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Moongarden

The Gates of Omega

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2001
Besonderheiten/Stil: Ambient; Neoprog; New Artrock; Worldmusic / Ethno
Label: Mellow Records
Durchschnittswertung: 9.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Cristiano Roversi Chapman Stick, Keyboards, Piano, Fretless Bass
Luca Palleschi Vocals
David Cremoni Acoustic & Electric Guitars
Massimiliano Sorrentini Drums
Massimo Menotti Keyboards, Guitar Ambient Loops on "Beyond the gates"

Gastmusiker

Ian Brooks Drums on "Beyond the gates"
Pamela Brooks Voice on "Moonsong"

Tracklist

Disc 1
1. Forever chained 7:56
2. 5 years 6:27
3. The gates of Omega

1. a. Omega
2. b. Beyond the gates
3. c. Metamorphois complete

27:02
4. Moonsong 4:04
Gesamtlaufzeit45:29
Disc 2
1. Home sweet home

1. a. Homeless heart
2. b. The lonelyness war
3. c. Silent cry
4. d. The road to the old house
5. e. All I can do

16:20
2. Castles of sand 11:43
3. Stars and tears

1. a. Night words
2. b. This little dream
3. c. Who are you?
4. d. Stars and tears
5. e. Day words

17:10
4. Moonsong - The conclusion 9:50
Gesamtlaufzeit55:03


Rezensionen


Von: Kristian Selm (Rezension 1 von 2)


Gute Alben brauchen eben ihre Zeit. Ganze fünf Jahre vergingen seit dem Vorgängeralbum "Brainstorm of emptyness". In dieser Zeit hat Mastermind Cristiano Roversi nicht nur jede Menge neue Ideen zusammengetragen, so dass das "The gates of Omega" gleich zu einem Doppelalbum anwuchs, auch fanden gewisse Kurskorrekturen in der stilistischen Ausrichtung sowie diverse Umbesetzungen bei den Gastmusikern statt.

War der Vorgänger so richtig heftig von den Sounds der 70er zusammen mit neo-progressiver Musikalität und Ausstrahlung geprägt, so ist dieses Grundprinzip zwar in vielen Ansätzen auch auf "The gates of Omega" noch hörbar (vor allem in den sanften Mellotronteppichen), doch der Großteil ist spartanisch rhythmisch oder ruhig, an manchen Stellen eindeutig zu ruhig geraten. Zwar gibt es stellenweise ein Wiederhören mit richtig schön gespieltem und hochmelodischen NeoProg und epischer Melancholie Marke frühe Genesis, doch Roversi hat sein Hauptaugenmerk inzwischen auf sehr sensible und sachte Klangreisen, Soundscapes mit World Music Anleihen gelegt. Erinnerungen an die neueren Werke von Peter Gabriel oder die sanfte Seite von King Crimson werden wach.

Dazu unterstützen ihn perfekt der akzentfrei und in warmer Tonlage singende Luca Palleschi, sowie der sorgsam, aber effektiv agierende Schlagzeuger Massimiliano Sorrentini. Doch getragen werden die teils epischen Titel vor allem von lang anhaltender Atmosphäre, weit ausladenden Instrumentalreisen, die manchmal schon in ein fast leeres Nichts münden, sich aber zwischendurch immer wieder in melodischer Schönheit fangen und Stimmungen transportieren. Mit seinen diversen Instrumenten (Chapman Stick, Keyboards, Piano, Bass) schafft der Multiinstrumentalist verschiedene Klangerlebnisse von fragiler, perkussiver Schönheit.

Somit besteht "The gates of Omega" zu zwei Dritteln aus wirklich schönen, ruhigen Songs, das letzte Drittel verfliegt etwas zu zusammenhangslos in einzelne Fragmente. Auch bei diesem Album liegt die Vermutung nahe, dass bei der Straffung mancher Längen und Zusammenstutzen der Ideen auf eine CD ein wirklich gefühlvolles, atmosphärisches Werk von emotionaler Tiefe entstanden wäre. So gilt es jedoch auch ungewollten Leerlauf zu überstehen. Ein interessantes Album mit einigen guten, wirklich brillanten Ideen, einer zum Teil neuen Ausrichtung und jeder Menge Ruhe und Gefühl.

Anspieltipp(s): Forever chained
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 20.1.2005
Letzte Änderung: 20.1.2005
Wertung: 9/15

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Von: Jörg Schumann @ (Rezension 2 von 2)


Gut Ding will Weile haben. Wie oben erwähnt, hat sich Cristiano Roversi ein halbes Jahrzehnt Zeit genommen, um Gates of Omega reifen zu lassen. Herausgekommen ist ein Album, welches im Vergleich zum Vorgänger ruhiger, ausladender und über weite Strecken atmosphärischer und ambienter geworden ist. Weniger Mellotron, mehr Keyboard-Soundscapes, zartes Piano, acustic guitar und subtile Perkussionstexturen. Einmal wirds gar sehr NewAge-mässig (Mitte des Titelstücks), gefolgt von WorldMusic.

Kristian fühlt sich an King Crimson und Peter Gabriel erinnert, ich würde noch die frühen Porcupine Tree und Pink Floyd ergänzen. Obwohl die Kompositionen zum Teil sehr lang sind und wenige Motive repetitiv gespielt und nur wenig variiert werden, vermögen sie es mit Ausnahme einiger parts in "Home Sweet Home", mich stets bei der Stange zu halten.

"Forever Chained" und "5 Years" atmen noch den Geist von "Brainstorm of Emptyness", das Titelstück glänzt dann als erster Höhepunkt mit "spaceigen" Keyboardlinien und fetten Synthibass-Teppichen. "Moonsong" gefällt mir persönlich am wenigsten, was aber bei der kurzen Spielzeit des Titels nicht gross ins Gewicht fällt. Die "conclusion" zum Abschluss des Albums ist da ansprechender.

"Home Sweet Home" ist zu Anfang und im Mittelteil etwas langatmig, legt dazwischen aber los und überzeugt durch treibende Perkussion und einen geilen Snaredrum-Sound.

"Castles of Sand" ist eine ruhige Ballade, erst nur von Piano und Stimme getragen, dezent unterlegt mit Synthi-Flies, die dann von Gitarre und gefühlvollem Schlagzeug weitergeführt wird und schliesslich in, ich nenns mal "Unterwasserwelt-Sounds", mündet und langsam ausgeblendet wird. Solche Delphin-ähnlichen Keyboardsounds finden sich auch im Soundtrack von "Le Grand Bleu".

Es folgt mit "Stars and Tears" der zweite Höhepunkt des Albums. Ein Stück, das trotz seiner Länge Songcharakter hat und im Vergleich zu den ambienteren Stücken der Platte einen klaren Spannungsbogen bzw. Steigerungslauf enthält. Garniert wird das Werk mit typischen Cremoni-Soli. Ebenfalls tolle Snaredrum; ich liebe das!

Ein würdiger Nachfolger.

Anspieltipp(s): Star and Tears
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 17.12.2010
Letzte Änderung: 17.12.2010
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Moongarden

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1994 Moonsadness 8.00 2
1995 Brainstorm of Emptyness 11.00 3
2004 Round Midnight 11.00 4
2008 Songs From The Lighthouse 10.33 3
2009 A Vulgar Display Of Prog 11.67 3
2014 Voyeur 11.00 2

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