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Akron/Family

Akron/Family

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Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2005
Besonderheiten/Stil: Folk; Independent / Alternative; Psychedelic
Label: Young God Records
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Dana Janssen Vocals, Schlagzeug, Percussion, Piano, Glockenspiel, Bric-a-Brac
Seth Olinsky Akustische Gitarre, Gitarre, Vocals, Banjo, Melodica, Orgel, Akkordion, Bric-a-Brac, "fruity computer twiddling"
Ryan Vanderhoof Akustische Gitarre, Gitarre, Vocals, Bric-a-Brac
Miles Seaton Bass, Vocals, akustische Gitarre, Gitarre, Melodica, Piano, Bric-a-Brac, "orchestral computer sentiments"

Gastmusiker

Ed Sortman Trompete
Nate Wooley Trompete
Jeremy Turner Cello
Stephanie Jon Park Violine
Michael Gira "Change"
Bhob Rainey Saxophon, Electronics
John-Paul Norpoth Double-Bass

Tracklist

Disc 1
1. Before and Again 4:36
2. Suchness 3:26
3. Part of Corey 2:27
4. Italy 8:08
5. I'll Be on the Water 3:25
6. Running, Returning 4:33
7. Afford 3:57
8. Interlude: Ak Ak Was the Boat They Sailed in On 2:31
9. Sorrow Boy 3:43
10. Shoes 3:42
11. Lumen   (CD-exklusiv) 5:30
12. How Do I Know 2:30
13. Franny/You're Human 5:58
14. [Untitled]   (CD-exklusiv) 6:24
Gesamtlaufzeit60:50


Rezensionen


Von: Fabian Lutz @


Man wundert sich schon ein bisschen, dass Michael Gira und sein Label Young God Records auf Akron/Family aufmerksam wurden, jene Psych-Folk-Gruppe voll sanfter Melancholie und schräger, kleiner Momente. Gira ist eigentlich eher als schwermütiger bis brutaler Bandleader der Experimentalrocker Swans bekannt, von deren Stimmungen man auf dem (noch) eher ruhigen Debüt der Gruppe nichts finden wird.

Vielmehr geht es gleich im Opener "Before and Again" zu Gitarre, Flöte und Streichern in melancholische Folk-Gefilde. Später nimmt der Song etwas Fahrt auf, aber weiterhin nichts, was auf die Babyblauen Seiten gehört. Dann aber "Suchness", der ungeniert vom gemütlichen Gezupfe zu Freeform-Geklimper und schließlich zu hymenhaften Stadiongitarren wechselt. "Part of Corey" arbeitet sich durch elektronischen Noise und sphärische Klangflächen, "Running, Returning" durch einen vielschichtigen Rhythmusteppich und tribalhafte Stimmfetzen. Am Ende dann aber immer der zarte oder kraftvolle Gefühlsausbruch. Denn auch wenn die Vocals mal schräg wie bei der Incredible String Band kommen, ist deren Psych-Erbe weniger präsent als jene süß-melancholischen Momente des 2000er-Indie-Folks ("I'll Be on the Water", "Afford"). Gegen jene glatten Verlockungen geht die Band immer wieder vor, etwa mit ungreifbaren Field-Recordings auf "Interlude: Ak Ak Was the Boat They Sailed in On" oder dem Musique concrète-Beginn von "Lumen". Aber auch das sind nur schräge Elemente und kein vorherrschendes Songprinzip. Im Kern der meisten Songs stecken zarte Melodien, die auch den Weg ins Hymenhafte nicht scheuen.

Sieht man es kritisch, kann man dem Album den Vorwurf machen, dass seine Psych-Ausflüge lediglich hipsterhaftes Beiwerk einer braven Band sind. Dafür aber geht das alles zu fließend ineinander und bleibt zu ideenhaltig, auch was die reichhaltige Instrumentierung und den detailreichen, organischen Klang betrifft. Auf den folgenden Alben scheint ein Michael Gira dann greifbarer und man merkt, was die Band neben den zärtlichen Gefühlen noch so herumtreibt.

Anspieltipp(s): "Suchness", "Running, Returning", "Sorrow Boy"
Vergleichbar mit: Diversen Indie-Folk-Acts
Veröffentlicht am: 2.10.2018
Letzte Änderung: 3.10.2018
Wertung: 10/15
Brav, aber gekonnt

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Akron/Family

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2006 Meek Warrior 11.00 1

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