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Emiliano Deferrari

Monty

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2018
Besonderheiten/Stil: Canterbury; Jazzrock / Fusion; sonstiges
Label: Rattsburg Records
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Emiliano Deferrari Alle Instrumente,Gesang

Tracklist

Disc 1
1. Aria 1.16
2. Essere 5.02
3. Ecco 4.22
4. L'altroverso 5.00
5. Vuoto 6.02
6. Get it Right 5.04
7. White Life 5.02
8. Monty 3.50
9. Fuoco 6.40
Gesamtlaufzeit42:18


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


Der in Genua geborene, seit 2014 in Brüssel lebende Multiinstrumentalist Emiliano Deferrari hat offenbar einen breit gefächerten Musikgeschmack. Zusammen mit dem Musikfilmkomponisten Matteo Nahum betreibt er ein Artrock-Projekt Nanaue und als Solokünstler darf man von ihm die Stücke erwarten, die sowohl durch Jazz, als auch durch Prog sowie durch rhythmische Elektronik beeinflusst sind. Wie beispielsweise auf seinem dritten Soloalbum „Monty“ auf dem er alle Instrumente selbst spielt. Darunter die Tasteninstrumente, Bassgitarre, Schlagzeug, Gitarren, Geigen und Saxophon. Dazu singt er und das nicht mal schlecht.

Für „Monty“, sein erstes Soloalbum seit 2010, hatte Deferrari das Bedürfnis sich mit seinen tiefsten Emotionen und Ängsten auseinanderzusetzen. Laut Musiker beschreibt das Album einen langsamen Abstieg in die Hölle, gefolgt von einer Wiederauferstehung auf der Suche nach Ablenkung, nach den Wünschen und dem Willen eines Menschen. Damit wollte Deferrari sein Innenleben verarbeiten und gleichzeitig den geistigen Zustand der gesamten Menschheit andeuten.

Dabei scheint die breite Auswahl der musikalischen Stile und der Arrangements nicht etwa spontan zu erfolgen, sondern richtet sich nach dem Konzept des Albums, oder nach den Themen der einzelnen Stücke. So repräsentiert das Schlagzeug das Menschlich-Unberechenbare, während die Drum-Maschinen für die Mantras stehen sollen, die wir für die Feinabstimmung vom unseren Geist verwenden. Das mal so als Beispiel, wie die Arrangements und die Stücke von Deferrari angedacht werden.

Nach dem aus den Mellotron-Schleifen bestehenden „Aria“ könnte jemand Mellotron-schwangeren Retroprog erwarten. Das wäre ziemlich falsch erwartet, denn der erste Teil von „Monty“ besteht aus den jazzig eingefärbten Liedern, einige davon etwa im Geiste von Robert Wyatt gehalten, wobei die Stimme von der kompetent agierenden Ein-Mann-Band am Schlagzeug, Piano, E-Piano und Bass begleitet wird. Einige recht experimentelle instrumentale Fragmente inklusive, die das Gebotene wohl in Richtung Canterbury-Prog rücken.

Ab „Get it right“ wird es verstärkt elektronisch auf dem Album, was schon mal zu ungewöhnlichen Arrangements führt. Wie zum Beispiel zu den Begegnungen zwischen den elektronischen Rhythmen, der Bläsersektion und der bundlosen Bassgitarre. An dem experimentellen Canterbury-Jazz-Prog-Charakter der meisten Songs ändert das aber vergleichsweise wenig. Obwohl, die Menschen, die auf elektronische Rhythmen allergisch reagieren, könnten in diesem Punkt anderer Meinung sein. Zur Abwechslung gibt es mit „Monty“ auch ein angejazztes Stück für akustische Gitarre.

Wer sich für die sehr eigene Musik begeistern kann, der ich mangels besserer Vergleiche eine gewisse Nähe zum Canterbury-Prog angedichtet habe, der sollte hier mal reinhören.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 1.9.2018
Letzte Änderung: 1.9.2018
Wertung: 10/15

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