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801

Live

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1976 (CD-Reissue 1999, Expression records)
Besonderheiten/Stil: ArtPop
Label: EG Records
Durchschnittswertung: 12/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Phil Manzanera Guitar
Brian Eno Vocals,Synthesizer,Guitar,Tapes
Bill MacCormick Bass,Vocals
Simon Phillips Drums,Rhythm Box
Francis Monkman Fender Rhodes,Clavinet
Lloyd Watson Slide Guitar,Vocals

Tracklist

Disc 1
1. Lagrima 2:34
2. T.N.K. (Tomorrow never knows) 6:08
3. East of Asteroid 4:56
4. Rongwrong 5:04
5. Sombre Reptiles 2:52
6. Golden Hours   (Bonustrack Expression-Reissue) 4:34
7. Fat Lady of Limbourg   (Bonustrack Expression-Reissue) 5:54
8. Baby´s on Fire 4:59
9. Diamond Head 6:17
10. Miss Shapiro 4:18
11. You really got me 3:21
12. Third Uncle 5:09
Gesamtlaufzeit56:06


Rezensionen


Von: Dirk Reuter @ (Rezension 1 von 2)


Beim ersten Auflegen der damals noch als Vinyl erworbenen Scheibe dachte ich zunächst: Fehlpressung, nichts zu hören. Aus weiter Ferne drang plötzlich ein leises Rauschen und eine Schiffssirene an mein Ohr, dann die ersten Töne einer E-Gitarre. - "Lagrima", das Intro zu einer der besten Live-Platten der 70er. Nach etwa zweieinhalb Minuten setzen Enos Synthesizer und Monkmans Keyboard ein und das Stück heißt "T.N.K"., oder, wie im Original bei den Beatles "Tomorrow never knows". Enos Gesang und der Bass von Bill MacCormick geben dieser Version einen betont lässigen Touch bis das Drumgewitter, für das der junge Simon Phillips verantwortlich zeichnet, einsetzt. Wild !

Weiter geht´s mit "East of Asteroid", einer Mixtur aus Manzaneras "East of Echo" und "Mummy was an asteroid, daddy was a small non-stick kitchen utensil", einem Stück, das MacCormick für die mit Manzanera, Eno, Dave Jarrett und Charles Hayward betriebene Band "Quiet Sun" geschrieben hatte.Auch hier hat Phillips gegen Ende des Instrumentals wieder Gelegenheit, seine Sticks über die Felle wirbeln zu lassen, wie er es heutzutage nach seinem Wechsel in eher jazzige Gefilde nur noch selten bis überhaupt nicht mehr tut. Nahtlos geht das ganze über in einen weiteren Quiet-Sun-Song, ein ruhiges Stück namens "Rongwrong", geschrieben vom damaligen Drummer der Band, Charles Hayward. Verbflüffend, zumal gerade hier das Schlagzeug dezent im Hintergrund bleibt und die Bühne vor allem der Slide-Guitar überlässt. Diese wird gespielt von Lloyd Watson, einem Musiker, der mir nach diesem Album niemals wieder zu Ohren gekommen ist und vorher lediglich auf je einem Album von Eno und Roxy-Music-Saxophonist Andy Mackay zu hören war.

Beendet wird der erste Teil mit Enos "Sombre Reptiles" von dessen "Another Green World". Mit "Baby´s on Fire", "Miss Shapiro"und "Third Uncle" sind noch drei weitere Eno-Stücke vertreten, die fast schon revolutionär zu nennen sind. "Baby´s on Fire", hektisch dargeboten, wirkt fast ein wenig deplaziert neben dem filigranen, schwebenden Instrumental "Diamond Head". "Miss Shapiro" und "Third Uncle" rahmen den Kinks-Klassiker "You really got me" ein, der in der Version dieser begnadeten Musiker noch kraftvoller wirkt als das Original. Das Publikum ist begeistert. Das gleichfalls nervöse "Third Uncle" beendet das Album. Doch wer die schnellen Stücke nur als eine Art Verbeugung vor der gerade aufkommenden Punk-Bewegung sieht, darf nicht vergessen, dass das "Hauptwerk" der Punk-Bewegung - "Never Mind the Bollocks" von den Sex Pistols - erst im folgenden Jahr erschienen ist.

Fazit: Auch wenn dieses Live-Werk nicht die überragende Qualität der nachfolgenden Studio-Produktion "Listen now" erreicht, ist der Kauf dringend zu empfehlen. Auch Proggies, die selbst mit den frühen Roxy Music nichts anfangen können, Eno und Manzanera aber für zumindest interessante Musiker halten, sollten unbedingt ein Ohr riskieren.

Anspieltipp(s): T.N.K.,Rongwrong, Diamond Head
Vergleichbar mit: Eno, Phil Manzanera, Quiet Sun
Veröffentlicht am: 19.7.2003
Letzte Änderung: 19.7.2003
Wertung: 13/15

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Von: Achim Breiling @ (Rezension 2 von 2)


Mit sägenden, extrem verzerrten Gitarrentönen geht "Live" von 801 sehr beeindruckend los. "Lagrima" ist eigentlich der erste Teil von "Sol Caliente", dem ersten Stück auf "Mainstream" von Quiet Sun. Daß dann nicht der Rest von "Sol Caliente" kommt, sondern "Tomorrow Never Knows" der Beatles, hat mich ein wenig enttäuscht, fast verärgert, als ich das Album zum ersten mal gehört habe. Doch macht diese druckvolle und schräge Coverversion so viel Spaß, daß sich meine Stirnrunzeln schnell geglättet haben. Als dann "East of Asteroid" aus den Boxen stürmte, war ich mit der Scheibe vorerst versöhnt. Das Stück ist ein ausgesprochen abwechslungsreiches und energiegeladenes Canterbury-Jazzrock-Konglomerat, in dem insbesondere Manzanera, Phillips und MacCormick ihre virtuosen Fähigkeiten zur Schau stellen können. "Rongwrong", ebenfalls von "Mainstream", habe ich dann allerdings kaum wiedererkannt. Ein entspannter Popsong ist aus dem Stück geworden, dominiert von der Slide-Gitarre und dem Gesang, der mir, eher hoch und wackelig, ziemlich auf die Nerven geht.

Danach übernimmt Brian Eno das Kommando. Gleich vier Nummern aus seiner Feder folgen aufeinander. "Sombre Reptile", "Golden Hours", "Fat Lady Of Limbourg" und "Baby's On Fire". Nach Manzaneras getragenem, etwas unspannendem Instrumentalstück "Diamond Head" gibt es später, neben "You Really Got Me" von den Kinks, noch zwei weitere Eno-Stücke. "Golden Hours" und "Fat Lady Of Limbourg" sind Bonustracks des CD-Reissues von Expression Records, die nicht auf der ursprünglichen Virgin-Ausgabe des Albums zu finden waren.

Dirk bezeichnet zumindest drei von Enos Kompositionen weiter oben als revolutionär. Nun ja, 1976 haben diese Stücke wohl einiges vorweggenommen, was später im Jahrzehnt u.a. mit dem Schubladenbegriff New Wave versehen werden sollte. So richtig vom Hocker fegen mich diese Nummern aber nicht. Das sind meist recht glatte, banal wirkende Art-Pop-Songs, die aber zugegebenermaßen interessant arrangiert sind. Man muß den Beteiligten, die ausgesprochen engagiert und druckvoll zu Gange sind, auch eine hervorragende Instrumentalbeherrschung bescheinigen, so daß mir diese Nummern dann doch erstaunlich gut gefallen, wenn sie mich auch nicht ganz so begeistern wie das "Live"-Publikum. "Third Uncle" hat in der Tat Punk-Flair und kommt ziemlich rotzig daher. Ein schöner Abschluß der Scheibe, auch wenn die Nummer (nur auf der Expression Records Ausgabe?) leider ausgeblendet wird!

"Live" ist eine Platte, die stark anfängt, dann aber etwas nachläßt. Ich hätte mir mehr Quiet Sun-Stücke gewünscht und einen weniger dominanten Brian Eno. Eine tolle Live-Scheibe ist das Album aber trotzdem und ich schließe mich daher Dirks letztem Satz im Großen und Ganzen an: Reinhören!

Anspieltipp(s): East of Asteroid, Third Uncle
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 9.8.2005
Letzte Änderung: 28.12.2012
Wertung: 11/15

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1977 Listen now! 15.00 1

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