SUCHE
Erweiterte Suche
NEUE REZENSIONEN
18.1.2017
Reflections in Cosmo - Reflections in Cosmo
Pain of Salvation - In The Passing Light Of Day
17.1.2017
Dream Theater - Metropolis Pt. II - Scenes From a Memory
Sons Of Noel And Adrian - Turquoise Purple Pink
Accordo dei Contrari - Kublai
16.1.2017
The Far Meadow - Given The Impossible
Accordo dei Contrari - Kinesis
Camel - Moonmadness
15.1.2017
Anakdota - Overloading
Karfagen - Spektra
Suzanne'Silver - Like Lazarus
Kraftwerk - Minimum - Maximum (DVD)
This Makes Us Human - This Makes Us Human
14.1.2017
Brian Eno - Reflection
13.1.2017
The Aurora Project - World of Grey
12.1.2017
Steamboat Switzerland - Get Out Of My Room
Rick Wakeman - No Earthly Connection
Eric Gillette - The Great Unknown
ARCHIV
STATISTIK
23054 Rezensionen zu 15742 Alben von 6103 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

Ghost

Hypnotic Underworld

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2004
Besonderheiten/Stil: Krautrock; New Artrock; Psychedelic; Spacerock; Worldmusic / Ethno
Label: Drag City Inc.
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Takuyuki Moriya electric bass, contra bass, cello
Kazuo Ogino piano, mellotron, korg ms-20, organ, lute, recorder, celtic harp
Junzo Tateiwa drums, tabla, percussions
Masaki Batoh acoustic guitars, vocals
Michio Kurihara electric guitar
Taishi Takizawa theremin, flute, saxophone, tin whistle, bouzouki etc.

Tracklist

Disc 1
1. Hypnotic Underworld: 1) God Took a Picture of His Illness on This Ground 13:32
2. Hypnotic Underworld: 2) Escaped and Lost Down in Medina 7:09
3. Hypnotic Underworld: 3) Aramaic Barbarous Dawn 2:55
4. Hypnotic Underworld: 4) Leave the World! 0:22
5. Hazy Paradise 4:53
6. Kiseichukan Nite 5:04
7. Piper 6:42
8. Ganagmanag 10:04
9. Feed 7:07
10. Holy High 6:10
11. Dominoes - Celebration for the Gray Days 6:43
Gesamtlaufzeit70:41


Rezensionen


Von: Christian Rode @


Ghost spielen auf Hypnotic Underworld eine Musik, die ihrem Namen gerecht wird, nämlich nur schwer zu fassen ist. Dieses Album hat mich - wie schon seit einiger Zeit keines mehr - zugleich gefesselt wie irritiert. Eine Art Zen-Psychedelic-Space-Prog markiert die bislang letzte Stufe dieser eigensinnigen japanischen Band, die bereits seit 1990 Alben veröffentlicht.

Die Irritation beginnt bereits mit dem 1. Teil des Openers, einer Gruppenimprovisation mit schräger, geisterhafter, fernöstlicher Stimmung, die vom Charakter her mehr einer Filmmusik als einem Stück Rockmusik gleicht. Entweder man fällt bei dieser Nummer nach wenigen Minuten in Trance oder man fragt sich spätestens nach 13 (!) Minuten, wann es denn endlich richtig losgeht... Danach setzt das Schlagzeug ein und gibt der Musik deutlicher Struktur. Zum Ende dieses zweiten, ebenfalls instrumentalen Stücks steigert sich die Dynamik, um in das leider kurze, aber umso hymnischere Aramaic Barbarous Dawn überzugehen. Hier wird zum ersten Mal Gesang eingesetzt und die Stimmung schwenkt ganz deutlich ins spacig-psychedelische um. Damit ist auch die Richtung für den Rest des Albums vorgegeben.

Nach einem kurzen, aber heftigen Abschluss des Vierteilers folgt eine psychedelisch-relaxte Version des Earth & Fire-Songs Hazy Paradise. Kiseichukan Nite verstärkt die asiatische Note der Musik v.a. mit ruhigen Flötenklängen und gesprochenem Wort. Demgegenüber rockt es mit Piper gewaltig proggig, im Kontrast zwischen harten Gitarreneruptionen, sanften Flötenklängen und vielschichtiger Rhythmusarbeit, wie sie in weiten Teilen des Albums hörbar ist. Spätestens an dieser Stelle wird sich der Hörer fragen, mit welchen Überraschungen die Band wohl noch aufwarten wird.

Während Ganagmanag wie die anderen Instrumentalstücke des Albums sich in einer hypnotischen, sich am Ende heftig steigernden Wiederholung verliert, erklingt mit Feed eine auch von der Gitarrenarbeit her floydige Gesangsnummer. Der Gesang von Masaki Batoh ist übrigens auch für europäische Ohren erstaunlich angenehm. Beim folkig treibenden Holy High dominiert wieder die Flöte, diesmal flott, während sie beim Syd Barrett-Stück Dominoes einschmeichelnd eingesetzt wird. Hinten angesetzt folgt als seltsamer Abschluss noch eine kraftvolle Orgel mit geisterhaften Effekten unterlegt.

Die kontrastreiche und doch überraschend einleuchtende Synthese aus psychedelischem Prog und asiatischen Klanglandschaften macht Hypnotic Underworld zu einem ungewöhnlichen Erlebnis, das vor allem Freunde des Acid-Rocks und des frühen Krautrocks a la Amon Düül ansprechen dürfte. Beeindruckend.

Anspieltipp(s): Piper, Aramaic Barbarous Dawn
Vergleichbar mit: Pink Floyd und Amon Düül auf japanisch
Veröffentlicht am: 6.5.2005
Letzte Änderung: 14.11.2011
Wertung: 12/15

Zum Seitenanfang

Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Ghost

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1990 Ghost 10.00 1
1992 Second Time Around 9.00 1
1994 Temple Stone 12.00 1
1996 Lama Rabi Rabi 12.00 1
1999 Snuffbox Immanence 11.00 1
1999 Tune in, turn on, free Tibet 12.00 1
2005 Metamorphosis 11.00 1
2007 in stormy nights 12.00 1
2007 Overture: Live in Nippon Yusen Soko 2006 12.00 1

Zum Seitenanfang

© 1999-2017; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum