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The Muffins

Open City

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Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1985 (Aufnahmen von 1977-80, CD-Reissue 1994)
Besonderheiten/Stil: improvisiert; Canterbury; Jazzrock / Fusion; RIO / Avant
Label: Cuneiform Records
Durchschnittswertung: 13/15 (1 Rezension)

Besetzung

Dave Newhouse Piano, Organ, Sax, Bass Clarinet, Percussion
Tom Scott Sax, Clarinet, Oboe, Flute, Percussion
Billy Swann Bass, Guitar, Percussion, Vocals
Paul Sears Drums, Percussion

Gastmusiker

Fred Frith Guitar Piano (Tracks 8 und 9)
Marc Hollander Alto Sax (Tracks 8 und 9)

Tracklist

Disc 1
1. Queenside   (nur auf der CD) 5:19
2. Hobart Got Burned   (nur auf der CD) 2:40
3. Horsebones   (nur auf der CD) 2:40
4. Antidote To Drydock   (nur auf der CD) 5:06
5. Zoom Resume   (nur auf der CD) 1:28
6. Boxed & Crossed 5:38
7. Under Dali's Wing   (nur auf der CD) 3:17
8. Vanity, Vanity 2:47
9. Dancing In Sunrise, Switzerland 3:11
10. Blind Arch 8:51
11. Expected Freedom 2:21
12. In The Red 5:08
13. Not Alone 13:38
14. Open City 0:52
Gesamtlaufzeit62:56


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Die ursprünglich 2. LP der Muffins, "Air Fiction" von 1979, ist bisher nicht auf CD wiederveröffentlicht worden (und vermutlich wird dies auch nie geschehen, da besagte LP nur aus Live- und Studioimprovisationen der Band bestand, die selbst von vielen beinharten Fans als unerträglich bezeichnet wurden). Dafür veröffentlichte Cuneiform 1985 die LP "Open City", eine Zusammenstellung unveröffentlichter Aufnahmen der Muffins aus dieser Zeit (1977-80). 1994 legte man auch eine CD-Version nach, auf der allerlei weiteres Material untergebracht wurde. Die Stücke 1-7 der CD sind Demo-Aufnahmen der Band von 1980, enstanden im eigenen Studio. Die Tracks 8 und 9 stammen aus den Sessions zu Fred Frith’s "Gravity"-Album, an dem die Muffins beteiligt waren. Stück 10 ist eine Live-Aufnahme aus dem Jahre 1977 von einem der unzähligen Freikonzerten, welches die Muffins im Garten ihrer Farm veranstaltet haben. Track 11 ist ein Outtake aus den "Manna/Mirage"-Sessions und die letzen 3 Stück stammen aus einer Radioshow aus dem Jahre 1977. Die Klangqualität ist durchweg sehr gut.

Die ersten 7 Tracks sind frühe Versionen von Stücken, die später auf "<185>" auftauchen sollten, so wie sie Ende der 7ziger ein Teil des Live-Repertoires der Band bildeten. Das ist sehr vertrackte, komplexe Musik, eher vergleichbar mit Henry Cow und anderen RIO-Bands als mit dem typischen Canterbury-Sound, der auf Manna/Mirage über weite Strecken noch vorherrschend war. Musikalisch ist dies auch daran bemerkbar, daß Newhouse weniger häufig seine Keyboards bedient, so daß in vielen Tracks zwei Blasinstrumente auftauchen (Saxophone und Klarinetten, seltener auch Oboe und Flöte). Dazu kommen Swanns stellenweise extrem verzerrter, brummend-dröhnender Fuzz-Bass, der fast zum charakteristischen Erkennungszeichen der Musik der Band wird, gelegentliche, ausgeflippte Gitarreneinwürfe von Swann und Sears solide Drums. Kurze "Gesangseinlagen" gibt es auch, z.B. in "Queenside", schräg und mißtönend, wie weiland Charles Hayward bei This Heat. Die Annäherung an den RIO-Sound hatte wohl auch seine Ursache im Kontakt mit Fred Frith, der Ende der 7ziger nicht nur mit den Muffins auftrat, sondern diese auch als Begleitband für einen Teil seines "Gravity"-Albums engagierte. Die beiden unveröffentlichen, aus diesen Aufnahmesessions stammenden, Tracks ("Vanity, Vanity" und "Dancing …") sind eigentlich so gut, daß man sich wundert, daß sie nicht für das Album verwendet wurden. Die restlichen, zeitlich weiter zurückliegenden Tracks, sind im Stil eher an "Manna/Mirage" angelehnt, weniger kompliziert, keyboardorientierter und eher typisch Canterbury-inspiriert ("Not Alone"). Dabei sind auch zwei Gruppenimprovisationen ("Blind Arch", "In the Red"), wie sie in den Konzerten der Band in den 7zigern typischerweise vorkamen. Das schön aufgemachte Booklet der CD enthält diverse Fotos der Bandmitglieder und eine Bandhistorie, verfaßt von Steve Feigenbaum.

Eine schöne abwechslungsreiche CD, die eine interessante Phase in der Entwicklung der Band zeigt. Leute, denen "Chronometers" allerdings besser gefallen hat als "<185>", die mit RIO nicht viel anfangen können und schrägen Tönen im allgemeinen eher abgeneigt sind, sollten wohl lieber die Finger davon lassen!

Anspieltipp(s): Queenside, Not Alone
Vergleichbar mit: National Health, Henry Cow
Veröffentlicht am: 28.10.2002
Letzte Änderung: 13.12.2016
Wertung: 13/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von The Muffins

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1978 Manna/Mirage 12.00 1
1981 <185> 14.00 1
1993 Chronometers 11.00 1
2002 Bandwidth 8.50 2
2004 Double Negative 10.50 2
2010 Palindrome 12.00 1
2017 Secret Signals 1 13.00 1

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