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Steve Hillage

Fish Rising

(Archiv-Tipp 3/2007)
Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1975
Besonderheiten/Stil: Canterbury; Spacerock
Label: Virgin
Durchschnittswertung: 11.33/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Steve Hillage Gitarre, Gesang
Pierre Moerlen Schlagzeug
Dave Stewart Orgel, Klavier
Mike Howlett Bass
Lindsay Cooper Fagott
Didier Malherbe Saxophon, Flöte
Tim Blake Keyboards
Miquette Giraudy Percussion

Tracklist

Disc 1
1. Solar Musick Suite

1. Sun Song (I Love its Holy Mystery) 6:15
2. Canterbury Sunrise 3:25
3. Hiram Afterglid Meets the Dervish 4:05
4. Sun Song (Reprise) 3:10

16:55
2. Fish 1:23
3. Meditation of the Snake 3:10
4. The Salmon Song

1. Salmon Pool 1:17
2. Solomon's Atlantis Salmon 2:08
3. Swimming with the Salmon 1:37
4. King of the Fishes 3:43

8:45
5. Aftaglid

1. Sun Moon Surfing 1:36
2. The Great Wave and the Boat of Hermes 1:51
3. The Silver Ladder 0:40
4. Astral Meadows 2:01
5. The Lafta Yoga Song 2:42
6. Glidding 2:23
7. The Golden Vibe / Outglid 3:33

14:46
6. Pentagrammaspin (2006 remix)   (Bonustrack CD-Reissue 2007) 7:46
7. Aftaglid (Original "power trio" backing track)   (Bonustrack CD-Reissue 2007) 13:00
Gesamtlaufzeit65:45


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 1 von 3)


"Fish rising" war das erste Soloalbum des ehemaligen Gong-Gitarristen Steve Hillage, und es gilt allgemein als sein bestes. Mit Unterstützung einiger Gong-Kollegen schuf er eine Musik, die an die besten Zeiten seiner ehemaligen Band anknüpft, vor allem an das 74er Werk "You". Es fehlen aber die Gong-typischen Albernheiten, dafür kommt Hillages spacig-psychedelisches Gitarrenspiel stärker zur Geltung (das war mit dem "Schuss Solar Music" gemeint).

Anspieltipp(s): The Salmon Song
Vergleichbar mit: Gong mit einem Schuss von Grobschnitts Solar Music
Veröffentlicht am: 4.5.2002
Letzte Änderung: 4.5.2002
Wertung: 11/15

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Von: Achim Breiling @ (Rezension 2 von 3)


"Fish Rising" erschien zwar als Solo-Album von Steve Hillage, doch könnte man diese Scheibe auch als eine Gong-LP bezeichnen, als einen würdigen Nachfolger von "You". Fast die gesamte Gong-Besetzung ist auf "Fish Rising" zu hören (Moerlen, Blake, Howlett, Malherbe und natürlich Hillage selbst) und auch stilistisch gibt es keine allzu grossen Unterschiede. Eine muntere Mischung aus canterbureskem Jazzrock und Spacerock wird hier geboten, versehen mit einem kräftigem Schuss Neo-Psychedelik, dieser mitsiebziger Hippie-Philosophie, für die sich viel später erst der Begriff "New Age" durchsetzen sollte.

Seichtes Elektro-Klangschweben gibt es auf "Fish Rising" allerdings nicht zu hören. Das Material der Platte stammt teilweise noch von Khan, dem ersten Band-Projekt von Hillage, ehe er sich Gong anschloss. Khan existierten nach der Veröffentlichung ihrer einzigen LP von 1972 noch eine Weile, und in dieser Zeit entstanden einige weitere Kompositionen. Diese bilden die Basis von "Fish Rising", welches man somit fast als zweites Khan-Album bezeichnen könnte. Neben den Gong-Kollegen wird Hillage noch von Lebensgefährtin Miquette Giraudy unterstützt, die zur selben Zeit bei Gong in die Rolle von Gilli Smyth schlüpfte. Dazu kamen Dave Stewart an Orgel und Piano und Lindsay Cooper (Henry Cow) am Fagott.

Das Egebnis ist eine sehr erfrischende Scheibe und auch meiner Meinung nach die beste Solo-LP von Hillage. Wer mehr Musik im Stile von "Angel's Egg" und "You" haben möchte, allerdinges eine Spur canterburesk-jazziger und ohne die Allenschen Albernheiten, dem sei "Fish Rising" schwer empfohlen!

Nachtrag Februar 2007: "Fish Rising" ist inzwischen von Virgin Records in remasterter Form wiederaufgelegt worden. Zu diesem Anlass wurden dem Album zwei Bonustracks beigefügt. Einmal gibt es das fast 8 Minuten lange Stück "Pentagrammaspin" zu hören. Die Nummer stammt aus den Sessions zum regulären Album, erschien damals aber nur auf einem heute seltenen Virgin-Sampler namens "V". Da Hillage mit dem damaligen Mix nicht zufrieden war, hat er das Stück 2006 neu abgemischt. In musikalischer Hinsicht bietet die Nummer nichts Neues, ist aber eine schöne Ergänzung des Albums. Der zweite Bonus ist eine sehr druckvolle Version von "Aftaglid", nur von Bass, Schlagzeug und Gitarren vorgetragen, ein "backing track", der die Basis für die spätere Albumversion geliefert hat.

Wer "Fish Rising" noch nicht hat und sich für Canterbury oder das Gong-Umfeld interessiert, der sollte jetzt endlich zuschlagen. Auch wer das Album in einer älteren Version schon hat, kann ob der zusätzlichen (hochwertigen) 20 Minuten und des verbesserten Klangs ruhig über eine Neuinvestition nachdenken!

Anspieltipp(s): Aftaglid
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 28.5.2005
Letzte Änderung: 10.11.2012
Wertung: 12/15

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Von: Andreas Pläschke @ (Rezension 3 von 3)


Dies ist die erste Soloaufnahme von Steve Hillage, die EMI endlich in hervorragender Tonqualität mit ausführlichem Booklet Anfang des Jahres herausgab.

Achim hat schon einiges zur Entstehung des Albums geschrieben, was man im Booklet auch ausführlicher nachlesen kann. Da viele Songs bei diversen GONG-Rehearsals schon ausprobiert wurden, klingt das Ganze auch wie aus einem Guss.

Die Musik ist überwiegend instrumental und erinnert stark an "YOU" der Band GONG. Typisch für die Platte sind die wunderbaren Gitarrenglissandos bzw. Solos von Hillage, verknüpft mit den spielerischen Synthieklängen Blakes, die schon die Solar Musick Suite eröffnen. Im Gegensatz zu seiner damaligen Band GONG ist die Musik allerdings ernster, Allens PotHeadPixies-Fantasien fehlen hier völlig. Dafür gibt es ab und an einen gehörigen Schuss Canterbury-Jazz zu hören, besonders immer dann, wenn Stewart in die Orgel- bzw. Pianotasten greift. Beispielhaft hierfür sei "Canterbury Sunrise" genannt. Ein Stück, das in seiner leicht jazzigen Art so niemals bei GONG (zu der Zeit) möglich gewesen wäre.

Spaßig ist das kurze Stück "FISH", bei dem in knapp anderthalb Minuten die GONG-Entwicklung hin zu Pierre Moerlens Version der Band vorweggenommen wird - allerdings in umgekehrter Reihenfolge - mit Moerlens Vibraphon fängt Hillage an (nachdem Wasser ausgiebig geplätschert und gegluckert hat), um am Ende in einen fast schon David Allan-typischen Nonsenstext zu enden. Spacig dagegen "Meditation of a snake" Hier schichtet Hillage eine Gitarrenwand auf die andere, um dazu zu solieren - ein erster Hinweis auf das spätere Werk "Rainbow Dome Musick". Und um die ganze Sache rund zu machen, klingt Hillage in "GLIDING" fast schon wie sein Kollege Mr. Howe zu RELAYER-Zeiten.

Neu auf der CD ist ein Outtake der damaligen Sessions namens "Pentagrammaspin", der ursprünglich nur auf dem VIRGIN-Sampler "V" erschien, und hier in einem endgültigen Mix erschien. Der Song klingt wie eine Mischung aus CARAVAN und GONG, wobei hier Didier Malherbe am Saxophon brillieren kann.

Fazit: Im Vergleich z.B. zum Nachfolger L klingt diese Aufnahme abwechslungsreicher, jazziger und verspielter, was ich sehr an der Besetzung festmache. Gerade der stärkerer Einschlag aus dem "Canterbury-Sound" verleiht diesem Erstling Hillages seinen besonderen Reiz. Dagegen wirkt "L" bei aller Güte deutlich songorientierter und glatter.

Wer also GONG mit YOU mag, KHANs einzige Platte gut findet, sollte sich diese CD umbedingt besorgen. In meinen Augen Hillages Beste. Angejazzter Spacerock im Canterbury-Stil, so könnte man das Ganze in Kurzform nennen

Anspieltipp(s): Solar Musick Suite, . The Salmon Song
Vergleichbar mit: GONG in der klassischen Trilogie-Phase
Veröffentlicht am: 18.2.2007
Letzte Änderung: 18.2.2007
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Steve Hillage

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1976 L 9.00 3
1977 Motivation Radio 8.00 2
1978 Green 10.00 2
1979 Rainbow Dome Musick 10.50 2
1979 Open 3.00 1
1979 Live Herald 8.50 2
1983 For To Next / And Not Or 6.00 1
1992 BBC Radio 1 Live in Concert 10.00 1
2004 Live at Deeply Vale Festival '78 7.00 1
2007 Germany-77 (DVD) 10.00 1
2009 Live at the Gong Family Unconvention 2006 9.50 2
2012 Live at the Gong Family Unconvention 2006 (DVD) 10.00 1
2013 Live in England 1979 7.00 1
2014 Rainbow 1977 11.00 1
2014 Live at Rockpalast 12.00 1

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