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Edgar Froese

Epsilon In Malaysian Pale

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1975
Besonderheiten/Stil: instrumental; Elektronische Musik
Label: Virgin
Durchschnittswertung: 12/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Edgar Froese synthesizers,mellotron,modified organs

Tracklist

Disc 1
1. Epsilon In Malaysian Pale 17.00
2. Maroubra Bay 17.15
Gesamtlaufzeit34:15


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @ (Rezension 1 von 2)


Die Soloplatten von Edgar Froese wurden traurigerweise regelmäßig von Tangerine Dream-Veröffentlichungen überschattet, so auch seine zweite Scheibe "Epsilon in Malaysian Pale", die von der Ästhetik her als ein Teil der "Phaedra-Rubycon-Epsilon"-Trilogie bezeichnet werden könnte. "Epsilon in Malaysian Pale" zeigt Froeses Eindrücke nach der australischen Tangerine Dream- Konzertreise, und zwar im Bezug auf die dortige Flora und Fauna.

Also erfahren die australischen Urwälder und prächtigen Strände diese Mellotron-orientierte musikalische Umsetzung, die voller einfacher und zugleich beeindruckender Schönheit steckt. Die inzwischen beinahe klassischen Sequencer-Mellotron-Strukturen, die lyrischen Mellotron-Flöten, die zerbrechlichen Mellotron-Streicher, kurzzeitig auch Wellenrauschen oder Waldgeräusche lassen eine sonnendurchflutete Musiklandschaft entstehen, die den bekanntesten Tangerine Dream-Alben in nichts nachsteht. Nicht ohne Grund bezeichneten sowohl David Bowie als auch Björk "Epsilon in Malaysian Pale" als eine ihrer Inspirationen.

Die im Januar 2005 veröffentlichte, von Edgar Froese stark überarbeitete Version dieses Elektronik-"Klassikers" ist, zunächst einmal, nicht mehr eindeutig von Mellotron dominiert. Die Hauptrolle spielen nunmehr die digitalen Klangflächen, die zwischen bedrohlichen und warmen Sounds wechselnd, immer voluminös und atmosphärisch bleiben. Diese werden manchmal von Mellotronspuren begleitet, die offenbar bereits 1975 aufgenommen wurden. Bei derart stark veränderten Originalaufnahmen bleibt von den ursprünglichen Stücken nicht mehr viel übrig. So fehlen hier auch die kurz im Original auftauchenden Effekte, wie die tierischen Laute oder in der Ferne fahrenden Züge. Der Titeltrack beginnt immerhin mit einem interessanten Versuch, die ebengenannten Tierschreie digital nachzuempfinden. Auch interessant und 2004 dazugekommen : Die glockenähnlichen Strukturen, die den Sequencer auf "Maroubra Bay" begleiten.

Nachdem die elektronische Musik maßgeblich durch ihren Sound bestimmt wird, klingt die Neubearbeitung von 2004 größtenteils wie eine andere Aufnahme. Schade, dass man die beiden Versionen nicht auf einer CD genießen kann, zumal die CD mit Originalaufnahmen seit langer Zeit nur aus zweiter Hand zu haben ist.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: In der Originalversion von 1975 : mit Tangerine Dreams "Rubycon",z.T.auch "Phaedra"
Veröffentlicht am: 6.12.2002
Letzte Änderung: 15.1.2005
Wertung: 12/15

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 2 von 2)


Das zweite Soloalbum des Tangerine-Dream-Chefs ist ein echtes Kleinod elektronischer Musik. "Klein" im wahrsten Sinne des Wortes, kommt es doch auf gerade einmal 34 Minuten Spielzeit. Die aber sind angefüllt mit atemberaubender Schönheit.

Flugzeuggeräusche und das Zwitschern tropischer Vögel leiten das Titelstück ein, um rasch Platz zu machen für pastellfarbene, flötenartige Mellotron-Klänge, die sanft schwebende, bedächtig wogende Klangflächen produzieren. Nur kurzzeitig und dann auch nur dezent sorgen die für die "Berliner Schule" typischen Sequenzerpatterns für ein rhythmisches Element, größtenteils kommt dieses zarte, pastorale Klanggebilde ohne Rhythmuskomponente aus. Da wähnt man sich tatsächlich in einem unberührten tropischen Urwald, fernab jeglicher Zivilisation. Maroubra Bay folgt prinzipiell dem gleichen Aufbau, wirkt aber durch die eingesetzten Synthie-Klangbögen und die kräftiger klingenden Mellotron-Streicher klangvoller und mächtiger. Dazu gibt es hier mehr Sequenzer, so dass dieses Stück näher am Sound der klassischen Tangerine Dream ist.

Wie in der vorangehenden Rezension erwähnt, gab es auf CD lange Zeit nur eine stark überarbeitete, besser gesagt: nicht wiederzuerkennende Neubearbeitung dieser Musik. Mit der Veröffentlichung der Box SOLO (1974-1983) The Virgin Years können nun auch die originalen Versionen der ersten Froese-Alben wieder erworben werden.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 6.9.2013
Letzte Änderung: 6.9.2013
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Edgar Froese

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1974 Aqua 9.50 2
1976 Macula transfer 9.00 1
1978 Ages 10.00 1
1979 Stuntman 12.00 1
1982 Kamikaze 1989 10.00 1
1983 Pinnacles 11.00 1
1995 Beyond the Storm 7.00 1
2003 Introduction to the ambient highway (roaring cats and driving camels) 6.00 1
2003 Ambient Highway Vol.1 8.00 1
2003 Ambient Highway Vol.2 9.00 1
2003 Ambient Highway Vol.3 6.00 1
2003 Ambient Highway Vol.4 9.00 1
2012 SOLO (1974-1983) The Virgin Years 11.00 1

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