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Reflexionen zum Progressive Rock (16.11.2017)
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Eloy

Colours

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1980
Besonderheiten/Stil: HardRock; Klassischer Prog
Label: Harvest
Durchschnittswertung: 10/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Frank Bornemann Gesang, Gitarre
Klaus-Peter Matziol Bass, Gesang
Hannes Arkona Gitarre
Hannes Folberth Keyboards
Jim McGillivray Schlagzeug

Tracklist

Disc 1
1. Horizons 3:20
2. Illuminations 6:19
3. Giant 6:05
4. Impressions 3:06
5. Child Migration 7:23
6. Gallery 3:08
7. Silhouette 6:57
8. Sunset 3:15
9. Wings of Vision   (Bonustitel, Single 1980) 4:14
10. Silhouette   (Bonustitel, Single edit) 3:30
Gesamtlaufzeit47:17


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 1 von 2)


Im Laufe des Jahres 1979 verließen Keyboarder Detlev Schmidtchen und Schlagzeuger Jürgen Rosenthal Eloy, um ihr eigenes Projekt Ego on the Rocks zu gründen. Dafür kamen Hannes Folberth und Jim McGillivray neu in die Band, dazu mit Hannes Arkona ein weiterer Gitarrist. Entsprechend zeigt sich auf "Colours" ein veränderter Eloy-Stil. Vorbei die Zeiten ausladender Keyboardflächen, stattdessen stehen die Gitarren mit z.T. ziemlich rockigen Riffs im Vordergrund. Die Songs sind kompakter und griffiger, aber meist ohne dabei allzu sehr ins Kommerzielle abzudriften.

Das erste und das letzte Stück heben sich dabei stilistisch vom Rest des Albums ab. "Horizons" hat sphärischen Frauengesang zu massivem Clavinet-Einsatz, das instrumentale "Sunset" ist ein schwebendes Synthiestück mit etwas Akustik-Gitarre und wirkt wie eine kleine Reminiszenz an den 70er-Stil von Eloy.

Dazwischen wird dann aber teilweise schon heftig gerockt, vor allem in "Illuminations" und "Child Migration". Zur Erholung gibt es das sanfte "Impressions" mit schönem Flötensolo (dessen Urheber im Dunkeln bleibt).

"Colours" ist vielleicht kein essentielles Eloy-Album, aber im Vergleich zu anderen Bands aus dem Bereich Progressive Rock haben Eloy den Übergang ins "dunkle Jahrzehnt des Prog" einigermaßen unbeschadet überstanden.

Nachtrag 04/2005: Die neue Remaster-Ausgabe von "Colours" (kopiergeschützte CD) enthält zwei Bonustitel, das 1980 als Single veröffentlichte "Wings of Vision" sowie einen Single-Edit von "Silhouette". Beide erschienen bereits Anfang der 90er auf der CD "Rarities", näheres siehe dort.

Anspieltipp(s): Illuminations
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 9.5.2004
Letzte Änderung: 9.4.2005
Wertung: 10/15

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Von: Christian Rode @ (Rezension 2 von 2)


Es soll ja Leute geben, die meinen, Eloy-Alben würden alle gleich klingen. Wer sich aber die Entwicklung der Band in den 70ern von den psychedelisch-krautrockigen Ursprüngen zum erhabenen Sympho-Prog anhört, kann da nur mit dem Kopf schütteln. Erst recht, wenn man sich dann noch das Album Colours aus dem Jahr 1980 zu Gemüte führt.

Nach dem ungeheuer intensiven und schwelgerischen Silent Cries & Mighty Echoes dachte sich die umformierte Band um Frank Bornemann wohl, dass es Zeit wäre, mal was anderes zu probieren. Und der Schnitt ist wirklich deutlich und wohl auch dem Zeitgeist geschuldet. Denn wir erinnern uns, gegen Ende der 70er Jahre ging auch im Prog die Lust an kürzeren, gradlinigeren Songs um, die Zeit der großen Konzeptalben voller Longtracks schien beendet.

Stattdessen gibt es auch schon mal eine knackige Hardrockgitarre zu hören. Und die Synthies bieten auch kurze, repetetive Riffs. Insgesamt entsteht so ein ziemlich frischer Eindruck Unterstrichen wird dieses Bild auch von den farbigen, naturverbundenen Lyrics, die sich mal nicht (nur) in Weltschmerz winden: „Sunbeams dancing in your mind, blue larks embracing sunlight. Lotus of pedals glistening, cool shade of wise trees listening.“ (Horizons) oder „She grew like the blossoming oak tree, a fountain of magic spells, her mind was a sunshowered beauty, we once knew so well.“ (Silhouette) Dennoch ist auch auf Colours ein Sound zu hören, der eindeutig als Eloy identifizierbar ist.

Colours ist so ein für Eloy-Verhältnisse recht erstaunliches Album geworden, das auch Kritiker ansprechen könnte, die sonst mit Eloy nicht so viel anfangen können. Tatsächlich soll Colours endlich mehr Wohlgefallen in der Musikpresse hervorgerufen haben. Mir persönlich fehlt allerdings schon die sonst Eloy-typische Vorliebe für die schwelgerisch lange Form. Dies schien auch vielen Fans und auch der Band selbst so gegangen zu sein. Denn mit dem Nachfolgealbum vollführten Eloy wieder die Kehrtwende hin zum kosmischen Breitwandkino.

Anspieltipp(s): Child Migration
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 16.2.2008
Letzte Änderung: 16.2.2008
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Eloy

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1971 Eloy 7.50 2
1973 Inside 10.75 4
1974 Floating 9.33 3
1975 Power and the Passion 8.60 5
1976 Dawn 9.00 5
1977 Ocean 11.71 7
1978 Live 12.67 3
1979 Silent Cries & Mighty Echoes 10.60 5
1981 Planets 10.67 3
1982 Time to Turn 10.00 3
1983 Performance 8.67 3
1984 Metromania 8.67 3
1988 Ra 6.50 4
1991 Rarities - 1
1992 Destination 6.00 2
1993 Chronicles I 11.00 1
1994 The Tides Return Forever 9.20 5
1998 Ocean 2 - The Answer 10.50 4
2003 Timeless Passages 10.50 2
2009 Visionary 8.25 4
2010 The Legacy Box (Doppel-DVD) - 1
2014 Reincarnation on Stage 10.50 2
2017 The Vision, The Sword and The Pyre Part 1 10.33 3

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