SUCHE
Erweiterte Suche
NEUE REZENSIONEN
17.8.2018
Between the Buried and Me - Automata II
15.8.2018
Fabio Frizzi - Manhattan Baby
Goad - Landor
14.8.2018
The Muffins - Secret Signals 2
Node - Node Live
Anubis - Different Stories
13.8.2018
Visitor 2035 - Visitor 2035
12.8.2018
Thunkfish - Renegades
11.8.2018
Malady - Toinen toista
Douze Alfonso - Under
The Muffins - Secret Signals 1
Eugen Mihăescu - Guitaromania Part Two
10.8.2018
Influence X - Quantum Reality
Arena - Double Vision
Gargle - Wading in Shallow Waters
Time Collider - Travel Conspiracy
Michael Romeo - War of the Worlds, Part I
9.8.2018
Ring Van Möbius - Past The Evening Sun
ARCHIV
STATISTIK
24838 Rezensionen zu 17013 Alben von 6632 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

Peter Blinne

Deep Space Mine

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2002
Besonderheiten/Stil: HardRock
Label: Eigenverlag
Durchschnittswertung: 6/15 (1 Rezension)

Besetzung

Peter Blinne guitar, bass, drum-edit, keys, backing vocals
Winus Rilinger sounds, mix, keys
Rainer Eckert lead and back vocals
Wolfgang Deuchert lead and back vocals
Sarah Reißbach vocals
Sophia Blinne vocals, voice
Ingo Stuhldreier add. keys
Uli Beutgen add. keys
Stefan Pehlke rhythm-guitar

Tracklist

Disc 1
1. D.S.Mine 2.16
2. Invincible heroes 7:42
3. Lucky's strike 3:42
4. Judgement day 9:30
5. Gluck's peace 5:55
6. Two little people 3:06
7. For god's sake 6:00
8. Into my dreams 4:24
9. Thank you 4:17
Gesamtlaufzeit46:52


Rezensionen


Von: Georg Heep


Der Multiinstrumentalist Peter Blinne aus Mühlheim a. d. Ruhr scheint kein Freund von Traurigkeit zu sein. Was schon der Titel seiner ordentlich selbstproduzierten CD - "Deep Space Mine" - verrät, findet seinen ersten Höhepunkt in dem völlig schrägen CD Cover, auf dem der Kopf des Komponisten seinen Platz als Steinformation vor einer felsigen Caspar David Friedrich - Küste mit angedockten Kugelraumern gefunden hat. Die etwas unscharfen Graphiken des Booklets stellen dann eine Mischung aus den "Heavy Metal"-Comics und den Bildern von J. Bruck dar. Sie sind voll von vollbusigen Fantasy-Queens, gehörnten Unterweltwesen und mutigen Rittern. Wenn Herr Blinne dann noch verschmitzt von "hinter der CD" hervorgrinst und im Einleitungskapitel des Booklets uns Hörer auffordert: "For God's sake and what the fuck: Listen!", dann ist klar, daß man sich entweder auf Blinnes Humorlevel hinaufschwingen muß, oder man wird mit seiner CD keinen Spaß haben.

Musikalisch bietet "Deep Space Mine" ehrlichen Rock, den es nicht kümmert, daß sich mitunter Klischee an Klischee reiht. Die Melodien, die Gitarrenriffs, die Spannungsbögen, alles ist ziemlich vorhersehbar, aber spätestens ab dem dritten Lied stört es einen eigentlich gar nicht mehr. Man merkt, hier macht niemand auf extra kompliziert oder anspruchsvoll (wobei ich mir natürlich kein Urteil über das Können von Peter Blinne an seinen diversen Instrumenten erlauben möchte!), sondern hier hat der Meister ein paar ihm bekannte Musiker eingeladen, um seine musikalischen Ideen einzuspielen. Die vielen abgebildeten Menschen verschiedenen Alters machen die ganze Angelegenheit zusätzlich irgendwie familiär. Wem's gefällt, der soll nun zuhören. Die anderen werden nicht dazu gezwungen und sollen daher auch nicht meckern.

Wenn man das Kritisieren dennoch nicht lassen kann, dann bietet einem vielleicht der Drumcomputer Anhaltspunkte. Dieser nimmt unter anderem dem schnörkellosen Rocker "Lucky's Strike" - ein weiterer Brüller aus dem mühlheimer Humoruniversum - einiges an Spannung. Auch die Gesangsleistungen sind höchstens durchschnittlich. Aber so sollte man nicht an diese CD herangehen. Vor diesem Hintergrund erscheinen mir auch Vergleiche mit irgendwelchen Prog-Bands eher gezwungen. Vielmehr sollte man einfach anerkennen, daß z.B. das eröffnende "Invincible heroes", in dem Sonne, Mond und andere Himmelsbewohner mit der Stimme verschiedener Sänger und Sängerinnen zu Wort kommen, nicht zuletzt durch geschickt eingesetzten Sprechgesang amosphärisch mehr als in Ordnung geht. Auch das vielseitige und überlange "Judgement day" setzt sich schnell im Ohr fest. Die rockigen Lieder ("Two little people") gehen prima nach vorne los und sind mit eingängigen Melodien ausgestattet. In den ruhigen Tracks darf man sich dagegen in zuckersüßem Keyboardbombast suhlen (Ausprobieren in "Thank you"!).

Davon abgesehen, auf Textzeilen wie "He's fucking his brain out off his head - and think about health? He forgets ..." möchte man doch nicht verzichten, oder?

Also, wer den Spaß am guten alten Rock zu verlieren fürchtet, sollte sich den Namen Peter Blinne merken. Mir hat "Deep Space Mine" nach anfänglichem Stirnrunzeln doch jede Menge Freude bereitet. Commander Sisko, Quark, Odo und Co. würden mir wohl schmunzelnd zustimmen.

Anspieltipp(s): Judgement Day
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 3.2.2003
Letzte Änderung: 4.7.2018
Wertung: 6/15

Zum Seitenanfang

Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Peter Blinne

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2018 Star Tracks 8.00 1

Zum Seitenanfang

© 1999-2018; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Datenschutzerklärung - Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum