 5:12
2. Procrastination song 4:45
3. River of genes 6:24
4. Shores of Yorkshire 5:01
5. The Wolf 3:57
6. Great future 3:31
7. Waves 3:03
8. When the stars where new 3:31
9. Exobiology part 2 10:48
10. Final 1:51
Gesamtlaufzeit48:03


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Viele Informationen sind zu Professor Tip Top aus Norwegen im Weltweiten Netz nicht zu finden. Offenbar formierte sich die Band aus Bergen Anfang des zweiten Jahrzehnts des dritten Jahrtausends um den multiinstrumental veranlagten Sam Fossbakk. Zumindest Fossbakk und der Schlagzeuger David Sundby waren davor schon seit den frühen 80er Jahren des letzten Jahrhunderts in Rock- bzw. Jazzkreisen aktiv. Bisher hat man vier Alben veröffentlicht: "Aoum" und "Are You Empirical?" (beide 2012), "Exobiology" (2014) und "Life Is No Matter" (2017). Die letzten beiden Scheiben sind beim progaffinen Label Apollon Records erschienen (siehe auch "Sehr Kosmisch, Ganz Progisch", "Ultrasound" oder "Syndenes Magi"), das hier rezensierte "Exobiology" sogar 2016 als erstes Album Unterlabels Apollon Records: PROG. Ursprünglich wurde das Album 2014 von der Band in kleiner Auflage selbst veröffentlicht.

Fossbakk bestimmt die auf "Exobiology" vorzufindende Musik mit E-Gitarre und seinem umfangreichen Tastenarsenal. Dazu kommen die Rhythmusabteilung, und meist Sänger Hansen, der sich eher zurückhaltend in English betätigt. Mit diesen Mittels erzeugen die vier Norweger ein buntes Proggemenge, welches sich mal spacig-rockig-treibend gibt (vor allem in den beiden Teilen des Titeltracks), mal retro-psychedlisch und songorientiert (in den kürzeren Nummern, die von den beiden Varianten von "Exobiology" umschlossen werden). Die Musik erinnert daher einerseits an Gong und den britischen Spacerock der 90er, andererseits an die frühen bis mittleren Pink Floyd, Westcoastartiges und treibende Spät-60er-Psychedelik, immer versehen mit einer starken elektronischen Komponente. Darin eingebunden sind aber diverse retroprogressive Einsprengsel, Mellotroneinlagen, flächige Tastensounds und komplexere Vertracktheiten.

Dass man sich in der progressiven Musiktradition sieht, zeigt nicht zuletzt das in "River of genes" immer wieder auftauchende Zitat aus "Close to the edge" (und natürlich der ausgiebige Gebrauch des schon erwähnten Mellotrons). Trotzdem verströmt "Exobiology" keine sonderlich starke Retro-Atmosphäre, obwohl natürlich durchweg klar ist, wo man sich hat inspirieren lassen. Eher wird den stilistischen Vorbildern mit modernen, oder etwas anderen klanglichen Mitteln gehuldigt. Wobei die Unterschiede bisweilen eher gering sind, klingt doch z.B. das lange "Exobiology part 2" genau so, wie ein ausgedehnter Spacrockjam nun seit gut 40 Jahren eben klingt. Man sollte aber auch noch einmal erwähnen, dass zumindest drei der hier Beteiligten (auch nach den Bandfotos zu schließen) die 70er zumindest erlebt, sich damals vielleicht auch erstmals aktiv musikalisch betätigt haben.

Trotzdem ist "Exobiology" alles in allem ein sehr unterhaltsames Album, bieten Professor Tip Top doch eine etwas breitere Mischung, als man sie von Vertretern der betroffenen Genres erwarten würde. Wer Spacerock und Retropsychedelisches schätzt, und noch keine allzu große klangliche Sättigung verspürt, der macht hier eigentlich wenig falsch.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 29.7.2018
Letzte Änderung: 29.7.2018
Wertung: 10/15

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