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The Moody Blues

Seventh Sojourn

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1972
Besonderheiten/Stil: ArtPop; Klassischer Prog; Rock / Pop / Mainstream; Psychedelic
Label: Threshold/Polydor
Durchschnittswertung: 7.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Justin Hayward Guitar, Vocals
John Lodge Bass, Guitar, Vocals
Michael Pinder Keyboards, Vocals
Ray Thomas Bass, Flute, Vocals
Graeme Edge Drums

Tracklist

Disc 1
1. Lost In A Lost World   (Pinder) 4.41
2. New Horizons   (Hayward) 5.10
3. For My Lady   (Thomas) 3.57
4. Isn't Life Strange   (Lodge) 6.10
5. You And Me   (Edge/Hayward) 4.20
6. The Land Of Make-Believe   (Hayward) 4.50
7. When You're a Free Man   (Pinder) 6.05
8. I'm Just A Singer (In A Rock And Roll Band)   (Lodge) 4.17
Gesamtlaufzeit39:30


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 1 von 2)


"Seventh Sojourn" ist nach meiner Zählung die achte Platte der Moody Blues - allerdings die siebte in der "klassischen" Besetzung, vielleicht rührt daher der Titel. Gleichzeitig war es ihre letzte Veröffentlichung vor einer fünf Jahre währenden Trennung, und wenn man sich "Seventh Sojourn" anhört, kann man nur sagen: es wurde Zeit. Aber das hätte man eigentlich schon beim Vorgänger "Every Good Boy Deserves Favour" sagen können. Denn wie dieser besteht "Seventh Sojourn" hauptsächlich aus schmalzigen Balladen. Lediglich die von Keyboarder Mike Pinder komponierten Stücke "Lost in a Lost World" und "When You're a Free Man", letzteres mit leichten Blues-Einflüssen versehen, heben sich durch fehlenden Schmalzfaktor und symphonische Anleihen, inklusive kräftiger Mellotroneinsätze, positiv vom Rest des Albums ab.

Wie beim Vorgänger gilt auch hier: jedes beliebige Moodies-Album aus den Jahren 1967 bis 1969 ist diesem hier vorzuziehen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 24.4.2004
Letzte Änderung: 27.4.2004
Wertung: 5/15

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Von: Christian Rode @ (Rezension 2 von 2)


Mit „Seventh Sojourn“ beenden die Moodies ihren Lauf der klassischen Phase von 1967 bis 1972, deren Niveau die Band nie wieder erreichen sollte. Dies lag auch am ganz speziellen Sound jener Jahre, der durch eine sinfonische Psychedelic geprägt war. Die Besonderheit an „Seventh Sojourn“ ist dabei auch, dass hier erstmals kein Mellotron zum Einsatz kommt, sondern das dem Mellotron verwandte Chamberlain. So heißt es in den Worten von Justin Hayward im Begleitheft der remasterten Neuauflage: „We‘d found a great replacement for the Mellotron, an American instrument called the Chamberlain. It worked on the same principle as the Mellotron, but had much better quality sounds – great brass, strings and cello and so on.“ Das hört man auch, denn die Chamberlain-Sounds gehen wieder stärker in Richtung klassischer Instrumente wie auf dem Debut hörbar.

Nichtsdestotrotz geben die Moodies, die sich zu dieser Zeit auch bereits nicht mehr wirklich grün waren, noch einmal eine gute Abschiedsvorstellung. Für ein Album aus dem Jahr 1972 ist die Psychedelic noch erstaunlich präsent, was allerdings auch als Zeichen der Antiquiertheit und Überlebtheit der Moodies gelesen werden kann. Manche Stücke sind soundmäßig auf der Höhe der Zeit oder ihr vielleicht sogar voraus (Lost in a Lost World, New Horizons, When you‘re a free Man), andere wirken typisch Moody Blues wie aus der Zeit gefallen und verzopft (For my Lady, The Land of Make Believe) oder modernisiert psychedelisch (Isn‘t Life strange). Und etwas alte, aber flotte Hippie-Seligkeit ist auch wieder dabei (You and me, I‘m just a Singer).

Mit „Lost in a Lost World“ ist der vielleicht stärkste Song der Band vertreten und der Rest klingt auch zumindest passabel. „New Horizons“ kann als früher Soft Rock gehört werden, wie er später auch wieder von Alan Parsons aufgegriffen worden ist. Und die Ansätze leichtverdaulicher Klassikuntermalung (ohne hehren Kunstanspruch a la Emerson Lake and Palmer) hat später das Electric Light Orchestra dankbar aufgegriffen. Das Album steht vielleicht etwas unentschieden zwischen den Jahrzehnten, aber es strahlt noch den Charme der alten Moodies aus. Und die Kompositionen gehören melodisch mit zum Besten, was von den Moodies je zu hören war.

Die Bonus-Tracks der remasterten Ausgabe sind längere Versionen von „Isn‘t Life strange“ und „You and me“ (instrumental), eine Instrumentalversion von „Lost in a lost World“ sowie das sinfonisch-wehmütige, leicht bondige „Islands“, das ebenso wie „New Horizons“ sehr gut zum leicht modernisierten Sound der beginnenden 70er passt.

Anspieltipp(s): Lost in a Lost World, New Horizons, You and me, When you're a free Man
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 16.3.2017
Letzte Änderung: 16.3.2017
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von The Moody Blues

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1967 Days of Future Passed 9.25 4
1968 In Search of the Lost Chord 9.00 3
1969 To Our Children's Children's Children 9.00 1
1969 On the Threshold of a Dream 10.00 1
1970 A Question of Balance 9.00 2
1971 Every Good Boy Deserves Favour 7.00 3
1974 This Is The Moody Blues - 2
1977 Caught Live + 5 7.00 1
1978 Octave 3.33 3
1981 Long Distance Voyager 8.00 2
1983 The Present 4.50 2
1985 Voices in the Sky - 1
1988 Sur La Mer 3.00 1
1991 Keys Of The Kingdom 2.00 1
2005 Gold - 1
2007 Live at the BBC 1967-1970 8.00 1
2010 Threshold of a Dream - Live at the Isle of Wight Festival 7.00 1

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