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Earth & Fire

Song Of The Marching Children

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1971
Besonderheiten/Stil: Klassischer Prog
Label: Polydor
Durchschnittswertung: 8/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Chris Koerts Guitars, Vocals, Oscillator
Gerars Koerts Organ, Piano, Mellotron, Vibes, Synthesizer, Flute, Virginal, Vocals
Hans Ziech Bass
Ton van de Kleij Drums, Percussion, Vocals
Jerney Kaagman Vocals

Tracklist

Disc 1
1. Carnavil of the animals 2:42
2. Ebbtide 3:07
3. Storm and thunder 6:25
4. In the Mountain 3:03
5. Song of the marching children

1. Theme of the marching children
2. Opening of the seal
3. Childhood
4. Affliction
5. Damnation
6. Purification
7. The march

18:25
Gesamtlaufzeit33:42


Rezensionen


Von: Achim Breiling @ (Rezension 1 von 2)


Progbands mit Frontfrau sind ja eher rar gesät, vor allem in den klassischen 70er Jahren. Die holländischen Earth & Fire (nicht zu verwechseln mit der amerikanischen Soul- und Funkformation Earth, Wind & Fire) war eine davon. Jerney Kaagman war die Sängerin der Band, die in der ersten Hälfte der 70er vier Alben mit klassischem, wenn auch recht melodischem und eingänglichem Prog eingespielt hat. Später im Jahrzehnt wandte man sich dann dem Pop zu.

"Song Of The Marching Children", das zweite Album von Earth & Fire, gilt meist als die beste und progressivste LP der Band, wobei der Nachfolger "Atlantis" sich auf durchaus ähnlichem Niveau bewegt. Ich habe mir vor ewigen Zeiten die LP auf einem Flohmarkt zugelegt, weil das bizarre, psychedelisch-futuristische Gemälde, welches das gesamte Innere des Klappcovers ziert, interessante Musik versprach. Nach dem ersten Hören war ich dann allerdings ein wenig enttäuscht.

Recht harmlosen Symphoprog spielen Earth & Fire hier, der durchaus angenehm und abwechslungsreich instrumentiert aus den Boxen kommt. Neben zwei lockerflockigen Songs - "Carnival of the animals" und "Ebbtide" (letzteres mit schönen Flöteneinlagen) - gibt es drei Nummern, die vor allem durch die umfangreichen, von der Klassik inspirierte Orgelausflüge und die Mellotroneinlagen auffallen ("Storm and thunder", "In the mountain" und die Suite). Vor allem das siebenteilige Titelstück sollte wohl Liebhabern von melodischem Symphoprog - neben dem ähnlich gestrickten "Storm and thunder" - sehr zusagen. Eher dezent aber klangvoll gleitet die Nummer dahin, geprägt von längeren Orgel- und Mellotronabschnitten, angereichert mit einigen Synthesizereinschüben und gegen Ende auch ein paar echten Streichereinlagen. Ab und zu wird es verhalten bombastisch (nach gut 10 Minuten z.B.) und es gibt einen sehr klassischen, von der Akustikgitarre geprägten Teil gegen Ende, an den sich dann die Streicher anschließen.

Immer wenn die Band rockt, wenn E-Gitarre und Gesang dominieren, klingt die Musik allerdings noch sehr nach den 60er Jahren. Jerney Kaagmans Stimme ist recht schön, allerdings wird sie etwas wackelig wenn sie sich (wie in "Carnival of the animals") in höhere Lagen hinaufquält.

"Song Of The Marching Children" ist eine sehr ordentliche Scheibe mit eher leichtgewichtigem Symphoprog, in die Sammler klassischen Progrocks durchaus einmal reinhören sollten. So richtig spannend und mitreißend ist das Album nicht, aber alles in allem sehr schön anzuhören.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 12.5.2007
Letzte Änderung: 12.5.2007
Wertung: 9/15

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Von: Günter Schote @ (Rezension 2 von 2)


Es gibt Bands, die keine Pioniere waren, die nicht ein Album aufgenommen haben, das die Jahrzehnte überdauert hat. Es gibt Bands, an die erinnert sich heute kein Mensch mehr.

Dann gibt es Bands, an die würde sich kein Mensch erinnern, wenn sie nicht diesen einen Mega-Chartbuster-Super-Wohlfühl-Hit gehabt hätten. „Weekend“ von Earth & Fire ist so einer. Love in a woman's heart I wanna have a whole and not a part. It's strange that this feeling grows more and more 'cause I've never loved someone like you before… Dudelt noch heute im Radio rauf und runter. I don’t wanna be your lover for the weekend…. Ein perfekter Popsong! War eine Nr. 1 Single in Deutschland.

Aber eigentlich waren Earth & Fire eine Progressive Rock Band aus Den Haag. In einem 80er Jahre Rock-Lexikon war über die Band zu lesen, dass sie die holländische Antwort auf Pink Floyd waren, was jedoch völliger Unfug ist. Der Sound war mehr so süßlicher, recht poppiger Pseudo-Prog. Klingt ehrverletzend, ist so aber gar nicht gemeint. The Moody Blues kommt mir als „artverwandt“ eher in den Sinn als Pink Floyd.

Zwei Alben der Band, nämlich „Song of the Marching Children“ und „Atlantis“, klingen recht identisch. Beide haben eine LP-Seite, die aus kurzen Popsongs besteht und eine LP-Seite, die eine Suite beinhaltet. „Atlantis“ ist die minimal bessere der beiden Platten. Dies gilt auch für die Suite, die man nicht als „Longtrack“ bezeichnen kann, da die einzelnen Parts eigenständig sind und kein durchgehendes Ganzes bilden. Der oftmals mächtige Sound der Band wird durch ein Mellotron dominiert. Rockig wird es nie, und selbst wenn man „heftigere“ Passagen in der Story interpretiert (z.B. wenn die Insel Atlantis während „Destruction“ durchgeschüttelt wird) klingt es nach Sonnenuntergang und Brausepulver. Bei Teilen der „Marching Children“-Suite kann ich nicht anders, als an Mireille Mathieu als Interpretin zu denken.

Trotzdem gibt es ja einen Grund, weshalb ist hier etwas zu den beiden Platten schreibe. Der Reiz mag von den Mellotron-Passagen und der attraktiven Stimme Jernes Kaagmans ausgehen. Die Instrumentalleistungen sind solide, aber nicht wegweisend. Wenn man bedenkt, dass die Musik aus den frühen 70ern stammt, ist sie sogar verhältnismäßig konservativ. Zurück zum Reiz: die Melodien sind simple und werden schnell zu Ohrwürmern. Apropos Ohrwurm. Der beste Earth & Fire-Popsong ist nicht „Weekend“, sondern „Memories“, eine Single aus dem Jahre 1972.

Anspieltipp(s): Carnavil of the Animals
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 13.9.2017
Letzte Änderung: 13.9.2017
Wertung: 7/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Earth & Fire

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1970 Earth & Fire 7.50 2
1973 Atlantis 8.50 2
1975 To The World Of The Future 8.00 1
1977 Gate To Infinity 5.00 1

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