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Phoenix

Cei Ce Ne-Au Dat Nume

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1972
Besonderheiten/Stil: Folk; HardRock; Psychedelic
Label: Electrecord Romania
Durchschnittswertung: 10/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Nicolae Covaci Gitarre, Gesang, Flöte, Percussion
Mircea Baniciu Sologesang, Gitarre
Iosif Kappl Bass, Geige, Percussion, Gesang
Costin Petrescu Schlagzeug
Valeriu Sepi Percussion

Tracklist

Disc 1
1. Preludiu - a oilor 4:25
2. Primavara - Introducere 1:03
3. Primavara - Paparuga 2:35
4. Vara 4:22
5. Toamna 4:31
6. Iarna - Introducere 1:15
7. Iarna - Jocul Caprelor 1:35
8. Nunta 4:19
9. Negru Voda - balada 14:56
10. Pseudo-Morgana 6:47
Gesamtlaufzeit45:48


Rezensionen


Von: Horst Straske @ (Rezension 1 von 2)


Das Album "Cei Ce Ne-Au Dat Nume" bietet bodenständigen Rock, der sich geschickt zwischen dem Psychedelic Sound der späten 60er Jahre und dem Hardrock der frühen 70er Jahre bewegt. Trotz dieser westlichen musikalischen Ausrichtung ist der Sound der Rumänen stark in der rumänischen Musiktradition verankert.

Schon der bedrohlich anmutende Opener "Preludiu" untermauert diese Verbundenheit mit dem traditionellen Liedgut des Balkanstaates. Auf einem sich ständig wiederholenden Gitarrenakkord aufbauend drängt sich mystisches Flötenspiel in den Vordergrund. Der dreigeteilte Titel "Primavara" weist dann erstmalig rumänischen Satzgesang auf, der für mitteleuropäische Ohren anfangs ziemlich düster klingt. Auch hier werden Elemente der rumänischen Liedtradition verarbeitet.

Im weiteren Verlauf fließen in den Gesamtsound auch eingängigere Elemente ein, die im Fall von "Toamna" dem Hörer einen hymnischen Refrain bescheren. Der psychedelisch-verzerrte Gitarrensound verleiht dem Gesamtsound hier einen dynamischen Charakter. Ein fast schon grollender Bass unterstreicht die Verankerung im traditionellen Rockfundament. Auf jeden Fall sind Phoenix auf ihrem LP-Debüt stilistisch mit dem typischen britischen Progsound keinesfalls vergleichbar. Das Fehlen jeglicher Tasteninstrumente unterstreicht diese Aussage.

Nach dem fetzigen Hardrocksound von "Nunta" folgt der Longtrack "Negru Voda", der neben kraftvoller Saitenbearbeitung auch lebendiges Geigenspiel bietet. Aus einem wiederum bodenständigen Songansatz entwickelt sich im weiteren Verlauf ein improvisierter Charakter, der sich in einem orgiastischen Jam-Part entlädt. Während sich der erste Teil des Albums thematisch mit dem Verlauf der Jahreszeiten beschäftigt, wird hier eine Reise in das archaisch geprägte Mittelalter unternommen. Negru Voda (zu dtsch. "der schwarze Herzog") war der Gründer des Fürstentums der Walachei, um dessen Gestalt sich zahlreiche Legenden ranken.

Der Sound von Phoenix ist in etwa mit dem düsteren Gebirgszug der rumänischen Karpaten vergleichbar, der sich anfangs schroff und abweisend präsentiert. Genauso wie der Reisende sich erst einmal mit den Gepflogenheiten und den Eigentümlichkeiten dieser urwüchsigen Landschaft vertraut machen muss, ist dies auch beim Hören der Musik von Phoenix Grundvoraussetzung. Insgesamt weiß der bodenständige Sound der Rumänen zu gefallen und gerade die landestypischen Elemente verleihen dem psychedelischen Rock eine eigene Note.

Anspieltipp(s): Preludiu, Nunta, Negru Voda
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 13.11.2003
Letzte Änderung: 13.11.2003
Wertung: 11/15

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 2 von 2)


Rumänien war für mich bisher ein weißer Fleck auf der progrockigen Landkarte. Dank Phoenix hat sich das nun geändert.

Phoenix sind einerseits stark am psychedelischen Hardrock der späten 60er orientiert, bringen aber auch zahlreiche Elemente einheimischer Folklore ein. Dazu gehört nicht zuletzt der rumänischsprachige Gesang, der nicht nur vom Klang der Sprache, sondern auch von den Gesangsmelodien her der Musik eine "exotische" Note verleiht, die bisweilen etwas rituelles hat.

Die Musik auf dem Phoenix-Debüt ist mir allerdings letzten Endes doch zu sehr in traditionellen Strukturen der Rockmusik verwurzelt, um mich richtig begeistern zu können. Ohne die Ethno-Komponente bliebe hier im wesentlichen ein leicht anpsychedelisiertes, für 1972 schon etwas angestaubtes Hardrock-Album übrig.

Für Liebhaber osteuropäischer Klänge ist das Phoenix-Debüt aber auf jeden Fall empfehlenswert, auch wenn es für mich eher psychedelischer Folk-Rock als Prog-Rock ist.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 19.12.2006
Letzte Änderung: 19.12.2006
Wertung: 9/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Phoenix

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1974 Mugur De Fluier 9.00 1
1975 Cantafabule 11.00 2
1981 Transsylvania-Phoenix 12.00 1

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