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Abel Ganz

Gullibles Travels

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1985
Besonderheiten/Stil: Neoprog
Label: MSI
Durchschnittswertung: 10/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Hew Montgomery Keyboards
Hugh Carter Bass
Paul Kelly Vocals, Guitar
Kenny Weir Drums

Tracklist

Disc 1
1. The Unholy War 5.53
2. Gullible's Travels 4.23
3. The Hustler 8.09
4. The Pretender 6.26
5. Whose World 5.32
6. Dream Away 7.11
Gesamtlaufzeit37:34


Rezensionen


Von: Horst Straske @ (Rezension 1 von 2)


Die schottische Band Abel Ganz veröffentlichte 1985 mit "Gullible´s Travels" ihr zweites Album. Meines Wissens kam es damals lediglich zu einer Veröffentlichung in Form einer Kassette, weshalb es auch kein Wunder ist, dass die Soundqualität nur leicht über der eines Demos liegt. 1991 wurde "Gullible´s Travels" von dem französischen Label MSI auf CD veröffentlicht.

Abel Ganz gehörten in den 80er Jahren nur zur zweiten Garde der britischen Neoprog-Bewegung. Dies bedeutet jedoch keinesfalls, dass man qualitativ schlechter als Bands wie Marillion, IQ, Pendragon oder Pallas war. Auf ihrem zweiten Album bieten Abel Ganz bombastischen Neoprog, der stilistisch mit den Genesis der späten Hackett-Ära vergleichbar ist. Somit war man noch etwas mehr als die bekannteren Neoprog-Bands in der Tradition der 70er Jahre verankert. Der spätere Pallas-Sänger Alan Reed wurde nach dem Debüt "Gratuitous Flash" auf "Gullible´s Travels" durch Paul Kelly ersetzt, der auch noch Gitarre spielte. Stimmlich kann er Alan Reed auf jeden Fall das Wasser reichen.

Besonders die ersten vier Titel bieten überaus hörenswerten Neoprog, der relativ keyboardorientiert ist. Die Gitarre setzt stellenweise auch ihre positiven Akzente und wird, wie für den Neoprog typisch, bisweilen recht rockig gespielt.

Einer der Höhepunkte ist bereits der Opener "The Unholy War", der mit einem zum Teil von Keyboards und Gitarre parallel gespielten Grundthema überaus majestätisch beginnt. Neben dem ebenfalls sehr ansprechenden Titeln "Gullible´s Travels" und "The Hustler" markiert "The Pretender" einen weiteren Höhepunkt. Hier sind insbesondere die dynamischen Keyboards positiv hervorzuheben, die dem Song sehr viel Energie geben. Bis auf ein Solo am Ende hält sich die Gitarre hier vollkommen zurück und die Rhythmussektion unterstützt die powervollen Keyboards tatkräftig. Textlich geht es hier um die bittere Niederlage der freiheitsliebenden Schotten gegen die verhassten Engländer in der Schlacht von Culloden im Jahr 1746.

Die beiden letzten Titel fallen demgegenüber leider qualitativ ab. "Whose World" bietet lediglich ganz netten, kommerziell orientierten Neoprog, wobei das Keyboardsolo im Mittelteil auch von Mark Kelly hätte stammen können. Dies ist aber auch die einzige direkte Gemeinsamkeit mit Marillion.

Der letzte Titel "Dream Away" mit seinem schleppenden Tempo und Bluesanleihen muss aber leider als Totalausfall bezeichnet werden.

Gerade aber wegen der sehr abwechslungsreichen ersten vier Titel kann "Gullible´s Travels" jedem Anhänger des typischen britischen Neoprogs der 80er Jahre empfohlen werden.

Anspieltipp(s): The Unholy War, The Pretender
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 30.11.2002
Letzte Änderung: 30.11.2002
Wertung: 10/15

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Von: Günter Schote @ (Rezension 2 von 2)


Neuer Sänger, neues Glück! Paul Kelly ersetzte für das zweite Demo-Tape der schottischen Neo-Progger den zu Pallas abgewanderten Alan Reed und kann mit seiner rauchigen, für Prog-Bands jener Tage recht ungewöhnlichen Stimme voll überzeugen.

Das zweite Demo klang nun etwas moderner und gradliniger und war natürlich noch immer zu 100% im Neo-Prog zuhause. "The Unholy War" ist ein starker Opener mit einer langen instrumentalen Einleitung. Steven Wilson stellte zu jener Zeit den ersten "Exposure"-Sampler zusammen und wählte dieses Stück als Abel Ganz-Beitrag zu dieser 80er Progressive Rock-Zusammenstellung aus.

Der Einfluss der End70er/Beginn80er Genesis wird nun "erweitert" durch Marillion, dafür fallen aber Pink Floyd hinten runter. Wenn man bei Abel Ganz von einem Eigenanteil an ihrem Stil sprechen möchte, dann kann man bestenfalls ihr Talent als Geschichtenerzähler nennen. "The Pretender" macht die Auseinandersetzung zwischen dem schottischen und dem englischen Königreich zum Thema, "The Hustler", welches auf "The Dangers of Strangers" gar seine Fortsetzung findet, erzählt eine witzige Wild-West-Story.

Ja, Abel Ganz waren recht beliebt in der Taper-Szene der 80er Jahre und das zu Recht. "Gullible's Travels" ist ihr gelungenstes Werk, doch auch hier sei nochmals darauf hingewiesen, dass der Sound heutigen Hörgewohnheiten nicht gerecht wird.

Anspieltipp(s): The Unholy War
Vergleichbar mit: Genesis 1978-80, Marillion, Comedy of Errors
Veröffentlicht am: 4.2.2010
Letzte Änderung: 2.3.2012
Wertung: 10/15
Ungeachtet des Sounds

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Abel Ganz

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1984 Gratuitous Flash 9.00 1
1988 The Dangers Of Strangers 9.00 2
1994 The Deafening Silence 3.00 1
2008 Shooting Albatross 7.50 2
2014 Abel Ganz 8.00 4

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