Peasants, Pigs & Astronauts
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Columbia |
| Durchschnittswertung: |
11.5/15 (4 Rezensionen) |
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Besetzung
| Crispian Mills |
Vocals, Guitars, Harmonica, Loud Cannon |
| Alonza Bevan |
Bass, Acoustic Guitar Loops, Backing Vocals |
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| Jay Darlington |
Organ, Piano, Farfisa, analogue Keyboards |
| Paul Winterhart |
Drums |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Great Hosannah
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6:07
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| 2. |
Mystical Machine Gun
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5:41
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| 3. |
S.O.S.
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2:54
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| 4. |
Radhe Radhe
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2:49
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| 5. |
I'm still here
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1:31
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| 6. |
Shower your Love
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3:40
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| 7. |
108 Battles (of the Mind)
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3:15
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| 8. |
Sound of Drums
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4:27
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| 9. |
Timeworm
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4:02
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| 10. |
Last Farewell
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2:44
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| 11. |
Golden Avatar
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4:32
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| 12. |
Namami Nanda-Nandana
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5:08
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| Gesamtlaufzeit | 46:50 |
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Rezensionen

Die zweite und letzte Scheibe der Band um Crispian Mills ist weniger rockig und indisch als das Debut K, dafür aber noch melodischer, griffiger und in sich konsistenter.
Great Hosannah ist ein bisschen wie Musik aus Hair (Age of Aquarius oder so). Mystical Machine Gun hat dann wieder diesen schönen fetten Schlagzeugsound der späten Beatles, irgendwas klingt auch wie rückwärts gespielt. S.O.S. geht gut ab (wie die Apocalypse, um die es wohl textlich geht). Überhaupt herrscht so eine Endzeitstimmung mit Hoffen auf spirituelle Erneuerung etc. bei verschiedenen Songs vor. Wenn schon zurück in die End-Sechziger, dann aber richtig - mit allem ideologischen Drumrum!
Radhe Radhe ist superindisch mit Frauen- und Chorgesang, indischen Rhythmus- und Zupfinstrumenten sowie Bläsern, unterlegt mit schwerem Drum. Ziemlich abgefahren. Nach dem Übergangsliedchen I'm still here bietet Shower your love einen echten Höhepunkt des Albums. Hochmelodische psychedelic at its best! Könnte dem einen oder anderen aber vielleicht zu harmonisch/gefällig erscheinen.
Der Rest ist bis zum Ende durchgängig gut. Last Farewell greift melodisch noch mal den Opener auf, allerdings dezenter arrangiert. Letzter Höhepunkt dann das messianische Golden Avatar mit einem geloopten, gephaserten oder was-weiß-ich-Refrain. Sowas von 1967! Die Scheibe klingt dann mit gemessen daher schreitendem indisch-irischem (?) Folk aus.
Cool auch das Booklet mit Rolltreppe fahrendem Taucher/Astronauten (?) im Wald. Insgesamt wie bei K schon eine gut gelungene Verknüpfung bekannter (und auch weniger bekannter) europäischer Sixties-Klänge und indischer Folklore zu einem eigenen Soundkosmos. Die Musik lässt sich auch durchaus in der Nachfolge von Quintessence begreifen, die Ende der 60-er/Anfang der 70-er Jahre die Verknüpfung von psychedelischer Rockmusik und indischen Klängen bereits ausgiebig weiterentwickelt hatten. Macht einen Riesenspaß, die Scheibe!
P.S.: Es gibt übrigens auch noch eine Best of Kula Shaker "Kollected" mit einigen Songs, die auf den beiden regulären Alben nicht enthalten sind. Danach veröffentlichte Mills noch eine Scheibe als The Jeevas, die allerdings nur bedingt mit Kula Shaker vergleichbar ist, da es mehr in die Frühphase der Psychedelic geht und der indische Einfluss geschwunden ist. Trotzdem nicht schlecht.
| Anspieltipp(s): |
Shower your Love, Mystical Machine Gun, Golden Avatar |
| Vergleichbar mit: |
Beatles, Pink Floyd, Quintessence |
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| Veröffentlicht am: |
12.1.2005 |
| Letzte Änderung: |
13.3.2012 |
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Das zweite und leider letzte Album der Band. Mit diversen Gastmusikern machen sie im Prinzip dort weiter, wo sie mit dem Debüt begonnen haben.
Spacig, mit flirrenden Sounds und Orgel beginnt die Reise mit "Great Hosiannah" in den Klangkosmos von Kula Shaker. Aber nach knapp einer Minute wird es leicht Dub-mäßig mit Sitar, Tablas und Radiostimmen im Hintergrund, bevor anschließend die Gitarre den rockenden Riff vorgibt, der den Song nun endgültig in die Rockecke befördert. So wechseln sich ruhige Gesangsstrophen und rockender Refrain munter ab. Auch das folgende mystische Maschinengewehr (wohl in Anlehnung an Hendrix' "Machine Gun" betitelt) glänzt mit leichtem Indientouch, viel Wah-Wah in den Gitarren, weiblichen Chorusstimmen im Refrain und heftigen Riffs. "S.O.S." klingt wie die völlig überdrehte, durch den Fleischwolf gequetsche Version von "Mission Impossible" - laut, brutal und heftig knallen sie einem den Gesang, das Schlagzeug und die Gitarre um die Ohren.
Zum Glück wird es danach etwas leiser, nach den ersten drei Tracks brauchen die geplagten Ohren Entspannung. Dafür ist das indische "Radhe Radhe" genau richtig. Allerdings ist die Entspannung nur kurz, schon nach wenigen Sekunden knallen sie fetzige Bläserriffs in den Song. Immerhin kommt danach eine schöne Ballade, und auch "Shower your Love" klingt trotz Ethnoeinflüssen wie ein verlorener Track einer Sixtieskapelle (inkl. Beatleseinflüsse). Überhaupt werden nun die Erinnerungen an solche Bands stärker. Schon "108 Battles.." beginnt wie die Spaceversion von "Pictures of Lily" gepaart mit den Yardbirds und Syd Barretts Floyd - klasse. "Golden Avatar" ist ebenfalls von solchem Kaliber. Der letzte Titel wird sanft mit Flöten, Vogelgezwitscher und Wasserplätschern eröffnet. Am Ganges sitzend werden hypnotische Mantras mit Spacesounds gesungen, um mit dem Universum zu verschmelzen. Nach knapp 5 Minuten ist es scheinbar zu Ende, aber nach gut 4 Minuten des Schweigens beginnt alles wieder neu, Wind und indische Flöte holen einen aus dem Nirvana zurück.
Zusätzlich zur Normalausgabe gab es auch eine Sonderedition mit einer zusätzlichen Maxisingle. Auf dieser gab es "Sound of drums" und "Hurry on sundown" in Liveversionen zu hören. Ersterer klingt in dieser Version natürlich rauher und erinnert an eine heftig rockende Ausgabe von Radiohead. besonders die Orgel gefällt mir hier. Der andere Livetrack beginnt fast wie "Jean Genie" von Bowie. Überhaupt habe ich bei diesem Titel den Eindruck, wie mixen diverse bekannte Hits der 60er zu diesem Song zusammen. Überall hört man bekannte Linien diverser Titel, und trotzdem klingt es eigenständig.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
12.1.2005 |
| Letzte Änderung: |
12.1.2005 |
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Von den (Stand Anfang 2008) drei Alben der Band um Crispian Mills ist dieses hier mit Sicherheit das "hippieskeste". Weniger rockend als der Vorgänger und der Nachfolger, dafür noch stärker von indischer Musik inspiriert, scheint von den ersten Tönen an unablässig der Duft von Räucherstäbchen den Boxen zu entströmen, und spätestens bei den Klängen von Radhe Radhe erscheinen vor dem geistigen Auge des Hörers tanzende Blumenkinder in bunten Gewändern. Kurzum, eine Zeitreise, die den Hörer um vierzig Jahre zurückversetzt. Würde auf dem Cover als Erscheinungsjahr 1967 stehen, man hätte keinen Grund, an dieser Angabe zu zweifeln.
Eigentlich ist solcher "Extrem-Retro" nicht so mein Ding, aber dem Charme dieser Hommage an die späten 60er kann ich mich nicht entziehen. Für mich das gelungenste Album von Kula Shaker!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
7.1.2008 |
| Letzte Änderung: |
15.9.2010 |
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Mit „Peasants, Pigs And Astronauts” haben die vier Briten ein klasse Album vorgelegt, auf dem sie fast schon in perfekter Weise BritPop, Psychedelic Rock und indische Musik miteinander verweben. Gleich mi dem ersten Lied “Great Hosannah“ wird klar, dass man auf dieser Scheibe Außergewöhnliches zu hören bekommt. Ein tolles Lied, welches sofort ins Ohr geht – kraftvoll und dabei doch sehr melodiös. Perfekt sind dabei auch die Hintergrundgesänge arrangiert, die dem Lied die nötige Fülle geben.
Weiter geht es mit „Mystical Machine Gun“. Ein deutlich ruhigeres Lied als der Opener, welches in der Strophe fast mit einem Sprechgesang vorgetragen und nur im Refrain gesungen wird. Auch hier machen die Details das Lied, in diesem Fall die Bläser, zu einem sehr guten Track. „S.O.S.” beginnt dann mit einem Gimmick und ist das härteste Stück auf dem Album. Zu Beginn sagt eine Stimme: „It’s two o’clock“. Und diese Stimme klingt wie die eines Mainzelmännchens, obwohl selbiges den Musikern von Kula Shaker wohl kaum ein Begriff sein dürfte. Das Lied strotzt nur so vor Kraft und ist eine klasse Rocknummer.
Dann wird es mit „Radhe Radhe“ richtig indisch. Ich habe mir nie viel aus indischer Musik gemacht, aber hier passt alles perfekt, sodass auch dieses Lied zu einem Highlight eines sehr interessanten Albums wird. „I'm Still Here”, ist mit 1:31 Minuten das kürzeste Lied auf dem Album und bei diesem Track beweisen die Mannen von Kula Shaker, dass sie auch ruhigere Stücke schreiben können. Eine sehr schöne Ballade. „Shower Your Love” wird anschließend auch wieder “indisch” eingeleitet und dieses Stück ist am ehesten der Überschrift „BritPop“ zuzuordnen. Es erinnert sogar ein wenig an die Beatles.
„108 Battles (Of The Mind)” beginnt mit Donnergrollen und ist wieder ein etwas schnellerer Track, welches auch wieder dem „BritPop“ zugeordnet werden kann, wohingegen „Sound Of Drums” durch das Keyboardspiel wohl am ehesten an die Doors erinnert. Auch wenn die Anleihen unüberhörbar sind, so klingen die Lieder trotzdem nicht abgekupfert, sondern lediglich vom Stil her ans Ende des Jahrtausends übertragen und durchaus eigenständig.
“Timeworm” ist anschließend ein sehr schönes und ruhiges Lied, klasse hier die Melodieführung. „Last Farewell” erinnert dann erneut an die Doors, eine Reminiszenz. „Golden Avatar” ist ebenfalls ein schönes Britpop-Lied und auch hier kommt man automatisch zum Vergleich mit den Beatles. Das Lied hätte perfekt auf das Weiße Album gepasst.
Bliebe zum Abschluss noch „Namami Nanda – Nandana“. Das Stück ist natürlich keine zwölfeinhalb Minuten lang, das Lied dauert etwas über fünf Minuten, der Rest besteht aus Ruhe, nur ganz zum Schluss hört man dann noch einen „Hidden Track“, der wiederum indisch klingt und in dieser Sprache auch gesungen wird. Sicherlich kein Highlight des Albums, das verbirgt sich jedoch in den ersten fünf Minuten. Die Nummer beginnt sehr sphärisch mit Flötenklängen und weiß sich dann zu steigern. Der Gesang wird ebenfalls immer weiter gesteigert, bis ihn schließlich ein ganzer Chor intoniert. Ein toller Abschluss für ein richtig gutes Album.
Fazit: Die Kombination aus Britpop und indischer Musik gibt es nicht häufig. Hier, auf diesem Album, ist sie nun in Perfektion zu hören. Wer auf eingängige Musik steht, die allerdings nicht 08/15-mäßig, sondern immer wieder überraschend aus den Boxen quillt, der wird an diesem Album sehr viel Freude haben. Da sich auf der CD praktisch kein Ausreißer nach unten befindet und jeder Titel seinen ganz eigenen Reiz besitzt, kann man dieses Album nur guten Gewissens empfehlen.
| Anspieltipp(s): |
Alle Titel, da sie alle interessant und doch völlig unterschiedlich sind. |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
18.4.2012 |
| Letzte Änderung: |
18.4.2012 |
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