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Porcupine Tree

In Absentia

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2003
Besonderheiten/Stil: Independent / Alternative; Psychedelic
Label: Lava Records
Durchschnittswertung: 13.6/15 (5 Rezensionen)

Besetzung

Steve Wilson
Richard Barbieri
Colin Edwin
Gavin Harrison

Tracklist

Disc 1
1. Blackest Eyes 4:24
2. Trains 5:57
3. Lips Of Ashes 4:39
4. The Sound Of Muzak 4:59
5. Gravity Eyelids 7:57
6. Wedding Nails 6:33
7. Prodigal 5:33
8. .3 5:26
9. The Creator Has A Mastertape 5:21
10. Heartattack In A Laybay 4:16
11. Strip The Soul 7:22
12. Collapse The Light Into Earth 5:52
Gesamtlaufzeit68:19
Disc 2
1. Dronw With Me 5:23
2. Chloroform 7:16
3. Strip The Soul   (video edit) 3:35
Gesamtlaufzeit16:14


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 1 von 5)


Gut zweieinhalb Jahre Zeit ließen sich die Mannen um Steve Wilson für ihr neues Werk. Im Vergleich zum Vorgänger "Lightbulb Sun" sind auf "In Absentia" die britpoppigen Elemente in den Hintergrund getreten, dafür wirkt das Album insgesamt etwas härter, Steve Wilson lässt die Gitarre öfter mal richtig loskrachen. Titel wie das instrumentale "Wedding Nails" oder "The Creator Has A Mastertape" sind durchgehend von harten Riffs dominiert.

Aber es gibt auch immer noch die atmosphärischen, langsamen Stücke, in denen teilweise noch der Einfluss von Pink Floyd durchscheint. Dazu gehören das akustisch beginnende "Lips of Ashes", "Gravity Eyelids" mit TripHop-ähnlichem elektronischen Rhythmus und dezentem Mellotron-Chor oder das etwas flottere Stück mit dem seltsamen Titel ".3", das über einer von knackigem Bass dominierten rhythmischen Grundlage ambient-artige elektronische Klänge mit floydiger Gitarre und Streichern kombiniert. Auch "Prodigal" ist sehr atmosphärisch-floydig gehalten. Außerdem gibt es mit "Heartattack in a Layby" und "Collapse the Light into Earth" zwei sehr schöne Pianoballaden.

Oft werden heftige und atmosphärische Passagen auch im gleichen Song effektvoll kombiniert, wie in "Blackest Eyes", dessen eingängige Melodie mit schöner Mellotronuntermalung den Hörer gleich zum Auftakt des Albums mitreißt, oder "Strip the Soul", in dem sich ruhige Parts mit heftigen Gitarrenausbrüchen abwechseln.

Die europäische Version von "In Absentia" enthält noch eine Bonus-CD mit einer editierten Version von "Strip the Soul" sowie zwei weiteren Songs.

Insgesamt ein sehr gelungenes Album.

Anspieltipp(s): Lips of Ashes, Prodigal, Gravity Eyelids
Vergleichbar mit: Radiohead, Pink Floyd
Veröffentlicht am: 31.1.2003
Letzte Änderung: 31.1.2003
Wertung: 12/15

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Von: Christian Rode @ (Rezension 2 von 5)


Olaf hat mal gesagt, dass er gar nicht verstehe, wieso alle davon reden, dass Porcupine Tree auf In Absentia auf einmal so "hart" wären. Stimmt eigentlich. Harte, rockige Passagen hatten Porcupine Tree früher schon, auch auf den sehr melodiösen Vorgängeralben Stupid Dream und Lightbulb Sun. Aber die Gitarren klingen auf In Absentia einfach "böser".

Damit ist eigentlich auch schon das Wesentlichste benannt, was IN ABSENTIA von seinen Vorgängern unterscheidet. Forciert worden ist dabei dieses laut-leise-Spiel. Geblieben ist der Melodienreichtum, der an die guten, alten Beatles erinnert.

Mit In Absentia ist die Nabelschnur zu Pink Floyd ein Stück weiter durchtrennt, wenn auch nicht durchschnitten. Abgesehen vom Instrumental-Kracher Wedding Nails, das auf dem Album etwas deplatziert wirkt, im Konzert aber zündet, begeistert jeder der ausgefeilten Songs. Sei es der "böse" Gitarrensound im Opener Blackest Eyes, die sphärischen Gesangsharmonien bei Heartattack in a Laybay oder der etwas unterkühlte Prog-Pop von The Sound of Muzak - wieder reiht sich eine Songperle an die andere...

Anspieltipp(s): Blackest Eyes, Heartattack in a Laybay, The Sound of Muzak
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 9.4.2003
Letzte Änderung: 24.10.2009
Wertung: 15/15

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Von: Piotre Walter @ (Rezension 3 von 5)


Eigentlich ähnelt meine Rezie der von Jochen und kommt zu ähnlichen Schlüssen und Bewertung, aber da ich sie nun unabhängig davon schon geschrieben hatte, will ich sie nicht vorenthalten.

"IN ABSENTIA" - der neuste Output aus dem Hause Wilson und Co. bleibt in der Tradition der letzten 2 Studioalben und ist trotzdem anders. Auffällig ist die harte Rockgitarre, die in etwa der Hälfte der Songs dominiert.

"Blackest eyes" - ein kraftvoller, ungewöhnlich rockiger Opener, in dem der fetzige Gitarrensound aber doch mit typischen, ruhigen Gesangspassagen kontrastiert. "Trains" - ein anfangs folkiger Song mit schönem Acoustic-Gitarren-Solo; erst "Syd-Barrett-artig" mündet er in einem bombastigen Finale. "Lips of ashes" - sphärisch und psychedelisch, synthielastig, mir etwas zu spannungsarm. Mit "The sound of muzac" - ein "Volltreffer", malerische Gesangsparts (incl. eingängigem Refrain) und spannungsvolle Zusammenarbeit von E-Gitarre und Schlagzeug überzeugen; ein schönes E-Gitarren-Soli darf natürlich nicht fehlen. "Gravity eyelids" - wieder psychedelisch aber diesmal überzeugender und düsterer; in der Mitte des Songs wieder der frische und harte E-Gittarrensound, der das Album auszeichnet. Assoziationen wie "Large Tongues in aspic" oder "Soundgarden" kommen mir in den Sinn. Bei "Wedding nails" - gehts jetzt wirklich gittarrenbombastisch zur sache. Rockig, schräg, aggressiv, treibend. Auf die Liveversion in Aschaffenburg freue ich mich jetzt schon! Außer den obigen Assozationen, wie Independent-Gitarre oder King Crimson scheint der Sound auch eine Rück-Besinnung auf Alben wie "Sky moves sideways" zu sein.Toll. "Prodigal" - ist mal wieder eine Ballade im "ur-floydschen" Stil mit Bombastfinale. "3" -ruhiger, sphärischer song, in dem die Keyboards gegen Ende filmmusikartig dominieren. "The creator has a mastertape" - wieder ein absolutes Highlihght, verstörend und düster. Zu treibender Percussion und verzerrtem Gesang erfreut uns wieder die geile "Schrammel"-Gitarre. "Heartattack in a lay by" - für mich die überzeugenste Ballade; sehr ruhig, sehr dicht und traurig, synthielastig. "Strip the soul" - hat endlich ein bißchen Groove, hab ich doch etwas vermißt, kommt bluesrockig daher und erinnert mich etwas an KingsX und "frippsche" Gitarrenarbeit. "Collapse the light into barth" - ruhige Piano-Ballade zum Abschluß und noch ein paar (überflüssige?) Synthie-Geigenklänge,

Mit Empfehlungen bei P.T. bin ich vorsichtig. Für mich allerdings mit die überzeugenste moderne Progressive-Rock-Band. Das Album ist sicher weniger leicht verdaulich als z.B. "Lightbulp Sun" und viel weniger (brit-)popig. Die ruhigen Passagen erinnern an alte "Pink Floyd"-Sachen oder neue Ambient-Musik und hier dominieren Piano oder Keybords. Seine stärksten Momente hat das Album aber in den "hard-rockigen" Phasen. Seit dieser Scheibe muß man außer "Pink Floyd" doch auch "King Crimson" als beeinflussende Band hinzunehmen. Zu der harten, frechen Gitarre kombinieren PT auf diesem Album auch gerne elektronisch verfremdeten Gesang. Schön ist, daß PT sich treu bleiben ohne sich zu kopieren. Jedes Album, so auch "IN ABSENTIA" hat seine eigene Note.

Anspieltipp(s): Blackest Eyes, The sound of muzac, Wedding nails, The creator has a mastertape
Vergleichbar mit: Pink Floyd, King Crimson, (Soundgarden, Radiohead)
Veröffentlicht am: 6.5.2003
Letzte Änderung: 31.7.2013
Wertung: 13/15

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Von: Sebastian Mack (Rezension 4 von 5)


Also zunächst einmal folgende Frage an die Band: Was habt ihr mit diesem Cover bezweckt ?? Ihr macht doch keinen Death Metal, ihr zerstört auf der Bühne nicht eure Instrumente und ein Kaufgrund dürfte das erst recht nicht sein !!! Sowas bitte nicht nochmal...

Aber nun zur Musik: Ich sag nur SCHÖN !!! Ihr wollt Namen: „Trains“, „Heartattack In A Layby“, „Collapse The Light Into Earth“. Jawohl !! Einfach nur wunderschön...Balladen, die bei entsprechend hergestellter Beleuchtung (Kerzen !), einer Tasse heißem Tee oder einem schönen Glas Wein, wenn draußen das Wetter schlecht ist, die Welt retten und schöner machen ;-)

Aber auch der vermehrte Gitarreneinsatz steht „In Absentia“ gut ! Ich spreche mich nochmals dafür aus, das Porcupine Tree dadurch weder brutaler, aggressiver, noch härter/metallischer geworden sind; sie ergänzen ihren Sound nur damit, und zwar dort, wo es passt, z.B. im wunderschön mitzuträllernden Opener „Blackest Eyes“, der lange nicht so dunkel ist wie der Titel es verheißt.

Auch auf die für sie so typischen Songs wie „Lips Of Ashes“ und „The Sound Of Muzak“ (ein neues Shesmovdon) müssen wir nicht verzichten. Fazit: Nie war ein PT-Album schöner, beruhigender, geschlossener, spannender, mitreißender, besser... ;-)

Brilliant Jungs ! Ihr seit direkt in meine Alltime TOP 10 vorgestoßen !

Anspieltipp(s): Blackest Eyes, Trains, Collapse The Light Into Earth
Vergleichbar mit: Radiohead, Pink Floyd, Coldplay (Collapse The Light Into Earth)
Veröffentlicht am: 1.9.2003
Letzte Änderung: 1.9.2003
Wertung: 14/15

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Von: Thomas Kohlruß (Rezension 5 von 5)


Eine späte Rezension der "In Absentia"... Warum? Nun, irgendwie muss man sich die Wartezeit auf das neue Album "Deadwing" ja verkürzen ;-) Na ja, aber der eigentliche Grund ist: Dieser Tage ist mir die DVD-Audio von "In Absentia" auf den Tisch geflattert.

Zunächst noch ein paar Worte zu "In Absentia" an sich:

Etwas härtere Gitarren als gewohnt.... leiten den ersten Song ein, treten dann immer mal wieder auf dem Album zu Tage, vielleicht ein Ergebnis Wilson'scher Zusammenarbeit mit Opeth und OSI? Wer weiss... es kommt auf jeden Fall extrem gut. Darüberhinaus haben Porcupine Tree aber nichts verlernt und liefern packende und fesselnde Melodien am Stück ab. Dazu kommen verrückte Instrumentals, getragene Klänge, die an die floydigen Zeiten der Vergangenheit gemahnen und Steven Wilsons wunderbarer Gesang. Was nicht kommt sind Ausfälle... "In Absentia" enthält schlichtweg keinen schlechten Track. "Blackest Eyes", "The Sound of Muzak", "Gravity Eyelids", "Wedding Nails", ".3", "Strip The Soul"... alles kleine Meisterwerke. Und sogar die beiden Balladen gefallen mir sehr gut.

Porcupine Tree verbinden hier die britpoppigen Klänge der jüngeren Vergangenheit mit den floydig-getragenen Trips der Anfangszeit und mixen ein paar neue Einflüsse dazu. Heraus kommt das beste Porcupine Tree-Album bisher.

Jetzt also auch als DVD-Audio (5.1-Mix)... das Drama geht schon damit los, dass mein DVD-Player dieses Format nicht versteht. Ist aber nicht so schlimm, denn die DVD-A kommt zusätzlich noch mit einem DTS-Surround-Mix (5.1-Mix) und in PCM-Stereo (2.0-Mix). Damit dürfte also jeder ein Soundformat für sich finden, wobei sich der Stereo-Mix natürlich nicht von der 'normalen' CD unterscheidet.

Ich geniesse also den DTS-Mix. Der 5.1-Sound lässt die Musik von "überallher" an die Ohren schallen. Das kommt gerade bei heftigen Parts sehr gut... aber es ist sicherlich nicht essentiell für das Musikerlebnis, obwohl es schon wieder cool ist, wenn z.B. in ".3" die Band 'vor' einem, die Streichergruppe aber 'hinter' einem spielt.

Zu jedem Song gibt es genau ein Bild, welches die ganze Laufzeit über eingeblendet wird. Etwas langweilig würde ich sagen, hier wurden die Möglichkeiten des Mediums ein bisschen verschenkt. Wenn schon nicht kleine Videos pro Song gedreht wurden, dann wäre wenigstens eine Slide-Show oder so nicht schlecht gewesen.

Eine DVD hat natürlich mehr Platz als eine CD, also gibt es noch ein paar Zugaben:

Es gibt (wie auf der Zusatz-CD von "In Absentia") drei Bonus-Tracks, dabei sind mit "Drown In Me" und "Chloroform" zwei bekannte Titel vertreten. Mit "Futile" gibt es einen neuen Track. "Futile" erweist sich als heftiger Psychedelic-Rocker mit harter Gitarre und Boller-Bass im Stile von "Strip The Soul". Ein guter Bonus-Track!

Dazu gibt es noch Videos von "Strip The Soul", "Blackest Eyes" und "Wedding Nails". Dabei kann besonders "Strip The Soul" als wahrhaft morbides Mini-Horror-Epos beeindrucken. In "Blackest Eyes" kann man die Band (nebst Gastgitarrist John Wesley) bei einem Liveauftritt bewundern.

Zwei Bilder-Gallerien (einmal die Bilder, die schon bei den Songs eingeblendet waren, einmal Bilder von Liveauftritten), die Song-Lyrics zum mitlesen und eine ausführliche Band-Bio runden das Bonus-Material ab.

Nett gemacht diese DVD-Audio, für mich sind die zusätzlichen Möglichkeiten dieses Mediums allerdings kein Grund darauf umzusteigen... eher was für Freaks ;-)

Anspieltipp(s): Gravity Eyelids, Strip The Soul, Wedding Nails
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 26.3.2005
Letzte Änderung: 1.4.2005
Wertung: 14/15
Bewertung für die Musik von "In Absentia" ohne Beachtung technischer Formate ;-)

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Porcupine Tree

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1992 On the Sunday of Life... 7.67 3
1993 Up The Downstair 11.00 3
1994 Moonloop EP 10.00 1
1995 The Sky Moves Sideways 11.00 4
1996 Signify 10.67 3
1996 Waiting (Single) - 1
1997 Coma Divine 12.00 3
1998 Voyage 34 9.00 4
1999 Stupid Dream 11.25 4
1999 Pure narcotic (Single) - 1
1999 Stranger by the minute (Single) - 1
1999 Piano lessons (Single) - 1
2000 Shesmovedon (Single) - 1
2000 4 chords that made a million (Single) - 1
2000 Lightbulb Sun 13.00 5
2001 Metanoia 8.67 3
2002 Stars die 11.00 2
2002 Recordings 12.00 2
2003 XM 12.00 1
2004 Warszawa 10.50 2
2005 XMII 11.00 1
2005 Deadwing 9.89 10
2005 Lazarus (Single) 10.00 2
2006 Arriving Somewhere... (DVD) 12.67 3
2006 Rockpalast 11.00 1
2007 Nil Recurring EP 11.50 4
2007 Fear of a Blank Planet 9.71 7
2008 We lost the skyline 8.00 1
2009 The Incident 10.25 4
2010 Anesthetize (DVD) 11.50 2
2012 Octane Twisted 12.00 1

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