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Reflexionen zum Progressive Rock (16.11.2017)
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Elbow

Cast of Thousands

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2003
Besonderheiten/Stil: ArtPop; New Artrock
Label: v2music
Durchschnittswertung: 10.33/15 (4 Rezensionen)

Besetzung

Guy Garvey Lead and Backing Vocals, Acoustic and electric Guitars
Mark Potter Electric and acoustic Guitars, Backing Vocals
Craig Potter Piano, Organ, Backing Vocals, Percussion, Keyboards
Pete Turner Bass, Backing Vocals
Richard Jupp Drums, Percussion, Backing Vocals

Gastmusiker

The London Community Gospel Choir Additional Vocals (1)
Ian Burdge, Chris Worsey Cello
Stephen Hussey and others Violins

Tracklist

Disc 1
1. Ribcage 6:27
2. Fallen Angel 4:08
3. Fugitive Motel 5:52
4. Snooks (Progress Report) 4:00
5. Switching off 5:05
6. Not a Job 4:24
7. I’ve got your Number 4:48
8. Buttons and Zips 3:58
9. Crawling with Idiot 4:42
10. Grace under Pressure 4:57
11. Flying Dream 143 1:48
Gesamtlaufzeit50:09


Rezensionen


Von: Christian Rode @ (Rezension 1 von 4)


Nach einem epochalen Vorgängeralbum wie ASLEEP IN THE BACK sind die Erwartungen an eine Band hochgesteckt. Oft erweist sich das zweite Album als unüberwindliche Hürde nach dem Motto „Was du auch tust, du wirst es bereuen.“ Aber Elbow meistern diese, indem sie nicht einfach ihren Erstling kopieren, sondern die Akzente verschieben und ihren Sound konsequent in eine neue Richtung weiterentwickeln, ohne die Bezüge zu ihrer Vergangenheit zu kappen.

Auf CAST OF THOUSANDS geht es noch vielseitiger zu als auf ASLEEP. Außerdem wird die teilweise düstere Psychedelic zugunsten eines differenzierten Artpops, der niemals eine Spur von Langeweile aufkommen lässt, weitgehend zurückgefahren. Zeigten sich Elbow schon auf ihrem Debut gelegentlich in der Lage Ohrwurmmelodien zu produzieren (Powder Blue, Coming Second), so wird es auf CAST zur Gewohnheit; nahezu jeder Song weist diese Qualität auf. Aber natürlich handelt es sich nicht um simple Gassenhauer, sondern um Stücke, die von Inspiration und großer handwerklicher Fertigkeit zeugen, sodass ein Vergleich mit Klassikern des Artpops wie z.B. 10cc nicht zu weit hergeholt scheint. Es wird auch vermehrt mit Streichern gearbeitet, was gelegentlich, gepaart mit sphärischem Harmoniegesang, schon was für’s Herz ist.

CAST präsentiert sich als Songbook, das Perle an Perle reiht, während ASLEEP mehr von der speziellen Stimmung lebt, die es ausstrahlt. Sei es das gospelige „Ribcage“, das verträumte „Crawling with Idiot“, das an Paul Simon erinnernde „Snooks“, "Switching off" mit starkem Gabriel-Einschlag oder das mit feistem Bass groovende „Buttons and Zips“ – so sehr jeder einzelne Song auch für sich allein wirkt: Erst in der Gesamtschau entfaltet sich der ganze Charme dieses Albums.

Anspieltipp(s): Buttons and Zips, Not a Job, Crawling with Idiot
Vergleichbar mit: 10cc, Mercury Rev, Beatles, Porcupine Tree, Peter Gabriel
Veröffentlicht am: 5.1.2004
Letzte Änderung: 4.10.2005
Wertung: 11/15

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Von: Christian Rode @ (Rezension 2 von 4)


Ergänzung: Es gibt die Cast of Thousands auch als Ausgabe mit Bonus-CD-ROM (nicht DVD!). Anders als bei der Bonus-DVD des Nachfolge-Albums Leaders of the Free World ist die Freude hier jedoch nicht ganz ungetrübt. Elbow geben sich zwar auch hier Mühe, ihre Musik filmisch umzusetzen. Dies geschieht aber nicht so stimmig wie auf Leaders of the Free World. Eindeutige Negativ-Punkte des CD-ROM-Formats sind aber v.a. das recht kleine Bild auf dem Computer - es wird noch einmal eine kleine Leinwand auf dem Bildschirm eröffnet - und der ziemlich dürftige, verzerrte Sound (zumindest bei meinem Rechner).

Die CD-ROM ist für den Fan bei den genannten Einschränkungen trotzdem eine nette Ergänzung.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 27.10.2005
Letzte Änderung: 21.3.2012
Wertung: keine

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 3 von 4)


Schöne Musik, keine Frage. Im Vergleich zum Vorgänger, aber auch zum Nachfolger wirkt "Cast of Thousands" allerdings auch etwa glatter. Das Sperrige und "Knarzige" ist etwas zurückgefahren zugunsten eines polierteren Sounds. Natürlich wird hier kein glattbegügelter Allerweltspop geboten, und wirklich "schlechter" als die anderen Elbow-Werke ist dieses hier auch nicht. Dennoch gibt es von mir eine leichte Bevorzugung von "Asleep in the Back" und "Leaders of the Free World".

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 3.1.2006
Letzte Änderung: 3.1.2006
Wertung: 10/15

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Von: Marc Colling @ (Rezension 4 von 4)


Jochen schreibt, dass dieses Album weniger sperrig und knarzig sei als das Debüt. Also glattpolierter im Sound. Nun gut, „Asleep in the Dark“ war tatsächlich rau, düster und sperrig, sowohl der Klang als auch die Kompositionen. Doch auch „Cast of Thousands“ hat seine sperrigen und harschen Seiten (SNOOKS). Und FALLEN ANGEL klingt roh, frisch und an den 90'er Britrock erinnernd. Nur mit deutlich höherem Niveau als Oasis und Co. Dass die Kompositionen leichter zugänglich sind kann auch der Produktion geschuldet sein. Elbow hatten dazu gelernt und ließen ihre Songs schneller auf den Punkt kommen.

So mag ein Song wie NOT A JOB dem Proghörer bitter aufstoßen, doch haben nicht auch Radiohead neben ihren komplexen Perlen immer wieder mal eher eingängige Songs versteckt? RIBCAGE erinnert stark an Thom York mit diesem schleppenden Rhythmus, der weinerlichen Stimme. Mit dem elektronisch angehauchten CRAWLING WITH IDIOT sowie dem hymnisch/perkussivem GRACE UNDER PRESSURE kommen die Perlen wie auf der Schnur gezogen.

Elbow spielen in den verschiedensten Stilen. In FUGITIVE MOTEL und SWITCHING OFF herrschen seltsam melancholische Stimmungen, die Atmosphäre wirkt bedrohlich. Smoothy und fröhlich klingt dagegen das leicht angejazzte I'VE GOT YOUR NUMBER.

Wie beim Debüt spielt die Band zwischen den Welten. Dabei machen sie keinen Hehl aus ihren Ambitionen mehr Popularität zu erreichen. Manches geht dann schon in Richtung Masse, dennoch bleibt die CD auf qualitativ hohem Niveau.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: mal Eels, mal Steven Wilson
Veröffentlicht am: 15.3.2017
Letzte Änderung: 15.3.2017
Wertung: 10/15
die Kompositionen sind einfach und schön

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Elbow

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2001 Asleep in the Back 10.67 3
2005 Leaders of the Free World 11.00 4
2008 The Seldom Seen Kid 10.00 4
2011 Build a Rocket Boys! 11.50 4
2014 The Take Off and Landing of Everything 10.00 2
2017 Little Fictions 10.50 2

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