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Submarine Silence

Submarine Silence

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2001
Besonderheiten/Stil: instrumental
Label: Mellow Records
Durchschnittswertung: 12/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

David Cremoni 6 & 12 string electric and acoustic guitars
Cristiano Roversi electric piano / moog / polymoog / mellotron / bass pedals
Emilio Pizzoccoli drums / percussions / tambourine

Tracklist

Disc 1
1. the door 1:11
2. bicycle ride from earth to saturn 8:16
3. eleven's lullaby 2:26
4. Mr. Submarine's ordinary day (pt 1) 8:29
5. winter glows 5:05
6. Venice, a spooky love story 5:33
7. Mr. Submarine's ordinary day (pt 2) 1:44
8. shores where time stands still 4:05
9. red sun 4:00
10. porto di venere 5:24
Gesamtlaufzeit46:13


Rezensionen


Von: Jürgen Meurer @ (Rezension 1 von 2)


Dieses italienische Trio lässt sich mit einer sehr einfachen Formel beschreiben: Submarine Silence = Moongarden - Gesang. Sämtliche Instrumentaltitel sind eine Koproduktion der Herren Roversi und Cremoni. Den Coverangaben kann ich nicht klar entnehmen, ob die Band jetzt Submarine oder Submarine Silence heißt, ich beziehe mich auf die Homepage, demnach ist wohl letzteres richtig. Während auf einem Moongarden-Album explizit Andy Latimer gedankt wird, zitiert man hier Keyboarder Tony Banks mit folgendem Spruch: "as soon as you think about things too much, as soon as you concentrate on what you're doing too hard, it gets very difficult. The best things come when they happen naturally." Keine Ahnung, ob sich die Italiener jetzt bewusst an diese Vorgabe gehalten haben.

Jedenfalls geht es sofort mit einem kurzen Piano-Intro los, das an Tony Banks erinnert. Und auch im nächsten Titel klingt Roversis Synthisolo stark nach Herrn Banks, mehr noch als bei Moongarden. Aber ein typisches Moongarden-Merkmal ist auch hier wieder massiv zu hören, nämlich vielfältiger Mellotroneinsatz, gepaart mit schönen Arrangements an elektrischer wie auch akustischer Gitarre. Einiges hat die Atmosphäre alter Genesis-Alben, auch an Anthony Phillips muss ich gelegentlich denken. Gutes Beispiel hierfür ist der längste Titel des Albums, Mr. Submarine's ordinary day (part 1), das wie eine Mischung aus the geese and the ghost, ripples und dem Mellotronalbum les cinq saisons der kanadischen Band Harmonium klingt. Nicht unbedingt sehr eigenständig, aber unbestreitbar sehr schöne Musik. Die Gitarrenarbeit von Cremoni erinnert bisweilen auch an Andy Latimer, wie z.B. auf red sun, doch die offensichtliche Inspirationsquelle bleibt ganz klar Genesis.

Das Cover stammt übrigens von Paul Whitehead - also bleibt man auch diesbezüglich im Genesis-Umfeld. Wie auch schon beim holländischen Trion-Projekt wird wunderschöne, mellotrondurchsetzte Instrumentalmusik geboten. Einziger Nachteil (das gilt auch für Trion): da das Album insgesamt einen sehr ruhigen Grundton aufweist, kann das Ganze auf Dauer für den einen oder anderen irgendwann mal langweilig werden. Fast jeder Song für sich ist wirklich klasse, aber irgendwie fällt es schwer, den Spannungsbogen bis zum Schluss aufrecht zu erhalten. Wirklich schöne Musik, beispielsweise Anthony Phillips-Fans unbedingt zu empfehlen, aber vielleicht hätten einige Aufreger in Form von härteren Passagen dem Album insgesamt doch gut getan und damit einen deutlich größeren Kreis ansprechen können. Weiterer Nachteil: auch dieses Album ist bei Mellow Records erschienen, so dass der käufliche Erwerb dank der merkwürdigen Labelpolitik mal wieder etwas schwierig werden dürfte. Aber submarine silence ist es durchaus wert, dass man sich darum bemüht. Und da die Aufnahmen mittlerweile auch schon fast 3 Jahre auf dem Buckel haben, könnte es durchaus sein, dass - wenn es die Moongarden-Auslastung zulässt - demnächst noch ein weiteres Werk dieses Projektes anliegt. Aber erst einmal wird wohl das vierte Moongarden-Werk veröffentlicht, und zwar (endlich!) nicht mehr auf Mellow Records.

Anspieltipp(s): egal , alles auf ähnlichem Niveau
Vergleichbar mit: Anthony Phillips / Tony Banks / Genesis / Trion
Veröffentlicht am: 9.6.2004
Letzte Änderung: 8.3.2012
Wertung: 12/15
MELLOTRON!

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Von: Jörg Schumann @ (Rezension 2 von 2)


Diese Covergestaltung kommt mir irgendwie bekannt vor. Was ist es bloss...., ach ja: der Schriftzug. Der gleiche Schriftsatz mit derselben Farbunterteilung findet auch bei Foxtrot und Nursery Cryme Verwendung. Das Artwork ist ja auch vom selben Künstler gestaltet. Zur Musik:

Parallel zum dritten Moongardenalbum arbeiteten Cristiano Roversi und David Cremoni an diesem rein instrumentalen Album, welches stilistisch dem letzten Album der Stammband näher steht als dem neuen output. Dabei wird noch mehr Gewicht auf melodiöse Instrumentierung gelegt als dies mit Sänger der Fall ist. In schöner Regelmässigkeit wechseln sich mal antikes, hallendes Klavier, akustische Gitarre, wunderschönes Mellotron und gefühlvolle, ausschweifende E-Gitarrensoli ab.

Dabei ist ein Genesis-Einfluss unüberhörbar. Roversi versteht es aber, jedem Stück eine eigene Note zu verpassen, so dass die Musik zu keinem Zeitpunkt wie ein Abklatsch der Vorbilder wirkt.

Wer bei Mellotron schwach wird und im Schaffen der Mondgärtner vor allem die durch Cremonis Soli veredelten Kompositionen liebt, der wird hier bestens bedient.

Anspieltipp(s): Bicycle Ride from Earth To Saturn
Vergleichbar mit: Moongarden ;-)
Veröffentlicht am: 22.12.2010
Letzte Änderung: 23.12.2010
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Submarine Silence

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2013 There's Something Very Strange In Her Little Room 9.00 3
2016 Journey Through Mine 10.00 1

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