SUCHE
Erweiterte Suche
NEUE REZENSIONEN
21.10.2017
Schnellertollermeier - Rights
Soup - Remedies
Algaravia - Breve E Interminável
Robert Schroeder - Cygnus-A
Drifting Sun - Twilight
Marillion - Living in F E A R
19.10.2017
My Soliloquy - Engines of Gravity
Liquid Orbit - Liquid Orbit
John Zorn - Simulacrum
18.10.2017
Amorphis - My Kantele
Reckoning Storm - The Storm Engine
17.10.2017
Aquaserge - laisse ça être
Southern Empire - Southern Empire
TNNE - Wonderland
16.10.2017
Pere Ubu - 20 Years in a Montana Missile Silo
Nump - Sun is cycling
15.10.2017
Tangerine Dream - Quantum Gate
Collapse Under The Empire - The Fallen Ones
ARCHIV
STATISTIK
23975 Rezensionen zu 16375 Alben von 6363 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

Eloy

Power and the Passion

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1975
Besonderheiten/Stil: Konzeptalbum; Klassischer Prog
Label: EMI
Durchschnittswertung: 8.6/15 (5 Rezensionen)

Besetzung

Frank Bornemann Gesang, Gitarre
Manfred Wieczorke Keyboards
Detlef Schwaar Gitarre
Luitjen Jansen Bass
Fritz Randow Schlagzeug

Tracklist

Disc 1
1. Introduction 1:11
2. Journey into 1358 2:54
3. Love over Six Centuries 10:09
4. Mutiny 9:08
5. Imprisonment 3:13
6. Daylight 2:38
7. Thougts of Home 1:05
8. The Zany Magician 2:35
9. Back into the Present 3:07
10. The Bells of Notre Dame 6:26
11. The Bells of Notre Dame   (Bonustitel, Remix 1999) 6:26
Gesamtlaufzeit48:52


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 1 von 5)


Auf "Power and the Passion" wagten sich Eloy erstmals an ein Konzeptalbum. Die Handlung ist reichlich abstrus: Der Junge Jamie nimmt versehentlich eine Zeitdroge, die ihn ins Paris des Jahres 1358 versetzt, verliebt sich in die Tochter eines bösen Großgrundbesitzers, schlägt sich bei einem Aufstand auf die Seite der unterdrückten Bauern, landet im Kerker, wird befreit und kehrt mit Hilfe eines Magiers in die Gegenwart zurück.

Auffällig sind die zahlreichen kirchenmusikalisch inspirierten Motive, wie z.B. in der "Introduction". Daneben erweitern Eloy hier ihren Sound durch den Einsatz von Synthesizer und Mellotron, wobei manchmal schon Anklänge an ihre Hochphase der späten Siebziger vorhanden sind. Insgesamt wirkt "Power and the Passion" aber doch etwas zerrissen und, vor allem in der zweiten Hälfte, irgendwie nicht ganz durchdacht. Mit dem melancholischen, von sanften Synthies dominierten "The Bells of Notre Dame" hat es aber zumindest einen sehr schönen Abschluss.

Interessanter ist aber die erste Hälfte des Albums, z.B. "Love over Six Centuries" mit dem langen gesprochenen Dialog zwischen den beiden Hauptpersonen der Geschichte. Auch "Mutiny" gehört mit seinen sphärischen Keyboardsounds, die schon auf spätere Eloy-Werke hinweisen, zu den Höhepunkten des Albums.

Insgesamt ist "Power and the Passion" aber kein essentielles Eloy-Album.

Anspieltipp(s): Love over Six Centuries, Mutiny
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 1.5.2002
Letzte Änderung: 5.1.2004
Wertung: 8/15

Zum Seitenanfang

Von: Achim Breiling @ (Rezension 2 von 5)


"Power and the Passion" ist wohl das erste Album von Eloy, das die typischen Merkmale aufweist, welche die Scheiben der Gruppe ab der zweiten Hälfte der 70er prägen sollten: Konzeptalbum, sphärisch-bombastischer Keyboardsound, schwülstige Texte, Floydige E-Gitarrenlinien und viel Pathos.

Die Scheibe sollte wohl ursprünglich ein Doppelalbum werden, doch hat Produzent Jay Partridge das verhindert (was vielleicht ganz gut war). Differenzen mit diesem, die schlechte finanzielle Lage der Band und Auseinandersetzungen innerhalb der Gruppe, die nicht alle den "fantasiereichen" Ideen Bornemanns folgen wollten, führten nach dieser Scheibe erst einmal zur Auflösung von Eloy.

Auf "Power and the Passion" gibt es aber auch nichts, was mich dazu bringen könnte, dass ich dieser Eloy-Besetzung nachtrauern würde. Musikalisch bewegt man sich irgendwo im Schatten von Pink Floyd, Camel und Mike Oldfield, mit gelegentlichen Hardrock-Ausflügen. Durch die ausgiebige Verwendung streicherartiger Klänge vom Synthesizer (String-Synth) wird die Musik kräftig verzuckert. Von dem in den Credits erwähnten Mellotron ist dagegen nicht allzu viel zu hören. Das ist ganz solide gemacht, aber nicht sonderlich beeindruckend oder spannend. Einen sehr eigenen Charakter bekommt diese Musik allerdings durch Bornemanns Gesang. Akzentbelastet und recht pathetisch, geht mir sein Organ ziemlich auf die Nerven.

"Power and the Passion" bietet Sympho-Prog-Durchschnittsware, die durch den Gesang gänzlich ruiniert wird. Das Konzept dieses Konzeptalbums ist zudem ziemlich bescheuert! Langweilig!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 22.12.2004
Letzte Änderung: 18.1.2005
Wertung: 4/15

Zum Seitenanfang

Von: Andreas Pläschke @ (Rezension 3 von 5)


Tja, als zugezogener Hannoveraner, der vom Lande kommt, gab es wenig Auswahl an lokalen Bands.

ELOY spielen auf diesem Album einen symphonischen, leicht schwülstigen Sound, stark geprägt von der Orgel Manfred Wieczorkes. Das erinnert dann natürlich stark an JANE, die andere hannöversche Progrockband dieser Zeit, bei der er Mitglied war. Im Vergleich zu den späteren ELOY-Werken sind sie auf diesem Album eine ganze Ecke elegischer, die Ahnlehnung an einfache Hardrockstrukturen ist deutlicher (es gibt in den Instrumentalpassagen des öfteren einfache Hauruckbässe).

Allerdings sind ELOY doch besser als JANE. Sie erfinden das Rad nicht neu, aber es gibt zumindest in den ersten Tracks hübsch anzuhörende Passagen, den Gesang finde ich auch nicht so schlimm (aber ich mag auch Bob Dylan). Die Story, naja, es war die Zeit der märchenhaften Fantasyplatten, also Schwamm drüber.

Vieles von diesem Album taucht allerdings später in ähnlicher Form wieder auf. So bleibt zu sagen, ganz so schlecht, ist das hier nicht, selbst von ELOY gibt es deutlich Schlimmeres, es ist aber auch nichts Anspruchsvolles. Es ist einfach nur eine melodische Platte im damaligen Soundgewand. Und zumindest die Orgel klingt nett.

Anspieltipp(s): Love over six centuries
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 24.12.2004
Letzte Änderung: 24.12.2004
Wertung: 7/15

Zum Seitenanfang

Von: Jürgen Gallitz-Duckar @ (Rezension 4 von 5)


Das erste von Eloys symphonisch geprägten Alben ist gleich eines ihrer schönsten Alben überhaupt. Bornemanns "Nicht-Gesang" (ein Markenzeichen der Band und eine "Love it or leave it"-Angelegenheit, über die man nicht weiter diskutieren braucht) führt durch eine typische Fantasy-Story um eine Zeitreise plus Liebe, Magie und Revolution – das alles sehr ansprechend verpackt und untermalt.

Üppig, schwelgerisch, pinkfloydig, bombastisch sind Attribute, die man gemeinhin mit Eloy assoziiert und hier auch in dieser Ausprägung das erste Mal auf einem ihrer Alben findet. Sie gaben mit dieser LP also soetwas wie ihre musikalische Visitenkarte ab.

Ganz stark dabei die komplette ursprüngliche erste LP Seite. Der Hardrocker „Journey into 1358“ leitet gleich dramatisch quirlig ein, bevor mit dem Zehnminüter „Love over six centuries“ schon ein Höhepunkt kommt. Nach einem kurzen rockigen Einstieg übernehmen die beiden Protagonisten mit ihrem Sprechgesang (bei dem sie den Kern der Geschichte sich gegenseitig erstmal erzählen) die Führung und werden dabei von schön sanft blubbernden Keyboards im Hintergrund begleitet, bis der Song sich gegen Ende wieder dramatisch steigert. Sehr stimmungsvoll, sehr gut und einer der Höhepunkte im gesamten Eloy-Repertoire.

Das geht nahtlos über in „Mutiny“, in welchem es dann zwischen hardrockig-wild und symphonisch wechselt. Mit diesen knapp 25 Minuten war auch die erste Seite schon beendet. Diese vier Stücke (inkl. der Introduction) würde ich auf jeden Eloy-Sampler aufnehmen.

Seite 2 mit den kürzeren Stücken ist dann in Nuancen schwächer, bilde ich mir ein. Das liegt aber vielleicht einfach daran, dass mir hier die langgedehnten Instrumentalteile fehlen. Jedenfalls wird auch hier musikalisch abwechslungsreich die Geschichte von Jamie und Jeanne weitererzählt, gekrönt vom symphonischen Höhepunkt „The bells of Notre Dame“.

„Power and the passion“ ist nichts anderes als der Brückenschlag zwischen den wild-krautrockenden Eloy von „Inside“ und „Floating“ hin zu den symphonisch-floydigen, die da noch am kommen waren (wie „Dawn“, „Ocean“ usw.).

DAS Album im Eloy-Katalog für denjenigen, der ein Herz für beide Musikrichtungen (Kraut- und Sympho-Rock) hat. Das geschmackvolle Artwork rundet für mich ihr bestes Studio-Album nach „Ocean“ ab. Da ich dieses für ein Meisterwerk halte, fällt die Note für „Power….“ auch entsprechend aus.

Anspieltipp(s): die ersten vier Stücke
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 24.7.2006
Letzte Änderung: 24.7.2006
Wertung: 13/15

Zum Seitenanfang

Von: Christian Rode @ (Rezension 5 von 5)


Warum eigentlich nicht „The Power and the Passion“? Egal. Schon das angeblich „erheblich aufwendiger“ gestaltete Cover – übertroffen nur noch vom 2. Teil der Konzeptalbenserie (!) - zeigt an, dass ein neues Kapitel im Schaffen von Eloy begonnen hat. Und zum ersten Mal ist auch der volle Bornemann-Gesang da. Also kein Versuch mehr wie Ian Anderson jr. zu klingen. Ab sofort wird auch in sinfonischen Sounds geschwelgt, werden Konzept-Alben, ach was zeitlich versetzte Konzept-Doppelalben hingelegt, wird einfach nicht mehr gekleckert. Auch die früheren psychedelischen Keyboardsounds weichen Synthieklängen, die z.T. an Genesis, z.T. an Pink Floyd erinnern.

O.K., man kann Eloy Größenwahn vorwerfen. Aber musikalisch gelingt der neue Synfonic-Sound, auf diesem Album konzeptgemäß angereichert mit Elementen mittelalterlicher Musik. Power and the Passion hat überdies Erfolg beim Progpublikum, dass seit Mitte der 70er-Jahre ein allmähliches Dahinsiechen ihrer alten Heroen hinnehmen muss und dankbar für jeden Neuzugang ist. Irgendwie ist es schon auffällig, dass Eloy gerade zu dem Zeitpunkt zum Höhenflug ansetzen, als die Progszene der 70er sich gerade im Sinkflug befindet.

Mit Power and the Passion hat Frank Bornemann die Richtung vorgegeben, in der Eloy – auch in veränderter Besetzung – seinen legendären Ruf erlangen sollte. Eloy haben ihren unverwechselbaren Stil gefunden!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 14.2.2008
Letzte Änderung: 14.2.2008
Wertung: 11/15

Zum Seitenanfang

Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Eloy

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1971 Eloy 7.50 2
1973 Inside 10.75 4
1974 Floating 9.33 3
1976 Dawn 9.00 5
1977 Ocean 11.71 7
1978 Live 12.67 3
1979 Silent Cries & Mighty Echoes 10.60 5
1980 Colours 10.00 2
1981 Planets 10.67 3
1982 Time to Turn 10.00 3
1983 Performance 8.67 3
1984 Metromania 8.67 3
1988 Ra 6.50 4
1991 Rarities - 1
1992 Destination 6.00 2
1993 Chronicles I 11.00 1
1994 The Tides Return Forever 9.20 5
1998 Ocean 2 - The Answer 10.50 4
2003 Timeless Passages 10.50 2
2009 Visionary 8.25 4
2010 The Legacy Box (Doppel-DVD) - 1
2014 Reincarnation on Stage 10.50 2
2017 The Vision, The Sword and The Pyre Part 1 10.33 3

Zum Seitenanfang

© 1999-2017; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum