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Arena

Pepper's Ghost (7 Stories Of Mystery And Imagination)

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2005
Besonderheiten/Stil: Metal; Neoprog
Label: Inside/Out
Durchschnittswertung: 11/15 (5 Rezensionen)

Besetzung

John Mitchell Guitars, Vocals
Clive Nolan Keyboards, Vocals
Mick Pointer Drums
Ian Salmon Bass
Rob Sowdon Lead Vocals, Acoustic Guitar

Tracklist

Disc 1
1. Bedlam Fayre 6.08
2. Smoke And Mirrors 4.42
3. The Shattered Room 9.48
4. The Eyes Of Lara Moon 4.30
5. Tantalus 6.51
6. Purgatory Road 7.25
7. Opera Fanatica 13.06
Gesamtlaufzeit52:30


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß (Rezension 1 von 5)


Wie ja schon mehrfach erwähnt, habe ich durch unglückliche Umstände einige zeitgenössische Progbands eher spät kennengelernt, so auch Arena. Mein Einstieg war "Immortal?", dann "The Visitor" und das Livealbum "Breakfast At Biarritz". Nun alle diese Alben waren ganz nett, "The Visitor" vielleicht am stärksten, aber auch nicht wirklich aufregend. Zudem waren alle schnell irgendwie überhört und verschwanden dann wieder aus meinem Player. Und irgendwie fehlte mir dann die Motivation, noch weiter in die Diskografie der Band vorzudringen.

Im Januar 2005 stellt sich das für mich allerdings etwas anders dar. Aufgrund allerlei Vorschlusslorbeeren habe ich mir "Pepper's Ghost" besorgt und kann dieselben nur voll und ganz bestätigen.

Ein tolles Album im Bereich "Neoprog mit Schmackes" ist Arena hier gelungen. Gitarren und Keyboardbombast halten sich die Waage, ja die Gitarren dominieren gar leicht. Als Gitarrist ist John Mitchell eine Bank (und darauf sollte er sich denn auch konzentrieren ;-)). Clive Nolans Keys-Sounds klingen modern und geschmackvoll. An den richtigen Stellen wird auch etwas Retro-Feeling eingestreut. Ian Salmon gibt am Bass gelegentlich den Squire... und sogar Mick Pointer (der mich allerdings noch nie so gestört hat, wie das oft kolportiert wird) macht sich ordentlich. Am Gesang von Rob Sowden gibt es eh nichts zu meckern.

Rundherum ein schönes Album zum Abrocken und Spass haben, ohne dabei auf einen gewissen "Anspruchs-Kitzel" verzichten zu müssen. Und "Opera Fanatica" ist sowieso der definitive Track des Genres. Überaus gelungen finde ich auch "The Shattered Room", das sich vom schrammeligen Beginn zum Bombast-Rocker entwickelt, und die gefühlvolle Ballade "The Eyes Of Lara Moon". Der "Test of Time" steht natürlich noch aus, aber ich würde mal vermuten, an diesem Album kann man lange Spass haben.

Ein Sonderlob gibt es auch für die liebevolle Aufmachung des Digipaks mit einem wunderschönen Comic-Booklet. Très chic!

Anspieltipp(s): Opera Fanatica, The Shattered Room
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 25.1.2005
Letzte Änderung: 20.10.2015
Wertung: 11/15

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Von: Jörg Schumann @ (Rezension 2 von 5)


Auch von meiner Seite gibt es für dieses Album nur Lob. Pepper`s Ghost ist das Beste, was die Männer um Clive Nolan seit Langem abgeliefert haben. Der "metalic" Anstrich bekommt Arena sehr gut. Doch es ist nicht nur der Stil, der sich etwas geändert hat (nicht sehr freilich; das gab`s zum Teil ähnlich auch schon auf Songs From the Lions Cage oder auch auf The Visitor), hier wurde einfach durchgehend toll komponiert. Da bleiben die Melodien hängen, reissen die sägenden Gitarren mit, überzeugt der Sänger und zünden die Breaks. Das Album ist Gitarren-lastiger als frühere Arena-Werke, Clive Nolan agiert meist dezent im Hintergrund und überlässt anderen, allen voran John Mitchell, die Bühne. Und wo er sein Keyboardarsenal einsetzt, da gefallen die Sounds und ergänzen das Gesamtbild perfekt.

Ich höre das Album nun seit einer Woche (beim Skifahren) rauf und runter und kann keinen echten Schwachpunkt ausmachen. Das Album macht einfach nur Spass und bedient sowohl Zwerchfell, Kopf als auch Herz und Gefühl.

Meine Favoriten sind Purgatory Road, in welchem sich bombastisch-erhabene Keyboard-Akkordfolgen und ein temporeicher, Gitarren-betonter Rockteil abwechseln. Garniert wird das Ganze mit flotten Bassläufen.

Absoluter Höhepunkt der Platte und wohl das grösste Werk, das Nolan bisher geschaffen hat, ist Opera Fanatica. Eingangs Tenor und Sopran, gefolgt von rockigem 5/4-Takt mit stakkato-artigen Gitarrenriffs und hämmernden Breaks, darüber eine weinende E-Gitarre, im Hintergrund magistrale Keyboardteppiche. Das alleine ist schon erste Sahne. Doch was dann ab 6:00 folgt, ist schlicht genial. Ein hypnotischer Groove auf tiefen Toms und eine virtuose Melodie der Gitarre, die vom Keyboard übernommen, weitergeführt und dann wieder der Gitarre übergeben wird, welche sie in einen erhaben-bombastischen Teil führt.

Fazit: Arena machen sich mit Pepper`s Ghost selber ein tolles Geburtstagsgeschenk und das Jahr 2005 hat seinen ersten kleinen Höhepunkt.

Anspieltipp(s): Opera Fanatica, Purgatory Road
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 28.1.2005
Letzte Änderung: 4.12.2011
Wertung: 11/15
Opera Fanatica 14

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Von: Christian Rode @ (Rezension 3 von 5)


Artwork: Das Auge isst mit! Selten war diese alte Weisheit zutreffender als im Fall von Pepper's Ghost. Dieses Album muss einfach jeder Plattenfetischist haben, egal wie er zu der enthaltenen Musik stehen mag. Geschichten wie aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert werden mit atmosphärisch-düsteren Comic Strips, stilistisch zwischen EC-Comics der 50-er Jahre und DC-Vertigo angesiedelt, bebildert. Am besten besorgt man sich das Teil aber als LP (falls es das gibt), denn die Schrift ist fast nur mit der Lupe lesbar und die Bilder kommen in größer bestimmt auch noch besser.

Marketing: Die Jungs von Arena zeigen mit dieser Verpackung zum wiederholten Male, dass sie weltweit die führende Progband in puncto Produktmarketing sind. Schon der Vorgänger Contagion stellte ein Highlight in dieser Richtung dar, wurde er doch durch zwei Maxis ergänzt. Doch die Artwork-Idee bringt diesmal das comic-hafte des Arena-Sounds auf den Punkt. Geschickt auch im Untertitel die Anlehnung an Alt-Meister Edgar Allen Poe (Stories of Mystery and Imagination).

Musik: Gegenüber dem musikalisch vielschichtigeren Vorgänger-Album wirkt der Klangkosmos auf Pepper's Ghost einheitlicher, düsterer, insgesamt härter und entgeht so der Flachheit, die auf Contagion teilweise zu beklagen war. Freunde des fetten, rockenden, symphonischen Neoprogs dürften ihre Freude haben. Alle anderen Hörer dürften dieses Album jedoch - wie andere Arena-Alben auch - als pompösen Schwulst empfinden.

Anspieltipp(s): The Eyes of Lara Moon (Crimson, ick hör dir trappsen...)
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 11.2.2005
Letzte Änderung: 28.2.2012
Wertung: 10/15
unter Berücksichtigung der Verpackung

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Von: Franco Cappelletti (Rezension 4 von 5)


In der Tat - die zunehmende Härte tut Arena gut. War das Vorgängeralbum "Contagion" doch nur leidlich gelungen, so hat sich hier eine erstaunliche Metamorphose vollzogen: die Band nähert sich härtetechnisch und kompositorisch wahrhaftig an Threshold an (wobei sich Threshold mittlerweile ja in Punkto Härte auch immer mehr zurückhalten). Der starke Opener "Bedlam Fayre" könnte sich z.B. vom Aufbau her ohne weiteres unbemerkt auch auf Thresholds "Critical Mass" verstecken, und der Refrain von "Smoke and Mirrors" ist eigentlich Threshold pur.

Mir gefällt diese neue Zutat, wird hier doch auf wirklich gelungene Weise "Popkorn-Kino für die Ohren" geboten. Es gibt keine Ausfälle zu verzeichnen, die Songs sind intelligent konstruiert und immer wieder mit erstaunlichen Tonart- und Tempowechseln gespickt. Ein Album wie aus einem Guß.

Anspieltipp(s): Bedlam Fayre; The Shattered Room
Vergleichbar mit: herkömmlichen Arena mit nunmehr 1/3 Threshold-Anteil
Veröffentlicht am: 1.10.2005
Letzte Änderung: 2.8.2011
Wertung: 12/15

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Von: Jürgen Gallitz-Duckar @ (Rezension 5 von 5)


Ich bin Comic-Sammler. Ich steh auf die Atmosphäre des Dickens'schen London, wie sie immer wieder in Büchern und Filmen präsentiert wird. Ich steh nicht auf Metal wie er inzwischen so üblich ist. Lange, sehr lange hab ich darum überlegt. Soll ich oder nicht? Ich entschied, ich tat es und kaufte. Und es ward gut.

Arena's Prog-Metal Stil ist zu 100% kompatibel für einen nichtmetallischen Proggie wie mich. Sehr guter leicht theatralischer Gesang, Keyboards die ab und zu richtig genial auf- und dazwischenblitzen, Songs mit durch und durch guten Melodien, sowie viel Abwechslung in der Komposition. Und das Beste: Die Heavy-Gitarren sind hier nicht so fettbratzend produziert wie es heutzutage so schick ist, dass es eigentlich gute Combos wie Porcupine Tree gleichmal als schlechtes Stilmittel integrieren müssen. Diese Art hart zu spielen erinnert mich viel mehr an die gute alte Zeit der aufkommenden NWOBHM (für Uneingeweihte: der New-Wave-Of-British-Heavy-Metal – Anfang der 80er where it all begans), in welcher die Gitarren oftmals noch, trotz Härte, dem Song untergeordnet wurden. So mochte ich das schon damals und so gefällts noch heute.

Und da dann noch dieses unverschämt gute, einen Comicfreak wie mich geradezu danach gierende, Artwork hinzu addiert wird, kann ich meinen Kollegen nur absolut recht geben: Eine Platte wie ein guter unterhaltsamer phantastischer Hollywood Film. Werde ich am Ende doch noch ein Prog-Metal Anhänger? Wir werden hören, bitte bleiben sie dran.

P.S: Kritik? Hmm, ja doch. Bitte eine Grossversion des Comics damit ich die Lupe wieder wegpacken kann ;-) . Trommelbube Pointer spielt zwar nicht pointiert aber stört mich jetzt auch nicht groß. Ist recht gut in das Gesamtbild integriert.

Und noch ein P.S: "Opera Fanatica" ist wirklich großartig.

Anspieltipp(s): Opera Fanatica
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 25.11.2005
Letzte Änderung: 31.7.2013
Wertung: 11/15
Drama-Prog-Metal mit 80er Jahre Hart-Sound

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Arena

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1995 Songs From the Lions Cage 10.50 2
1996 Pride (Let Your Conscience Decide) 10.50 2
1996 Edits - 1
1997 Welcome Back! To The Stage - 1
1997 Welcome to the stage 10.00 1
1997 The Cry 3.00 2
1998 The Visitor 9.75 4
1999 The visitor - revisited - 1
2000 Immortal? 6.25 4
2001 Breakfast In Biarritz 6.00 1
2001 Unlocking The Cage - 1
2002 Radiance - 1
2003 Contagious - 1
2003 Contagium - 1
2003 Caught in the act (DVD) 9.00 1
2003 Contagion 8.00 3
2004 Live & Life (The Contagion Tour 2003) 9.00 1
2006 Smoke & Mirrors (DVD) 9.50 2
2011 The Seventh Degree Of Separation 8.00 2
2013 Rapture (DVD) 9.00 1
2015 The Unquiet Sky 10.50 2
2016 XX 10.00 1

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