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Deus Ex Machina

Gladium Caeli

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1991
Besonderheiten/Stil: HardRock; RetroProg; sonstiges
Label: Kaliphonia
Durchschnittswertung: 9/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Mauro Colline Guitars
Alessando Porreca Bass
Luigi Ricciardiello Keyboards
Marco Matteuzzi Drums
Alessondro Bonetti Violin
Alberto Piras Vocals

Tracklist

Disc 1
1. Expergi 8:16
2. Arbor 16:13
3. Gladium Caeli 11:29
4. Ignis Ab Caelo 4:34
5. Se Ipse Loquitur 3:37
6. Dialeghen 15:15
7. Omnia Evolvitur Sed Potest Mutari 8:12
Gesamtlaufzeit67:36


Rezensionen


Von: Udo Gerhards (Rezension 1 von 2)


Deux Ex Machinas Debütalbum "Gladium Caeli" ist eigentlich eine CD-Version einer Rockoper über den Kampf zwischen Mensch und Natur, die die schon 1985 gegründete Blogneser Band 1991 aufnahm. Dies merkt man der Musik gelegentlich an: manch hymnische Passagen, vor allem im Titelstück haben fast Musicalfeeling, man hört förmlich, wie sich ein Chor in einer Linie aufstellt, an den Händen fasst und die Melodie schmettert.

Gottseidank konterkarieren Deus Ex Machina diesen Eindruck gleich in der nächsten Nummer "Ignis ab caelo" mit Elementen, die auf den späteren Alben der Band ihren Sound entscheidend ausmachen sollten: verspielt-verzwirbelte Melodielinien in Gitarre und Geige, dazu eine beschwingt treibende Rhythmusgruppe und Alberto Piras herausragender Gesang mit den obligatorischen lateinischen Texten, der hier allerdings noch ein bisschen mehr in Richtung Hardrock-Kneifer geht als auf den souveräneren späteren Aufnahmen. Überhaupt ist auf "Gladium Caeli" der Jazzrock-Einfluss und leicht experimentelle Gestus, der Deus Ex Machinas Musik spätestens ab "De Republica" beherrschen sollte, nur in Ansätzen vorhanden. Große Teile der Platte klingen nach verspielt-vielteiligem, immer gut vorwärts gehendem Hardrock mit viel Orgel und röhriger Gitarre, auch wenn ganz gelegentlich auch schon hier etwa eine klassisch beeinflusste oder folkige Passage aufblitzt.

Dazu kommt, dass das Album in nur zwei Tagen eingespielt wurde. Zwar ergibt sich dadurch ein lebendig-spontaner Eindruck der Band (insbesondere gibt es nur wenige Overdubs, und wenn, dann meist für mehrstimmigen Gesang), aber der Sound hätte etwas mehr Aufmerksamkeit vertragen können und bleibt recht dumpf, das Schlagzeug drückt nicht so sehr, wie es sollte, und manchmal ploppen die Vocals.

So bleibt "Gladium Caeli" ein ordentliches Debütalbum einer Band, die erst einige Jahre später ihren dann umso glanzvolleren Höhepunkt erreichen sollte. Deshalb braucht sich auch niemand allzu sehr darüber zu grämen, dass die CD seit einiger Zeit vergriffen ist und nur noch gelegentlich in den Listen des ein oder anderen Händlers auftaucht. Schwerer wiegt, dass dies auch für die anderen Deus Ex Machina-Alben - mit Ausnahme der Cuneiform-Veröffentlichung "Cinque" - gilt. Zwar war immer wieder die Rede von möglichen Neuauflagen, aber bis jetzt (7/2005) scheint daraus nichts geworden zu sein.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 29.7.2005
Letzte Änderung: 29.7.2005
Wertung: 8/15

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Von: Thomas Kohlruß (Rezension 2 von 2)


Deus Ex Machina kenne ich noch gar nicht lange... Auf der Freakshow 2005 habe ich das aktuellste Album "Cinque" erworben. Und mir war sofort klar, von diesem Stoff muss ich mehr haben... Inzwischen nenne ich noch das vorliegende Debütalbum "Gladium Caeli" und das 1998er Werk "Equilibrismo Da Insofferenza" mein Eigen (beide aus gleicher Quelle, aus der ich auch "Cinque" bezogen habe...). Alle anderen Werke der Band scheinen im Moment sehr schwierig bis gar nicht zu bekommen zu sein. Sehr schade, aber ich bleibe da dran.

Nach dieser Vorrede dürfte auch klar sein, dass mich "Gladium Caeli" nicht enttäuscht hat. Aber vorsicht: Das Debüt der Band ist mit seinen späteren Werken offensichtlich nicht vergleichbar. Udo hat das ja weiter oben schon deutlich gemacht. Wer Deux Ex Machina von "Cinque" oder "Equilibrismo Da Insofferenza" als hyperaktive Jazz-Rock-Fusions-Band mit deutlichem Rock- und Prog-Touch kennt, muss hier umdenken. Zu Beginn ihrer Karriere frönten die Italiener eher proggig-ausgestaltetem Hard Rock mit deutlichem 70er Jahre-Touch.

Selbst Ausnahmesänger Alberto Piras unternimmt hier noch nicht so waghalsige Ausflüge mit seiner Stimme, sondern bewegt sich mehr in Heavy-Shouter-Gefilden. Allerdings ist seine stimmliche Kompetenz so aussergewöhnlich, dass er trotzdem das Klangbild der Songs souverän beherrscht und sicherlich nicht wie ein x-beliebiger Rock-Sänger klingt. Manchmal erinnert Piras ganz vage an Robert Plant. Allerdings könnten gelegentliche Kreischeinlagen den etwas empfindlichereren Hörer stören.

Musikalisch gibt es virtuos gespielten "Hard-Prog" mit dröhnender Orgel, ellenlangen Gitarrensoli und stürmischer Percussion zu hören. Geschickt wechseln laute, rockige Passagen und eher intime, fragile Teile einander ab. Da überzeugen vor allem der Titelsong und der wirklich vom Hocker reissende Longtrack "Arbor". Die Geige spielt hier noch nicht so eine tragende Rolle, wie auf den späteren Alben, kommt aber trotzdem häufig zum Einsatz und kann dann tolle Akzente setzen. Die Songs bekommen so noch einen Kick "Ungewöhnlichkeit", der dem Album natürlich gut tut. Gelegentliche Momente voller (irgendwie sympathischem) Pathos und vor allem vokaler Inbrunst (vielleicht sind das die "musikalhaften Einlagen", die Udo gehört haben will?) tun ihr übriges.

Erst im letzten Song "Omnia Evolvitur Sed Potest Mutari" findet ein leichter Schwerpunktwechsel vom "Hard-Prog" hin zu eher jazz-rockigen Gefilden statt. Vorbote späterer Werke der Band...

Auch wenn auf diesem Album wirklich völlig andere Deus Ex Machina-Musik geboten wird, mir macht das genauso viel Spass wie die anderen Alben, die ich von der Band kenne. Der Sound ist vielleicht nicht ganz optimal, aber das Album strömt eine ungeheuere, mitreissende Frische aus. Deus Ex Machina, hier also eher für rockorientierte Hörer, die virtuos gespielten "Hard-Prog-Rock" bevorzugen. Und für diese lohnt es vielleicht schon, nach diesem Album Ausschau zu halten...

Anspieltipp(s): Arbor, Gladium Caeli
Vergleichbar mit: wenn Led Zeppelin und Deep Purple gemeinsam Kompositionen von Yes spielen würden, oder so...
Veröffentlicht am: 30.7.2005
Letzte Änderung: 30.7.2005
Wertung: 10/15
...gefühlsmässig gefällt's mir ja fast noch besser, aber für eine höhere Wertung ist es nicht "proggig" genug ;-)

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Deus Ex Machina

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1994 Deus Ex Machina 10.00 1
1995 De Republica 11.00 1
1998 Equilibrismo Da Insofferenza 12.00 1
2002 Cinque 11.75 4
2008 imparis 11.67 3
2016 Devoto 10.50 4

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