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Goblin

Roller

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1976
Besonderheiten/Stil: instrumental; Klassischer Prog
Label: Cinevox
Durchschnittswertung: 10.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Massimo Morante Guitars
Fabio Pignatelli Bass
Claudio Simonetti Organ, Piano, Clavinet, Minimoog, Logan String Machine
Agostino Marangolo Drums, Percussion
Maurizio Guarini Piano, Pianet, Moog, Clarino, E-Piano

Tracklist

Disc 1
1. Roller 4:38
2. Aquaman 5:22
3. Snip-Snap 3:37
4. Il risveglio del serpente 3:27
5. Goblin 11:10
6. Dr Frankenstein 6:00
Gesamtlaufzeit34:14


Rezensionen


Von: Achim Breiling @ (Rezension 1 von 2)


"Roller" war das zweite Album der italienischen Formation Goblin und ist eine ihrer wenigen Produktionen, die nicht in irgendeiner Weise mit einem Filmprojekt verbunden war. Trotzdem erweckt dieser Instrumentalprog bei mir den Eindruck, als würde es sich um einen Soundtrack handeln.

Musikalisch wird hier durchaus Ansprechendes geboten. Eine Mischung aus Floydigem Rock, eher unspektakulärem Instrumentalprog à la Camel ("The Snow Goose") oder Mike Oldfield ist das meist, getragen von den typischen Keyboardklänge der Mitsiebziger und angereichert mit einen Schuss funkigem Jazzrock. Das Ganze ist erstklassig produziert, und auch die Musiker beherrschen durchaus ihre Instrumente. Trotzdem stellt sich bei mir keine rechte Begeisterung ein.

Die Musik plätschert klangvoll dahin, ohne wirkliche Höhepunkte, ohne grosse Tempoveränderungen und ohne Ecken und Kanten. Ein paar zeittypische Elektronikeffekte lockern das Ganze auf. Mal stolpert die Musik getragen-symphonisch dahin ("Roller"), mal hallt die Gitarre sehr Floydig ("Aquaman"), mal gibt es recht glatte Fusion zu hören ("Snip-Snap"), mal dümpelt die Musik beschaulich und pianogetragen dahin ("Il risveglio del serpente"). Einzig im Longtrack wird es etwas spannender, kommt Schwung auf, der sich auch ins abschliessende "Dr Frankenstein" herüberretten kann, dessen letzte zwei Minuten - mit wummerndem Bass, hektischen, Emerson-artigen Synthesizerläufen und glockigen Keyboardklängen - wohl zum Spannendsten auf dieser Scheibe gehören.

Etwas fehlt dieser Platte. Sie wirkt auf mich wie ein Soundtrack (auch wenn sie - dies sei nochmals betont - keiner ist), ohne wirklich einer zu sein. In der Tat, finde ich die wirklichen Soundtrackalben der Band interessanter. Dort gibt es allerlei schräge und bizarre, zur Filmhandlung passende Einlagen, die hier fehlen.

Doch ganz schlecht ist "Roller" ich nicht. Wer Mike Oldfield und Camel liebt oder eher unkomplizierten Symphoprog im allgemeinen, der sollte hier vielleicht trotzdem einmal reinhören!

Anspieltipp(s): Goblin, Dr Frankenstein
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 25.2.2005
Letzte Änderung: 28.6.2017
Wertung: 9/15

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Von: Horst Straske @ (Rezension 2 von 2)


"Roller" klingt ganz so wie die Soundtracks zu den Horrorfilmen von Dario Argento, was sich in einem dynamischen Instrumentalrock auszeichnet. Ein kraftvoll vibrierender Bass sorgt zusammen mit dem druckvollen Schlagzeug für ein pulsierendes Grundgerüst. Die symphonisch-schwirrenden Keyboardsounds von Claudio Simonetti setzen stilistische Akzente und tragen zum atmosphärisch mitreißenden Gesamtbild bei.

Schon im Opener "Roller" wird der für Goblin so typische Spannungsaufbau geboten. Breitflächige Keyboardteppiche bauen behutsam einen mystisch-weihevollen Grundsound auf. Sakraler Kirchenorgelklang paart sich mit verschlungener Saitenbearbeitung und kriechenden Synthieeinlagen. Dabei sorgt der Bass für die notwendige Power und treibt alles effektiv voran.

Irgendwie vermag das Klangbild der Italiener automatisch die prickelnde Atmosphäre einer unheilvollen Bedrohlichkeit zu schaffen. Sicherlich ist der Sound in seiner Grundstruktur keineswegs revolutionär oder ungemein innovativ. Es werden vielmehr die typischen Elemente des 70er Jahre Fusionsounds mit einer keyboardbetonten Version des zeitgenössischen britischen Progrocks vereint. Zeitweise ist auch mal ein funkiger Unterton vernehmbar. Die musikalische Umsetzung ist aber atmosphärisch dicht und hat sich in all den Jahren einen zeitlosen Charakter offenbart.

Der Longtrack "Goblin" vereint alle typischen Ingredienzien des Sounds der Italiener. Aus einem cineastisch anmutenden Charakter heraus wird der Song von euphorischen Tastenklängen dynamisch gesteigert. Hier sind aber immer wieder breitflächige Klangbilder eingebettet. Nachdem eine knisternde Spannung aufgebaut wurde, entlädt sich das Ganze im temporeichen Finale in bester Jazzrockmanier, um dann mit dem Grundthema auszuklingen.

Das bedrohliche "Dr. Frankenstein" lässt dieses Album dann im funkig-jazzrockigen Experimentiergeist ausklingen und verleitet zu wiederholten Hördurchgängen. Auf in das Reich der italienischen Suspense-Könige!

Anspieltipp(s): Goblin
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 9.5.2006
Letzte Änderung: 9.5.2006
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Goblin

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1975 Profondo Rosso 10.00 1
1977 Suspiria 12.00 1
1978 Il fantastico viaggio del bagarozzo Mark 11.00 1
1978 Zombi 9.00 1
1980 Contamination 10.00 1
2000 The Fantastic Journey Of Goblin - Best Of Vol. 1 12.00 1
2000 Nonhosonno 11.50 2
2015 Four Of A Kind 11.00 1

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