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Yes Featuring Jon Anderson, Trevor Rabin, Rick Wakeman

Live At The Apollo (Blu-Ray)

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2018
Besonderheiten/Stil: live; Klassischer Prog; Melodic Rock / AOR
Label: Eagle Vision-Universal
Durchschnittswertung: 9/15 (1 Rezension)

Besetzung

Jon Anderson Vocals
Trevor Rabin Guitar
Rick Wakeman Keyboards
Lee Pomeroy Bass Guitar
Louis Molino III Drums

Tracklist

Disc 1
1. Intro/Cinema/Perpetual Change
2. Hold On
3. I've seen all good People

1. Your move
2. All good People

4. Lift me up
5. And You and I

1. Cord of Life
2. Eclipse
3. The Preacher
4. The Teacher
5. Apocalypse

6. Rhythm of Love
7. Heart of the Sunrise
8. Changes
9. Long Distance Runaround / The Fish (Schindleria Praematurus)
10. Awaken
11. Make it easy/Owner of a lonely Heart
12. Roundabout


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


Wer etwas zu den rechtlichen Fragen in Sachen Yes versus Yes feat. ARW, oder darüber, wie es überhaupt zur Entstehung und den Aktivitäten der neuen Yes-Version kam, etwas lesen möchte, der möge die Bandbeschreibung von Yes featuring Jon Anderson, Trevor Rabin und Rick Wakeman anklicken.

Das im September 2018 als DVD, Blu-Ray, Doppel-CD und 3LP veröffentliche Konzert fand jedenfalls Anfang 2017 in Manchester statt.

Ich möchte mich in meinem Text, der sich ausschließlich auf die Blu-Ray-Ausgabe bezieht, auf die Musik (und die visuellen Aspekte des Auftritts) beschränken und zwar – soweit es das Gebotene möglich macht - aus der unkritischen Perspektive des wohlwollenden Fanboys. Der immer wieder – auch an unerwarteten Stellen im Laufe der Stücke - aufbrausende Applaus mutet allerdings schon mal sehr befremdlich an.

Wurde das Publikum durch die „Applaud now!“-Anzeigen im Hintergrund animiert, oder hat das immer wieder nervend aufkommende und die Musik dann fast übertönende Applaudieren jemand hinterher draufgespielt? Vielleicht hat das Publikum zeitgleich ein wichtiges Fußballspiel verfolgt? Kurzum: was soll das eigentlich mit dem wiederholten Applaus mitten in den Songs? Es wird zwar bei den Jazz-Konzerten nach den guten Solos geklatscht, hier wird aber eher selten soliert. (Es gibt seltsamerweise auch die Stellen in dem vorliegenden Konzertfilm mit dem lauten Applaus, an denen man gleichzeitig den Reihen vor der Bühne beim Nicht-Applaudieren zusehen kann).

Ich merke gerade, dass es dem Fanboy in mir unheimlich schwer gemacht wird mit so einer Veröffentlichung. Von den seltsamen akustischen Begleiterscheinungen mal abgesehen, bietet die Blu-Ray-Ausgabe natürlich guten Klang sowie klare und gestochen scharfe Bilder, die die Musiker beim Musizieren mit mehreren Kameras zeigen. In der Regel werden auf vorbildliche Art auch noch die richtigen Instrumente und Musiker gezeigt, sobald diese etwas Wichtiges zu dem jeweiligen Stück beitragen.

Als Klangoptionen darf man sich bei Blu-Ray zwischen LPCM Stereo und DTS-HD Master Audio entscheiden. Letzteres kann und soll bei entsprechender Anlage zu einem räumlichen Klang führen. Zu dem für meine Begriffe doch ziemlich billig anmutenden Front-Artwork: am besten schaue man sich doch die Rückseite der Blu-Ray-Hülle an.

Musikalisch bietet diese Besetzung vermutlich vieles von dem, was sich ein Fan wünschen kann. Das wäre wohl vor allem etwas für die No Anderson, No Yes-Fraktion. Der Fan von Yes feat. ARW sollte aber idealerweise auch den eher Richtung AOR schielenden Songs von Trevor Rabin gegenüber offen sein, denn von diesen wurden gleich mehrere gespielt. Eine hörbar kraftvolle Bassgitarre (wie zum Beispiel die von Chris Squire) und eine verspielt-eigensinnige sechssaitige Gitarre (wie zum Beispiel die von Steve Howe) könnte man hier schon mal stellenweise vermissen. Die haben nämlich vieles vom Geiste von Yes ausgemacht, glaube ich. Statt den Songs aus dem „Yes Album“ würde ich mir persönlich mehr Longtracks von Yes wünschen. Von dieser Sorte gibt es hier nur „Awaken“ zu hören. Dieses in einer leicht veränderten Version mit den stellenweise brachial anmutenden neuen Arrangements, die, wie ich mir einbilde, auch die Perkussion von der Festplatte beinhalten.

Insgesamt ist Yes featuring Jon Anderson, Trevor Rabin und Rick Wakeman schon alleine von der Songauswahl her eine eher einseitig wirkende Ausgabe von Yes. Statt den legendären Longtracks aus den 70ern (oder den weit weniger legendären Longtracks aus den 90ern) gibt es eben einige leichtgewichtige Lieder von Rabin aus den 80ern und 90ern. Unter dem Strich ist „Live at the Apollo“ vermutlich etwas für die Sammler und die absoluten Fans, die auch von der „Trevor Rabin-Ära“ viel halten. Meine Begeisterung hält sich jedenfalls in Grenzen, selbst wenn ich dem Universum dankbar bin, dass Jon Anderson immer noch sehr gut bei Stimme ist.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 7.9.2018
Letzte Änderung: 8.9.2018
Wertung: 9/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Yes Featuring Jon Anderson, Trevor Rabin, Rick Wakeman

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2018 Live at the Apollo 12.00 1

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