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Ficción

Sobre La Cresta De La Ola

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2006
Besonderheiten/Stil: RetroProg
Label: Musea
Durchschnittswertung: 8/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Jose Ignacio Lares Keyboards
Andres Clavija Bass (Titel 2 - 8)
Luis Contreras Bass (Titel 1)
Gerardo Ubieda Schlagzeug (Titel 1, 2, 6, 7, 8)
Isaias Paris Schlagzeug (Titel 3, 4, 5)
Alexis Peña Gesang (Titel 2, 4, 6)

Gastmusiker

José Benaman Gesang (Titel 2)
Omar Oliveros Maracas (Titel 2)
Ismel Vasquez Geige (Titel 5)

Tracklist

Disc 1
1. Peces 4:57
2. Planeta Porno 6:56
3. Regreso A La Autopista 4:20
4. Solo Y Acompañada 6:40
5. Danza Boreal 3:35
6. Rollel Y/O El Último Tren De Tu Vida 5:32
7. Un Nuevo Amanecer 4:46
8. Suite De Las Siete Virgenes Y Una Mula

1. La Mula
2. Las Siete Virgenes

9:50
Gesamtlaufzeit46:36


Rezensionen


Von: Horst Straske @ (Rezension 1 von 2)


Ficción ist eine Band aus Venezuela, die bereits in den 70er Jahren gegründet wurde, aber erst 1986 mit „Sobre El Abismo“ ihr erstes Album veröffentlichte und sich darauf dem tastendominierten Progressive Rock in der Nachfolge von ELP gewidmet hat. Zum 30jährigen Bandjubiläum präsentieren die Südamerikaner mit „Sobre La Cresta De La Ola“ ihr zweites Album, nachdem sie 2001 anlässlich des CD-Reissues ihres Debüts bereits zwei neue Titel aufgenommen hatten. Die Band ist ihrer lateinamerikanischen Variante von ELP treu geblieben und schwelgt auf ihrem neuen Output in breitflächigem Keyboardbombast.

Bereits der instrumentale Opener „Peces“ widmet sich majestätischen Tastenorgien, die von einer agilen Rhythmussektion vorangepeitscht werden. Die pompösen Klangkathedralen bewegen sich soundtechnisch zwischen dem analogen Sound der 70er Jahre und moderneren Klangfarben. Stilistisch wirken Ficción wie ein Bindglied zwischen dem neoklassisch inspirierten Keyboardprunk der 70er Jahre und den von griffigeren Rhythmen inspirierten 80er Jahren. Die Songs ihres Comebackalbums wirken soundtechnisch eigentlich eher wie unveröffentlichtes Material aus den 80er Jahren, das aus den Archiven ausgegraben wurde.

Mit „Planeta Porno“ gesellt sich eine pathetische Vokalpräsenz hinzu, die in schmachtender Melodiosität mit der Tasteneuphorie wetteifert. Dieses Unterfangen ist trotz des gewissen 80er Jahre Sounds überzeugend gelungen und von einer lateinamerikanischen Hochstimmung durchdrungen. Sicherlich ist der Sound in gewisser Weise recht vorhersehbar, was aber dem wirklich emotional vorgetragenen Überschwang keinen Abbruch tut.

Mit dem feurigen „Rollel Y/O El Ultimo Tren De Tu Vida” wird der ganze Bombast auf die Spitze getrieben und von flehenden Gesangseinlagen abgerundet. Hier wird so richtig mit furiosen Tastenfanfaren geklotzt. Das Ganze erinnert sehr an die Keyboardorgien mancher japanischer Bands, die sich auch keinerlei Zurückhaltung aufgebürdet haben und die volle Breitseite des Synthieinstrumentariums bieten. Sicherlich ist die Gratwanderung zum hohlen Überschwang manchmal sehr schmal und kann auch schief gehen. Wenn die Südamerikaner in den Instrumentalteilen den Bezug zum melodischen Element verlieren, wirkt das Ergebnis folglich doch eine Ecke zu übertreiben und selbstverliebt. Kleine Schlenker in den Fusionbereich wie im Titel „Solo Y Acompañada“ wirken hier aber als positive Soundbereicherung.

Anspieltipp(s): Rollel Y/O El Ultimo Tren De Tu Vida
Vergleichbar mit: lateinamerikanische ELP
Veröffentlicht am: 11.8.2006
Letzte Änderung: 11.8.2006
Wertung: 9/15

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Von: Kristian Selm (Rezension 2 von 2)


Bereits vor einigen Jahren grub Musea aus den Archiven Südamerikas die aus Venezuela kommenden Ficción aus. Das seit mehr als 30 Jahren bestehende Trio lieferte auf seinem Debüt "Sobre el Abismo" einen interessanten Mix aus Progressive Rock mit leichtem Jazzrock-Einschlag ab, dessen Qualität nur durch käsige, im 80er-Jahre-Stil gehaltene Keyboardsounds und einen recht dünnen Gesamtklang getrübt wurde.

Um es vorweg zu nehmen, das zwischen 2002 und 2005 aufgenommene Material auf "Sobra la cresta de la ola" krankt leider ebenfalls genau an diesem Makel. Zu viel Höhen, zu klebrig klingende Keyboardsounds, ein zu scheppernder Gesamtklang mit viel zu wenig Power. Doch Ohren zu und durch, denn abgesehen von dieser klangtechnischen Beeinträchtigung, ist auch dieses Mal einiges vom musikalischen Inhalt durchaus spannend gestaltet und aufbereitet. In den vielen Instrumentalparts tobt sich Keyboarder Jose Ignacio Lares prächtig aus, ohne dabei nur in die üblichen Progklischees zu verfallen. Sicherlich hängt dies auch mit dem meist groovenden Fusion/Jazzrock-Teppich seiner Rhythmusfraktion zusammen, die Raum für ganz andere Instrumentalausflüge lässt.

Im Gegensatz zum Debüt wird das Trio von einigen Gästen u.a. an Violine, sowie bei drei Stücken ebenfalls von Alexis Peña gesanglich verstärkt, wobei diese Titel kompositorisch hinter dem Instrumentalmaterial zurückstecken müssen. Das liegt keineswegs am Mann am Mikrofon, sondern Ficción wirken hier einfach nicht zwingend genug. Im Vergleich mit ihren wesentlich bekannteren Landsleuten von Tempano ziehen Ficción dann insgesamt den Kürzeren, womit "Sobre la cresta de la ola" wohl mehr den Spezialistenstatus für die Südamerika-Afficinados erhält.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 23.8.2008
Letzte Änderung: 2.3.2012
Wertung: 7/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Ficción

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1986 Sobre el Abismo 10.00 2

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