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Klaus Schulze

Cyborg

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1973
Besonderheiten/Stil: instrumental; Elektronische Musik
Label: Brain
Durchschnittswertung: 11/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Klaus Schulze Orgel, VCS 3 Synthesizer, Percussion, Gesang

Gastmusiker

Colloquium Musica Orchestra

Tracklist

Disc 1
1. Synphära 22:49
2. Conphära 25:52
Gesamtlaufzeit48:41
Disc 2
1. Chromengel 23:49
2. Neuronengesang 24:57
Gesamtlaufzeit48:46


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 1 von 3)


"Cyborg" steht noch stark in der Tradition von Schulzes Erstling "Irrlicht": abstrakte Klangflächen, von Orgel oder mehr oder weniger stark verfremdeten Orchester erzeugt, werden von diversen elektronischen Geräuschen quasi "umschwirrt". Rhythmische Elemente fehlen hier noch völlig. Wo aber auf "Irrlicht" die Musik schon fast mit brachialer Wucht auf den Hörer einstürzt, sind es auf "Cyborg" eher elegische Klänge. Besonders schön ist dies auf "Chromengel", das im wesentlichen aus einer auf und ab wallenden sanften Klangwoge von Celli und verzerrten Violinen (?) besteht.

Ähnlich ist auch "Synphära" aufgebaut: hier übernimmt die Orgel die zentrale Rolle, nicht klassisch inspiriert wie noch auf "Irrlicht", sondern auch wieder eher beständig leicht variierendes Wogen, begleitet von freien Klängen elektronischer Geräte.

"Conphära" besteht im Anfang hauptsächlich aus einer Art elektronischem Brummen, später scheinen dann wohl die verfremdeten Orchesterklänge dazuzukommen. Dieses Stück ist mir dann über einige Strecken doch etwas zu statisch.

"Neuronengesang" schließlich ist ein Freiformstück im Stil von Tangerine Dreams "Zeit". Auch mit diesem Stück geht es mir wie mit "Conphära": es ist mir auf Dauer ein bisschen zu statisch.

Insgesamt ist "Cyborg" schon ein ordentliches Album, aber nicht gerade erste Wahl unter Schulzes Werk.

Anspieltipp(s): Synphära, Chromengel
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 21.4.2002
Letzte Änderung: 27.12.2003
Wertung: 9/15

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Von: Michael Weinel @ (Rezension 2 von 3)


Im Prinzip kann ich Jochens Besprechung zustimmen, nur würde ich das Album höher im Schaffen Schulzes bewerten.

Ich gehe sogar soweit zu sagen, dass dies mein Lieblingsalbum der "ersten Phase" ist. Besser und durchdachter als "Irrlicht", wabernde Klangkaskaden von bizarrer Schönheit.

Ist aber wahrscheinlich auch nur von eingefleischten Elektronik-Fans genießbar, andere werden die Musik vielleicht etwas zu monoton finden.

Anspieltipp(s): Conphära
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 5.7.2003
Letzte Änderung: 5.7.2003
Wertung: 12/15

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Von: Siggy Zielinski @ (Rezension 3 von 3)


Endlich gibt es eine angemessene Wiederveröffentlichung von Schulzes Zweitwerk "Cyborg".

Trotz der primitiven, nur aus elektronischer Orgel und einem VCS 3-Synthesizer bestehenden Ausrüstung hatte "Cyborg" schon immer eine ganz besondere Bedeutung für mich. Ich versuche es normalerweise (besonders bei elektronischen Alben) zu vermeiden, pathetisch und seltsam zu wirken, aber diesmal muss es sein.

Vielleicht soll der Titel für die Auferstehung einer kybernetischen Kreatur stehen, die in ihrer Reinheit die Gefühlswelt langsam ertasten muss. Durch die bescheiden technischen Mittel bewegt sich die Musik fernab von Bombast und verklärter Romantik. Vielmehr hat diese Musik etwas Reines und Sakrales, wie eine Kathedrale aus Eis. Strahlend weiß in einigen Schattierungen, abweisend, kristalklar und faszinierend.

"Synphära", das sind eigentlich "nur" bedächtige Orgelteppiche zu sparsamen rhythmischen Akzenten. Auf "Conphära" und "Chromengel" hat Schulze Probeaufnahmen von Colloquium Musica Orchestra verwendet, einem Ensemble, mit dem er schon auf "Irrlicht" zusammengearbeitet hatte. Die Orchesteraufnahmen wurden bearbeitet und verfremdet, so dass ich im Fall von "Conphära" eher an Mellotron-Klänge denken muss. War "Synphära" noch eine Vorahnung eines kybernetischen Chromengels, beginnt in "Conphära" sein Herz zu schlagen. "Chromengel" schlägt mit verfremdeten Cellos düstere und melancholische Töne an. Sollte der Chromengel in Wahrheit ein Todesengel sein? "Neuronengesang" scheint mit seinen wogenden und hängenden Klängen die Art der späteren (Gitarren)-Soundscapes vorwegzunehmen, bzw. gleichzeitig mit Fripp & Eno erste Frippertronics-artige Musik hervorzubringen. Es erscheint aber unwahrscheinlich, dass Schulze von damaligen Fripp & Eno-Experimenten gewusst haben kann, zumal "Cyborg" in der ersten Hälfte des Jahres 1973 entstand und "No Pussyfooting" erst Ende 1973 rauskam.

Natürlich bekommt der Hörer, wie immer bei Revisited Records, ein informatives CD-Heft und vorbildliche Aufmachung dazu. Im Heft erfahren wir aus erster Hand mehr über die Entstehung von "Cyborg". Für diese Neuauflage hat Klaus D. Müller, der Verwalter der meisten Schulze-Aufnahmen, einen 50 Minuten langen Bonustrack aus dem Jahre 1977 ausgesucht. (Um für den Bonustrack Platz zu schaffen, mussten die ersten drei Stücke auf die erste CD gepackt werden). Der mit "But Beautiful" betitelte Bonustrack wurde am 17.10.1977 bei einem Konzert in einer Brüsseler Kathedrale aufgenommen und hat daher musikalisch mit Sequencer orientierten Schulze-Aufnahmen der 70er mehr gemein als etwa mit "Cyborg". Trotzdem wird diese Neuauflage durch einen solchen Bonustrack noch zusätzlich aufgewertet.

Die Neuauflage von "Cyborg" kommt am 15ten September 2006 raus.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 3.9.2006
Letzte Änderung: 9.9.2006
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Klaus Schulze

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1972 Irrlicht 10.00 5
1974 Blackdance 8.00 3
1975 Timewind 12.33 3
1975 Picture Music 10.00 2
1976 Moondawn 11.00 3
1977 Body Love 10.67 3
1977 Mirage 12.20 5
1977 Body Love Vol. 2 12.00 3
1978 X 13.00 5
1979 Dune 11.67 3
1980 Dig It 10.00 4
1980 ...Live... 10.67 3
1981 Trancefer 12.33 3
1983 Dziekuje Poland 11.50 2
1983 Audentity 11.33 3
1984 Angst 9.33 3
1985 Inter*face 9.50 3
1986 Dreams 10.00 3
1988 En=Trance 9.50 4
1990 Miditerranean Pads 8.50 2
1990 The Dresden Performance 12.00 1
1991 Beyond Recall 11.00 2
1991 2001 - 1
1992 Royal Festival Hall Volume 1 11.00 1
1992 Royal Festival Hall Volume 2 11.00 1
1993 The Dome Event 12.00 1
1994 Goes Classic - 1
1994 Das Wagner Desaster - Live 9.67 3
1994 Totentag 13.00 1
1994 Le Moulin De Daudet 11.00 2
1995 In Blue 8.50 2
1996 Are you sequenced? 7.33 3
1997 Dosburg Online 9.50 2
2000 The Ultimate Edition - 1
2000 Jubilee Edition Third Part 9.00 1
2000 Jubilee Edition Second Part 10.00 1
2000 Jubilee Edition First Part 10.00 1
2000 Historic Edition 12.00 1
2000 Silver Edition 13.00 1
2000 Contemporary Works 1 13.00 1
2001 Live @ Klangart 1 + 2 11.00 2
2002 Contemporary Works 2 12.00 1
2002 Virtual Outback 10.00 1
2005 Moonlake 9.50 2
2005 Vanity of Sounds 11.50 2
2006 Ballett 2 10.00 1
2006 Ballett 1 10.00 1
2006 The Crime of Suspense 10.50 2
2007 Kontinuum 7.67 3
2007 Ballett 4 9.00 1
2007 Ballett 3 8.00 1
2009 La Vie Electronique 2 11.00 1
2009 La Vie Electronique 4 11.00 1
2009 La Vie Electronique 1 11.00 1
2009 La Vie Electronique 3 11.00 1
2010 La Vie Electronique 6 11.00 1
2010 La Vie Electronique 7 11.00 1
2010 Big in Japan (Live in Tokyo 2010) 10.00 2
2010 La Vie Electronique 5 11.00 1
2010 La Vie Electronique 8 11.00 1
2011 La Vie Electronique 9 10.00 1
2013 Shadowlands 10.00 1
2016 Another Green Mile 7.00 2
2017 Ballett 3&4 6.00 1
2017 Androgyn 9.00 1
2017 Eternal. The 70th Birthday Edition 10.00 1
2018 Silhouettes 10.00 1

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