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Ryorchestra

DMK

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2018
Besonderheiten/Stil: Zeuhl
Label: Rrecords
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Shiraki Sayaka Gesang, Klavier
Matsuda Daijiro Gesang
Tsui Yasuhiro Gitarre
Muto Yuji Gitarre
Ishigaki Atsutomo Bass, Gesang
Katagiri Nobukazu Schlagzeug
Ono Ryoko Klavier, Flöte, Saxophon, Gesang

Gastmusiker

Tanimukai Yuzumi Gesang (5,6)

Tracklist

Disc 1
1. Ëvision 7:15
2. Zo vie Terezzo 3:55
3. Laura Palmer 5:06
4. Naferisco 4:47
5. Glossolalia 2:58
6. Night Song 5:15
7. Dorothea 6:53
8. DMK 6:27
Gesamtlaufzeit42:36


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @


Hamatai!

Ein neuer Stern strahlt am Zeuhl-Himmel in Form des japanischen Septetts Ryorchestra, das 2006 von Ryoko Ono gegründet wurde und dessen Debüt mit dem kryptischen Titel DMK im Jahre 2018 das Licht der Welt erblickte.

Japanischer Zeuhl, das ist doch diese völlig durchgeknallte Mucke, dargebracht n Hochgeschwindigkeit und mit kleinen, kreischenden Sängerinnen? Ja, so ist das hier auch… meistens. Denn Ryorchestra verbinden auf originelle Weise die typisch japanische, überdrehte Variante des Zeuhl, die hier immer auch von Punk und gelegentlich auch Metal beeinflusst ist, mit Passagen, die an den klassischen, hymnischen Zeuhl der Urväter Magma gemahnen.

Die beiden Sängerinnen Shiraki Sakaya und Matsuda Daijiro bieten die ganze Spannbreite von hysterischem Gekreische bis zu erhabenen Chorälen, dazu kommen schneidende bis bratzende Gitarren, kreischendes Saxophon und knackiger, pumpender Bass, während das Schlagzeug hier weniger prominent (aber stets souverän) agiert als sonst im Genre üblich. In den für Zeuhl-Verhältnisse recht kurzen Songs wechselt die Band gerne mehrfach abrupt von hysterisch zu hymnisch und wieder zurück; schon das einleitende Ëvision macht in dieser Hinsicht keine Kompromisse. Ein wahrer Parforceritt durch die beiden Hauptspielarten des Zeuhl, der einen bereits in schweißgebadeter Glückseligkeit zurücklässt.

Gleich zum Auftakt dieses Stücks und damit auch des Albums hört man dazu eine weitere interessante Zutat zum Ryorchestra-Sound in Form des knurrenden Growlens von… wem auch immer, es sind mehrere Leute mit Gesang aufgelistet. Wohldosiert und meist eher im Hintergrund gehalten, vermeidet man, diese Einsätze zum billigen Effekt verkommen zu lassen.

Die weiteren Songs stehen dem Opener in nichts nach, spielen alle Arten der Hysterie durch, immer wieder durchsetzt von ruhigeren, an Magma anmutenden Passagen. Bei Laura Palmer erklingt sogar ein romantisierendes Klaviersolo - das freilich nur wenige Sekunden währt, bevor der musikalische Orkan weitergeht. Naferisco könnte in der Hälfte gar ein Stück von Magma sein (wenn die eigenartigen Tiergeräusche nicht wären), aber auch in diesem Stück gibt es letzten Endes kein Entrinnen vor der musikalischen Dresche. Das folgende Glossolalia zeigt sich sogar durchweg mehr hymnisch als hysterisch, bringt dazu schönes Geflöte. Danach wird es wieder zunehmend japanisch-verrückt, kulminierend im abschließenden Titelstück, in dem das Gegrowle im Vordergrund steht und sich im Laufe der Zeit immer mehr ins Absurde steigert. Absolut krank.

DMK ist ein fantastisches Debüt einer Band, von der hoffentlich noch viel zu hören sein wird. Ich bin begeistert!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 29.9.2018
Letzte Änderung: 29.9.2018
Wertung: 12/15

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