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Nemo

Les nouveaux mondes

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2002
Besonderheiten/Stil: Neoprog
Label: Privatpressung
Durchschnittswertung: 9/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Pascal Bertrand batterie / marimba / percussions
Benoit Gaignon basse
Guillaume Fontaine clavier / chant / guitare acoustique
Jean Pierre Louveton guitare / chant

Tracklist

Disc 1
1. abysses 9:04
2. Dr. Fergusson et les caprices du vent vol. 1: au dessus des toits 6:19
3. danse du diable 2:45
4. tempete 7:11
5. dans la lune encore 6:07
6. Dr. Fergusson et les caprices du vent vol. 2: au dessus des pyramides 5:46
7. Phileas

1. depart / Europe 4:50
2. les fleuves sacres 3:18
3. luna 6:05
4. nouveau monde 6:09

20:22
Gesamtlaufzeit57:34


Rezensionen


Von: Jürgen Meurer @ (Rezension 1 von 2)


Festival-Erfahrung, Teil 2. Die Fortsetzung zu meiner Erkundungstour (siehe Zarg) führt zu der Entdeckung einer französischen Band. Die Vorgehensweise war ähnlich wie bei Zarg. Das Cover und die abgedruckten Informationen sahen interessant aus, also wird der Verkäufer gefragt, in welche Richtung die Musik von Nemo wohl gehe. Es war übrigens der gleiche Stand, bei dem ich (dummerweise) auch Zarg fand.

Die Antwort des Anbieters wird kaum jemanden überraschen, denn stellt man eine derartige Frage, so wird die Antwort bei einer französischen Prog-Band, die auch nur halbwegs im klassischen Prog-Sektor tätig ist, stets "Klingt wie Ange" lauten. So also auch hier. Okay - gekauft.

Und - um es vorwegzunehmen - die Enttäuschung beim Hören des Albums war keinesfalls so ausgeprägt wie bei Zarg. Gut, nach dem ersten Durchlauf war mein Eindruck: na ja, ganz nett. Hat zwar jetzt nicht so wahnsinnig viel mit Ange zu tun, aber das Album kann man sich ganz gut anhören.

Hoch-komplexe Arrangements darf man hier zum Beispiel nicht erwarten. Stattdessen geht es recht locker-flockig los, und es wird sehr schnell deutlich, dass Gitarrist Louveton der maßgebliche Kopf der Band ist. Keyboarder Fontaine fällt zunächst nicht sonderlich auf, seine Beiträge beschränken sich eingangs auf unauffällige Pianolinien. Weiteres Beispiel für lockere E-Gitarren-Dominanz ist der Titel "Dr. Fergusson et les caprices du vent, vol. 2", der allerdings für meinen Geschmack aufgrund zu häufiger Wiederholungen etwas zu lang geraten ist. Die etwas billig wirkenden Keyboards werden hier durch ausgesprochen lockeres Gitarrenspiel aufgefangen. Das klingt recht flott, aber nie wirklich heavy. Erinnert mich bisweilen etwas an Eclat.

Als Sänger agiert Gitarrist Louveton durchaus akzeptabel. Dass in Heimatsprache gesungen wird, kommt dem Album sicherlich zugute. Diesbezüglich erinnern die Franzosen mich an ihre Landsleute Versailles. Gegen Albummitte hin bekomme ich den leisen Verdacht, dass es jetzt ein bisschen eintönig werden könnte, doch dann bekommen sie noch mal die Kurve. Für meine Begriffe steigern sie sich nämlich in der zweiten Hälfte nicht unerheblich.

Und so kommt es, dass die 20-Minuten-Suite nicht allein aufgrund ihrer Spiellänge zu einem Highlight des Albums wird. Plötzlich wird phasenweise Marimba zu einem bestimmenden Instrument, die Arrangements erscheinen komplexer, und auch Keyboarder Fontaine legt deutlich zu.

Nemo spielen lockeren, unverkrampften Neo-Prog französischer Machart. Zwar ist nicht alles aus einem Guss, aber sie deuten schon an, dass in Zukunft mit ihnen zu rechnen sein dürfte, was die Band ja auch mit ihrem zweiten Album bestätigt hat.

Anspieltipp(s): Phileas
Vergleichbar mit: Versailles, Eclat, Saens
Veröffentlicht am: 11.7.2004
Letzte Änderung: 7.3.2012
Wertung: 9/15
mit Tendenz zu 10

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Von: Jörg Schumann @ (Rezension 2 von 2)


Anno 2000 veröffentlichte die französische Progband Cafeïne ihr zweites Album Nouveaux Mondes. Zwei Jahre später folgte das vorliegende Album "Les Nouveaux Mondes" von Nemo, ebenfalls Neoprogger aus Frankreich. Zufall?

Thematisch scheint es bei diesem Album um Jules Vernes Geschichte "Captain Nemo" zu gehen, deren Protagonisten Phileas Fogg und Dr. Fergusson sind.

Zu Anfang wird man von der Stilistik und dem Gesamtsound immer wieder mal an die Landsleute erinnert. Ähnliche Harmonien, ähnliches Tempo, ähnliche Gitarrenlinien, die Sprache; okay, ist in beiden Fällen Neoprog französischer Provenienz, das kann schon mal ähnlich rüberkommen. Die Stücke sind anfangs gradlinig, ohne grosse Schnörkel oder Überraschungen komponiert. Der instrumentale "Teufelstanz" wartet dann mit einem holprigen 7/8-Takt auf, der auch am Anfang von "Tempete" Verwendung findet. Mit dem zweiten Teil von Dr. Fergusson wird es dann abwechslungsreicher und spannender, erhalten die Tasten mehr Raum. Hier fällt mir sofort das Kraftwerk-Gedächtnis-Keyboard auf, welches an Trans Europa Express erinnert.

Höhepunkt des Albums ist die mehrteilige Suite "Phileas". Vielfarbig instrumentiert, erst ruhig und fliessend, dann angerockt, verspielt und verzwirbelt, steigert sich die Intensität mit zunehmender Dauer.

Das Debut von Nemo ist trotz einiger anfänglicher Parallelen zu ihren Landsleuten von Cafeïne ein mit zunehmender Spieldauer recht eigenständiges Album, welches den Neoprog zwar nicht neu erfindet, Musikinteressierten mit Affinität zu dieser Richtung aber Spass machen dürfte.

Anspieltipp(s): Danse du Diable, Phileas
Vergleichbar mit: Cafeine
Veröffentlicht am: 2.10.2017
Letzte Änderung: 2.10.2017
Wertung: 9/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Nemo

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2003 Présages 11.00 1
2004 Prélude à la Ruine 13.00 1
2004 Eve Et Le Génie Du Mal (Single) 10.00 1
2005 Immersion Publique - Live 10.00 1
2006 Si Partie I 11.33 3
2007 Si Partie II - L'Homme Idéal 8.67 3
2007 Les Enfants Rois (Single) 10.00 1
2009 Barbares 11.00 2
2010 La Machine à Remonter les Temps 11.50 2
2011 R€volu$ion 10.50 2
2013 Le ver dans le fruit 12.00 2
2015 Coma 13.50 2

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