SUCHE
Erweiterte Suche
NEUE REZENSIONEN
20.8.2018
Mkwaju Ensemble - KI-Motion
19.8.2018
Shingetsu - The Best Of Album Outtakes 1976-1981
Expo '70 - America Here & Now Sessions
18.8.2018
Space Machine - 3
The Flaming Lips - At War With The Mystics
17.8.2018
Nathan - Era
Between the Buried and Me - Automata II
15.8.2018
Fabio Frizzi - Manhattan Baby
Goad - Landor
14.8.2018
The Muffins - Secret Signals 2
Node - Node Live
Anubis - Different Stories
13.8.2018
Visitor 2035 - Visitor 2035
12.8.2018
Thunkfish - Renegades
11.8.2018
Malady - Toinen toista
Douze Alfonso - Under
The Muffins - Secret Signals 1
Eugen Mihăescu - Guitaromania Part Two
ARCHIV
STATISTIK
24844 Rezensionen zu 17019 Alben von 6634 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

Michael Romeo

War of the Worlds, Part I

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2018
Besonderheiten/Stil: mit Orchester; Konzeptalbum; Metal; Progmetal
Label: Mascot Label Group
Durchschnittswertung: 9/15 (1 Rezension)

Besetzung

Michael Romeo guitars, keyboards
Rick Castellano vocals
John “JD” DeServio bass
John Macaluso drums

Tracklist

Disc 1
1. Introduction 3:42
2. Fear Of The Unknown 4:20
3. Black 6:18
4. F*cking Robotos 4:30
5. Djinn 7:29
6. Believe 8:22
7. Difference 4:32
8. War Machine 3:10
9. Oblivion 5:06
10. Constellations 5:34
Gesamtlaufzeit53:03


Rezensionen


Von: Peter Meyer @


Michael Romeo, Axtschwinger der amerikanischen Metalwerft Symphony X, hat nach 18-monatiger Produktionszeit sein erstes wahres Soloalbum veröffentlicht. „War of the Worlds“, erster Teil, und der zweite folgt sogleich: Das Sequel soll bereits fast fertig vorliegen.

Schon der legendäre Regisseur Orson Welles hatte erkannt, dass sich die Bearbeitung von H.G.Wells Texten als durchaus gewinnbringend erweisen kann. Seine „War of the Worlds“- Adaption soll wegen ihres dokumentarischen Charakters Tausende in Angst und Schrecken versetzt haben. In Todesangst, existenziellen Schrecken. Worum geht´s? Außerirdische, Marsianer greifen mit dreibeinigen Kampfmaschinen die Erde an, Großstädte werden dem Erdboden gleichgemacht, es gibt kein Entrinnen. Spät zuschaltende Radiohörer dachten an diesem Halloween-Vorabend des Jahres 1938, sie erleben eine außerordentliche Nachrichtensendung. Welles (nicht Wells) wurde über Nacht berühmt und bekam ein noch nie da gewesenes Angebot aus Hollywood.

Auch US-Keyboarder Jeff Wayne hat sich 1978 an dem Stoff in Form einer Rock-Oper versucht, ebenfalls mit beträchtlichem Erfolg. Romeo zieht jetzt nach. Aber - so viel sei schon vorweggenomen - er wird es mit seiner Version vom „Krieg der Welten“ nicht zu einer Massenpanik bringen.

Das Solowerk lässt mich nach mehreren Durchläufen etwas zwiegespalten zurück: Einerseits wird das Konzept Metal in Verbindung mit üppiger Performance eines vollbesetzten Symphonieorchesters einschließlich Chor und Solisten (Piano) konsequent durchgezogen, wobei vor allem Gitarrist und Sänger ausreichend Gelegenheit erhalten, ihre Virtuosität unter Beweis zu stellen. Die Stärke der Kompositionen sind die melodischen, zum Teil hymnischen Refrains (Black, Djinn, Oblivion, Fear the Unknown); die Dramatik der Musik ist der der Vorlage in jeder Hinsicht angemessen - sie erinnert nicht selten an einen martialischen Filmscore. Andererseits tritt bei der vorliegenden Beschallungsintensität (Alarmgitarre, röhrende Hornfanfaren, brachiales Rhythmusgeknüppel) schnell ein gewisser Abnutzungseffekt ein. Schon die dreiminütige Einführung (passenderweise Introduction genannt) enthält bis auf den Gesang alle wesentlichen Zutaten, stilistische Überraschungen sind nicht mehr zu erwarten. Einzig die Ballade Believe nimmt vorübergehend Druck aus dem Kessel. Innerhalb der Stücke fehlt die Geschlossenheit, wenn Gesangsparts und Instrumentalteile abrupt und scheinbar beliebig abwechseln. Der fünfzigjährige Guitar-Hero ist zudem mit diskutablen Effekten freizügig. Die F*cking Robots (warum nicht die Dinge beim Namen nennen?) wurden durch f*cking Elektronikgeknatter verunstaltet, was den gut gemeinten Ansatz zu einem ärgerlichen Fehlversuch werden lässt.

Die aktuelle Vertonung von „War of the Worlds“ ist also kein neues „The Divine Wings of Tragedy“. Romeo, dessen rasante Soloausflüge wieder vom Feinsten sind, und sein muskelbepacktes Backup leisten ganze Arbeit, doch an einigen Stellen wäre etwas weniger mehr gewesen. Für Hörer, die sich zwischendrin gern mal entspannt zurücklehnen, dürften 53 Minuten hochkomprimierte Kraftmeierei und symphonischer Bombast anstrengend werden. Bewunderer der Hochseilartistik in Sachen Progressive Metal werden auf jeden Fall auf ihre Kosten kommen.

Anspieltipp(s): Black
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 10.8.2018
Letzte Änderung: 10.8.2018
Wertung: 9/15
Loudness-War of the Worlds

Zum Seitenanfang

© 1999-2018; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Datenschutzerklärung - Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum