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Ad Infinitum

Ad Infinitum

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1998
Besonderheiten/Stil: Neoprog; RetroProg
Label: Kinesis
Durchschnittswertung: 5.67/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Todd Braverman keyboards, guitar, bass, Taurus pedals
Craig Wall guitar, bass, background vocals
Goose lead and background vocals, percussion
Ilan Goldman keyboards, lead and background vocals
Don DiPaolo drums

Tracklist

Disc 1
1. Ad Infinitum 8:26
2. Immortality 7:02
3. Waterline 11:00
4. Physician Heal Thyself 4:25
5. A Winter's Tale 10:22
6. Rain Down 5:21
7. Overland 8:43
8. All Hallows Eve 8:29
9. Neither Here Nor There 11:19
10. Ad Infinitum (Reprise) 2:27
Gesamtlaufzeit77:34


Rezensionen


Von: Udo Gerhards (Rezension 1 von 3)


"Ad Infinitum" ist ein amerikanisches Projekt, das - wie uns das Booklet belehrt - mit dem expliziten Ziel gegründet wurde "to recreate an early 70's progressive rock album". Ob das Unternehmen erfolgreich war, verrät uns hoffentlich der folgende Song für Song Mitschrieb meiner Walkman-Session mit dem Album in IC 611 "Drachenfels" Koblenz-Heidelberg (45 Minuten Verspätung):

1.Den Anfang kenne ich doch irgendwo her... Ach ja, "Shine On You Crazy Diamond". Zum Rest des Songs: schlepp, schlepp 'Ahd Infeineitem dumdidumdidum' schrammel schlepp schlecht gestimmter Synthie in uninteressantem Solo schlepp

2.Dutzendware amerikanischer Poprock, Marke Collegeradio, plötzlicher Stilwechsel: akustisches Gezupfe Marke Genesis

Oh Mann, der 'halbleeres Glas' Typ in mir sagt: 'schon fünfzehn Minuten rum und bis jetzt nix passiert... Oh Gott, Langeweile', der 'halbvolles Glas' Typ in mir erwidert: 'erst fünfzehn Minuten rum, kann ja nur besser werden'

3.Midtempo schlepp schlepp schlepp Prog? Ach ja, ein aufdringlich heulender MiniMoog, leichte Bombasttendenzen und ein Zwischenspiel mit Orgelarpeggios, war da nicht mal ein 7/4 zwischendurch?

4.Intro Marke Genesis, danach (tataa) Midtempo schlepp: Intro Strophe Refrain Git-Solo über Strophenakkorden Refrain kurze Reprise Intro

5.Guckida: ein 15/8-Intro. Horch auf... Schwupps, vollkommen unmotiviertes Umschalten in anderen Rhythmus und anderes Tempo. Und wohin? Dreimal raten nicht notwendig: Midtempo schlepp. Meine linke Hand schnellt zum >>ff>>-Knopf, meine rechte Hand gibt ihr noch rechtzeitig einen Klaps: ich will doch eine Rezi schreiben, und was tut man sich für die Babyblauen Leser nicht alles an... z.B. ein weiteres Zwischenspiel Marke Genesis. Oh Gott, erst eine gute halbe Stunde rum? Unglaublich.

6.Huch, was ist das? Heftig krachiges freies Gitarren-Gekoppele? Posaune??? Falscher Alarm: nur der Rest der "Shub Niggurath"-Platte, die vorher auf der Kassette war. Gottseidank, denn das heisst, die erste Seite ist gleich rum. Jetzt aber, zweite Seite, nächstes Stück: Schrammel akustisch, schrammel akustisch, Damdadadam Midtempodrums setzen ein. Hat der Gitarrist vor der Aufnahme dieses Solos zuviel getrunken oder haben sie vergessen, ihm die Backingtracks einzuspielen: schiep schiep "Rain rain rain down rain rain rain down just let it rain just let it rain". Ja bitte, lass es regnen.

7.Flottes Intro, aha, mal schauen, wie lange...Midtempo, endlich. Immerhin 7/4... akustisch sanftes Zwischenspiel Marke Genesis, nur ohne nennenswerte Melodie, äh, Moment, auf einmal sind wir in einem vollkommen anderen Stück... Langsamer Walzer, oder was?

Huch, die Batterieanzeige des Walkman springt auf "empty"? Schade, schade, schade. Mal sehen, wie lange die Akkus noch mitmachen. Obwohl, wahrscheinlich würde ich die fehlenden 20 Minuten eh nicht durchhalten, und ausserdem ist mein Blatt voll. Egal, denk an Deine Leser. Vielleicht wird ja doch, was lange währt endlich mal gut.

8.Mal was neues: Gitarrengezupfe Marke Genesis. Draussen ein Jet im Landeanflug auf Frankfurt? Zupf zupf Nackenheim zieht vorbei zup zupf, ah, das ist ja der Rhein wieder zup zupf Mellotronchor zupf, Nierstein, welch dämlicher Ortsname zupf zupf Chor Suzuki Möbelcenter zupf zupf fade out

9.Intro zupf zupf "falling asleep at the wheel" Hammond-Arpeggio Hammond-Arpeggio Hammond-Arpeggio WHOOooooooooo Batterie alle, wie schade.

Also, das Urteil steht für mich fest: Ziel verfehlt, bei weitem. Sowohl von Atmosphäre als auch von Sound als auch von schlichter Beherrschung der Instrumente und kompositorischer Originalität gibt es hier nix, was auch nur annähernd an eines der klassischen Frühsiebziger Progalben heranreicht. Oder ich kenne einfach nur die falschen Siebziger-Jahre-Platten...

Bitte glaubt mir: "Ad Infinitum" ist ein Sack voll uninteressanter Stücke voller unbemerkenswerter Melodien und gottlob seltener nichtssagender Soli. Inzwischen habe ich noch einigemale versucht, mir die CD nochmal anzuhören, aber immer mittendrin gelangweilt und genervt aufgegeben. Die ganzen Leute auf Prog Net, die dem Album 4 oder mehr von 5 Sternen gegeben haben, müssen eine andere Platte gehört haben. Finger weg von diesem Beschiss!

Naja, irgendwie ist es ja auch beruhigend, dass ein paar Mellotron- und Hammond-Samples, geliehener MiniMoog und Moog Taurus, zwölfsaitige Gitarre und ein Roger Dean-Cover noch kein gutes Prog-Album machen. Wenn Ihr wirklich ein Album mit wunderschönen Melodien, guten Instrumentalleistungen, tollem Sound, drückendem Bombast und Siebziger Jahre Feeling wollt, kauft Euch lieber ne "Flower Kings"-Platte.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 1.4.2002
Letzte Änderung: 7.9.2002
Wertung: 2/15

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Von: Horst Straske @ (Rezension 2 von 3)


Da der Udo diesem Album nur zwei mickrige Pünktchen gibt, ist es jetzt wirklich Zeit, daß noch eine andere Meinung zu diesem Album veröffentlicht wird. Es handelt sich meiner Meinung nach um eine der interessantesten Veröffentlichungen der letzten Jahre. Natürlich wird das Niveau der Flower Kings bei weitem nicht erreicht. Mit den meiner Meinung nach mittlerweile etwas überbewerteten Spock´s Beard ist man auf alle Fälle auf einer Stufe. Man hat sich für den idealen Mittelweg zwischen Neo-Prog und 70er Jahre Prog entschieden. Somit steckt man die britischen Neo-Prog-Bands locker in die Tasche. Natürlich sind die alten Keyboardsounds lediglich gesampled und man erreicht nicht die Qualität der Vorbilder. Insofern sind Udos Kritikpunkte nicht ganz unberrechtigt. Aber welche Band ist hierzu überhaupt in der Lage?

Auf jeden Fall sollte man mit Ad Infinitum nicht zu hart ins Gericht gehen. Meiner Meinung nach handelt es sich um ein Album ohne irgendwelche Ausfälle. Somit präsentiert man überwiegend hervorragende Melodien und transferiert den Geist der guten 70er Jahre optimal in die Gegenwart.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 11.5.2002
Letzte Änderung: 6.7.2003
Wertung: 10/15

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Von: Jochen Lohr @ (Rezension 3 von 3)


Ich muss mich eher Udo anschließen: es ist definitiv mühevoll, diese Platte bis zum Schluss durchzustehen. Mögen die Stücke für sich noch größtenteils akzeptables Füllmaterial für das Gros der Neo- und Retroprog-Bands abgeben, lässt die Summe an extrem gleichförmigen, unspektakulären, ideenlosen und anbiedernd kitschigen Nummern über satte 80 Minuten die Augenlider früher oder später selbst nach mehreren Tassen Kaffee herunterklappen. Höhepunkte Fehlanzeige! Warnung! Nicht beim Autofahren hören, es besteht chronische Einschlafgefahr.

Anspieltipp(s): A Winter's Tale
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 4.3.2004
Letzte Änderung: 3.8.2011
Wertung: 5/15

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