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The Flaming Lips

Onboard the International Space Station Concert for Peace

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017 (Songs von "Oczy Mlody" in alternativen Versionen)
Besonderheiten/Stil: Elektronische Musik; Independent / Alternative; Moderne Electronica; Psychedelic
Label: Warner Bros.
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Wayne Coyne
Steven Drozd
Michael Ivins
Derek Brown
Jake Ingalls
Matt Duckworth
Nicholas Ley

Gastmusiker

Miley Cyrus Gesang (7)

Tracklist

Disc 1
1. How?? 6:30
2. Do Glowy 3:14
3. Listening to the Frogs with Demon Eyes 3:34
4. Nigdy Nie (Never No) 5:27
5. The Castle 5:54
6. There Should Be Unicorns 8:46
7. We a Family 5:51
Gesamtlaufzeit39:16


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @


Ein Konzert für den Frieden auf der internationalen Raumstation ISS! Mit den Flaming Lips! Und Miley Cyrus als Gast! Was für ein Erlebnis!

Wenn es denn je stattgefunden hätte, denn was sich auf diesem Album befindet, ist lediglich ein „Fantasiekonzert“. Was es damit auf sich hat? Hintergrund der Sache ist zunächst, dass es nach Abschluss der Aufnahmen zu Oczy Mlody viele verschiedene Versionen der Songs gab, die man nicht einfach in den Archiven verstauben lassen wollte. Zunächst war eine Bonus-CD mit einigen dieser alternativen Versionen angedacht - aber das wäre für eine Band wie die Flaming Lips viel zu banal. Da musste schon etwas originelleres her!

Man entsann sich daraufhin, dass sich über die Jahre (die Band existiert seit 1983) einiges an Liveaufnahmen angesammelt hatte, die man jedoch nicht als veröffentlichungswürdig ansah. Dennoch mochte die Band stets die Liveatmosphäre, den Jubel und das Geschrei der Fans, und so entstand die Idee, aus den alternativen Versionen der Songs ein Fantasiekonzert zusammenzustellen, indem man die Studioversionen mit echtem Beifall von echten Konzerten der Flaming Lips kombinierte.

Warum nun gerade auf der ISS? Nun, ein simples Konzert in einer normalen Halle zu simulieren, wäre für eine Band wie die Flaming Lips wohl auch zu banal. Wayne Coyne besann sich auf Kindheitserinnerungen, als er als achtjähriger Knabe mit Eltern und Geschwistern die TV-Übertragung der ersten Mondlandung verfolgte, im Garten im heimischen Oklahoma, da die sommerlichen Temperaturen den Aufenthalt im Freien nahelegten. Was darüber hinaus die Möglichkeit bot, den Mond gleichzeitig noch in Echt zu beobachten, was Coyne mittels Fernglas auch tat, in der Hoffnung, die Apollokapsel oder gar die US-Fahne auf dem Mond zu erspähen. In dieser Zeit eines ungebremsten Fortschrittsglaubens waren die Coyne-Kinder der festen Überzeugung, dass es nicht mehr lange dauern würde, bis die Menschheit sich im All ausbreiten würde und es dann selbstverständlich auch Konzerte von dort geben würde.

Zu hören gibt es hier also Songs von Oczy Mlody in alternativen Versionen. Diese sind manchmal kürzer, manchmal ausgedehnt, indem Jams hinzugefügt wurden, aber der Charakter der Musik ist kaum anders. Auch hier sind die Songs sehr elektronisch geprägt, wirken eingängig und dabei doch stets von schrulligen Einfällen durchsetzt. Dabei kommen immer wieder Erinnerungen an die psychedelische Popmusik der späten der 60er auf, auch wenn die Musik keineswegs „retro“ klingt. Recht ruhig ist das Ganze auch noch, sehr ruhig, um präzise zu sein. Immerhin, ein paar dezente Ausbrüche, vornehmlich elektronischer Art, gibt es im Unterschied zu Oczy Mlody hie und da. Dennoch mutet es schon ein wenig kurios an, wenn eine Stimme zu Anfang warnt „parts of the show can be quite loud“. Die gleiche Stimme kündigt übrigens Miley Cyrus vor ihrem Einsatz in We a Family an als „the future president of the United States“. Ob’s irgendwann wahr wird?

Es dürfte klar sein, dass eine solche Veröffentlichung sich hauptsächlich an harte Fans der Flaming Lips wendet. Die bekommen hiermit eine - leider recht kurze - Sammlung alternativer Versionen von Songs aus Oczy Mlody in einem originellen Gewand präsentiert.

Nebenbei: so ganz abwegig ist die Idee mit einem Konzert von Bord der ISS nicht mehr, immerhin wurde im Juli 2018 unser „Astro-Alex“ von dort einem Kraftwerk-Konzert in Stuttgart zugeschaltet, und einige Jahre zuvor spielte der kanadische Astronaut Chris Hadfield an gleicher Stelle eine Version von David Bowies Space Oddity.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 7.9.2018
Letzte Änderung: 13.9.2018
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von The Flaming Lips

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2002 Yoshimi Battles The Pink Robots 10.00 1
2006 At War With The Mystics 9.00 1
2009 The Flaming Lips and Stardeath and White Dwarfs with Henry Rollins and Peaches Doing The Dark Side of the Moon 9.67 3
2009 Embryonic 11.00 1
2013 The Terror 11.00 1
2014 With A Little Help From My Fwends 12.00 2
2016 Oczy Mlody 11.00 2

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