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Marillion

Misplaced Childhood

(Siehe auch: Leitfaden "NeoProg der 80er Jahre")
Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1985
Besonderheiten/Stil: Konzeptalbum; Neoprog
Label: EMI
Durchschnittswertung: 10.33/15 (6 Rezensionen)

Besetzung

Fish Stimme
Steve Rothery Gitarre
Mark Kelly Keyboards
Pete Trevawas Bass
Ian Mosley Drums

Tracklist

Disc 1
1. Pseudo Silk Kimono 2.13
2. Kayleigh 4.03
3. Lavender 2.27
4. Bitter Suite 5.53
5. Heart of Lothian 6.02
6. Waterhole 2.12
7. Lords of the Backstage 1.52
8. Blind Curve 9.29
9. Childhood's End? 4.32
10. White Feather 2.23
Gesamtlaufzeit41:06


Rezensionen


Von: Thomas Thielen @ (Rezension 1 von 6)


Diese CD, die den Ruhm der Band begründete ("Kayleigh"), verdient einen Ehrenplatz unter den Marillion-Veröffentlichungen. Nicht, daß das musikalisch-kompositorische Element alles andere in den Schatten stellte... nicht, daß Fishs Lyrics ähnlich intellektuell hochwertig wären wie auf Fugazi... nicht, daß die Musik wirklich progressiv wäre... und doch (DIE Wörter, die Misplaced Childhood charakterisieren) ist es einfach ein gutes Album, weil es in seiner Atmosphäre stimmig ist, weil Rothery in seinen Soli noch eine Spur Intensität draufpackt, weil Kellys Keyboardsounds nach spätabends klingen, weil Mosley so abwechslungsreich trommelt wie selten zuvor, weil Trewavas immer den richtigen Ton findet, weil Fishs Lyrics so ehrlich und authentisch sind, wie vorher noch nicht. Es fehlt einfach nichts.

Natürlich gibt es auch highlights, die aus dem Fluß der anderen herausstechen: "Lavender" bringt mich zum Lachen und Weinen, "Heart of Lothian" wirkt so unbekümmert (und das im 7/4!), ohne gewöhnlich zu sein, der 13/8 in "Lords of the Backstage" und die danach folgenden "Passing Strangers" und "Mylo"-Sequenzen sind für mich die absoluten Höhepunkte - Rotherys Solo (und das gilt vor allem für live-Aufnahmen!) ist in seiner Emotionalität schlichtweg unerreicht.

Warum ist das Album so gut? Es hat wirklich nichts mit Struktur, Innovation oder besonders guter Komposition zu tun. Es ist einfach so, daß es einen mitreißt, im Bauch packt, wachrüttelt und schwelgen läßt. Immer wieder.

Anspieltipp(s): durchhören!
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 11.4.2002
Letzte Änderung: 12.4.2002
Wertung: 14/15
DER Klassiker des Neoprog

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Von: Christoph Scholtes @ (Rezension 2 von 6)


Eine sehr lange Zeit versauerte diese CD als "die CD mit "Kayleigh" drauf" in den Abgründen meines CD-Regales. Abgesehen davon, daß ich Kayleigh schon immer reichlich geil fand (von der Zeit an, als ich noch nicht mal wußte wie man Prog schreibt, bis heute), hatte mich der Rest dieser CD eigentlich nie so richtig interessiert. Ich Narr... Verpaßt habe damals ich eine Achterbahnfahrt der Gefühle und Stimmungen. Die große Stärke dieser Platte ist meiner Meinung nach die unbeschreiblich dichte Atmosphäre, die die Band, aufbaut.

Interessant ist die Zweiteilung der CD (die wahrscheinlich aus der Vinyl-Zeit herrührt). So hat man nach Track Nr. 5 "Heart of Lothian" einen Einschnitt, der erst wirklich deutlich wird nachdem am Ende von Track Nr. 8 "Blind Curve" das Thema von "Heart of Lothian" wieder aufgegriffen wird, wodurch eine Verbindung beider Teile entsteht. Ansonsten könnten die Teile ebensogut beide getrennt voneinander stehen, wobei die einzelnen Songs innerhalb der Teile durch nahtlose Übergänge so miteinander verwoben sind, daß das einzelne Anspielen unnatürlich erscheint. Selbst das altbekannte "Kayleigh" reiht sich in den Kontext ein, daß es eigentlich unvorstellbar scheint, daß man es auf so gut wie jeder 80s-Greatest-Hits-CD findet.

Besonders erwähnenswert sind Gitarrist Steve Rothery, der durch sehr geschmackvolles Spiel glänzt und das unauffällig geniale Baßspiel von Pete Trewawas: nie zuviel und keine Note am falschen Ort. Toll! Aber auch Fish´s gesangliche und lyrische ("...kerbcrawling West German Autobahns..." - Blind Curve) Ergüsse sind köstlich. Er ist halt ein Unikum, der Gute.

Fazit: Atmospäre ohne Ende! Muß jeder haben (oder einfach nur herauskramen)!

Anspieltipp(s): Alles!
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 13.6.2002
Letzte Änderung: 13.6.2002
Wertung: 13/15

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Von: Piotre Walter @ (Rezension 3 von 6)


Nachdem "Misplaced Childhood" bisher nur Bewertungen im obersten Segment erhalten hat, möchte ich doch mal eine konträre Meinung posten. Ich halte "Misplaced Childhood" eigentlich für eine sehr überbewertete Neo-Prog-Scheibe. Zugute halten kann man der Scheibe, daß sie perfekt produziert ist (im Gegensatz zu "Fugazi"), daß sie sehr homogen ist und wie aus einem Guß wirkt. Sie ist sehr dicht und hat eine überzeugende Stimmung. Und wenn man gutmütig ist kann man sagen, daß die frühen Marillion ihren Stil und Sound hier optimiert haben.

Leider läßt sich aber feststellen, daß die kompositorischen Qualitäten von Marillion sich schon auf dieser Platte deutlich erschöpft haben. Es passiert absolut nichts Neues mehr, stattdessen wird das vorhandene Potential glattgebügelt und kommerzialisiert, daß es bei mir stellenweise schon über die Schmerzgrenze geht (siehe Pseudo Silk Kimono, Kayleigh, Blind Curve). Die Gitarre wirkt vorhersehbar und klischeehaft. Überhaupt fehlen sämtliche Haken und Ösen der ersten beiden Platten und vor allem die Power und der erfrischende Rock der Vorgänger. Ausnahme ist "Waterhole (Expresso Bongo)" auf dem die alte Größe noch etwas durchblitzt und "Lavender" welches wirklich eine schöne Ballade ist. Fishs Gesang finde ich überzeugend. Insgesamt empfinde ich "Missplaced Childhood" als sehr kommerzielle Scheibe, die ganz stark auf ein grosses Massenpublikum schielt, was zwar o.k. ist, aber für eine sehr hohe Bewertung nicht ausreicht. Während ich bei "Script..." einer sehr hohen Bewertung noch zustimmen kann, ist "Missplaced Childhood" bei mir eine 7. Mir fehlt bei der Scheibe jegliche Innovation.

Anspieltipp(s): Waterhole, Lavender
Vergleichbar mit: "Phil Collins"
Veröffentlicht am: 5.5.2003
Letzte Änderung: 17.1.2014
Wertung: 7/15

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Von: Nik Brückner @ (Rezension 4 von 6)


Jetzt muss ich doch noch meinen Senf zu dieser Platte loswerden. Also: auch ich hab so meine Jungenderinnerungen, die irgendwie mit "Kayleigh" verbandelt sind, aber ich versuche trotzdem mal, mich einigermaßen mit Distanz zu der Platte zu äußern.

Also Prog oder kein Prog? Klar Prog, ohne Frage. Nicht dicht bepackt damit, aber doch klar ein Progalbum. Aber eines teilt "Misplaced Childhood" mit einer Scheibe der immer wieder im Zusammenhang mit Marillion bemühten Genesis, gemeint ist "The Lamb lies down on Broadway": Das Album ist für die Geschichte des Konzeptalbums vermutlich wichtiger als für die Geschichte des Progressive Rock. Das Konzept ist einfach besser als die Musik.

Dass hier keine kompositorischen Glanzpunkte gesetzt werden, haben ja sogar einige meiner 14-Punkte-Vorredner zugestanden. Zu wenig geschlossen wirken Stücke wie "Heart of Lothian", zu sehr sind die gelungenen Songs genau das: Songs. Für mein Empfinden muss sich das in der Note schon niederschlagen. Denn viel bleibt von Musik nicht übrig, wenn man die Kompositionen außer Acht lässt. Gut produziert? Meinetwegen, aber das ist Yes' "Talk" auch. Ohrwurmmelodien? Zugestanden, aber die fallen ja wieder in den Bereich "Komposition". Atmosphäre? Ja, die hat nur eher was mit dem Sound zu tun. Und der Sound dieser Band - zumindest was die 80er angeht, ist klasse, in ihren besten Momenten sogar unverwechselbar. Ich erinnere mich noch daran, wie ich einen ganzen Sommer lang "Kayleigh" rauf und runter hörte, vor allem wegen dieses einzigartigen, fast glockenhaften Zusammenklangs von Gitarre und Keyboard.

Zum Gesamteindruck tragen auch in nicht geringerem Maße die Songtexte bei. Ich bin nicht der Meinung eines meiner Vorredner, dass die hier besonders schwach seien, ganz im Gegenteil: Für mich ist "Misplaced Childhood" eins der besten Konzeptalben, die so es gibt. Wen's interessiert, der kann ja mal auf http://marillion.ter-steege.com/ nachlesen, die erlaubt tiefe Einblicke in die Texte von Marillion.

Die Platte hat aber ein Riesenproblem: Sie wirkt zusammengestückelt wie ein Fleckerlteppich (weiß man im Norden, was das ist? Na, wird schon gehen). Marillion konnten einfach keine Themen variieren, weiterentwickeln, und sie konnten keine Übergänge schreiben. Unter "Übergang" verstehe ich jedenfalls keinen abrupten Schnitt, keine Cross-Fades und auch kein Versinken des einen Stücks in Klangcollagen, aus denen sich das nächste dann ein paar Sekunden später erhebt. Ein Sich-Hinüberkomponieren von einem Thema zum nächsten, wie es einige (wenige) der klassischen Prog-Bands draufhatten, hört man auf "Misplaced Childhood" an keiner Stelle, das bereits angesprochene "Heart of Lothian" ist dafür das beste Beispiel - oder auch die "Bitter Suite", bei der man sich fragt, aus welchen Gründen man den Song eigentlich da begrenzt hat, wo er seinen Anfang und sein Ende hat und nicht irgendwo anders. Warum hat man diese Songs, die immerhin aus einigen guten Einfällen bestehen, nicht auskomponiert?

Keith Emerson hat mal gesagt (auf die Frage, warum er so viel übe und sich mit klassischer Musik und Jazz befasse), der Grund dafür liege darin, dass ein Musiker nur die Musik schreibe, die er auch spielen könne. Auf "Misplaced Childhood" hört man die Grenzen, die die Band damals hatte, leider nur allzu deutlich - und zwar gerade deswegen, weil dieses Album besonders ambitioniert ist: Man versuchte, ein besonderes Album zu schreiben, und näherte sich den eigenen Grenzen dabei so sehr, dass sie hörbar wurden. Man hatte viele tolle Ideen, aber kaum eine davon wurde zu Ende gedacht, weiterentwickelt, es gibt keine Variationen, sondern immer nur neue und wieder neue Themen. Selbst wenn sich eine Idee mal wiederholt (wie etwa bei "Blue Angel", das eine Wiederholung von "Lavender" ist), so wird (außer dem Text) nichts Neues, Überraschendes geboten, was die Idee in einem anderen Licht zeigen könnte. Gelungen sind die Songs dagegen dann, wenn sie Songs bleiben: "Kayleigh" ist das beste Beispiel.

Ich bezweifle, dass die Platte anders klingen würde, wenn sie im Zeitalter der CD entstanden wäre. Immerhin hätte man dann mehr Zeit für das Entwickeln von Ideen gehabt und vielleicht würde das Album dann nicht einen so gehetzten Eindruck machen. Ich neige jedoch - bei aller Sympathie für die Band, die es wirklich nicht immer leicht hatte - zu der Meinung, dass es künstlerische und nicht zeitliche Beschränkungen waren, die aus einem zweifellos großen Potenzial ein nicht ganz so großes Album werden ließen.

Anspieltipp(s): Lords of the Backstage
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 4.5.2004
Letzte Änderung: 13.9.2012
Wertung: 9/15

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Von: Jörg Schumann @ (Rezension 5 von 6)


Von der ersten bis zur letzten Note ist "Misplaced Childhood" ein Fluss aus Stimmung, Gefühl und Atmosphäre. Da passt alles, die einzelnen Stücke verschmelzen miteinander zu einem grossen Ganzen, die Übergänge sind perfekt.

Thomas meint, MC sei DER Neo-Prog-Klassiker schlechthin. Irgendwo kann ich das unterschreiben. Gewiss: es gab dutzende von Alben, die progressiver waren, aber keines, welches diesen Erfolg hatte und wohl keines, welches einflussreicher war. MC hat dem Genre neues Leben eingehaucht.

Mein Favorit ist "Heart of Lothian". Die Gitarrenlinien in der zweiten Hälfte des Stücks sind unerreicht. So einfach, so schlicht und doch so erhaben und ergreifend.

Und noch was: nur weil Fishs Stimme manchmal etwas "Phil Collins-ähnliches" hat, kann man MC nicht mit Genesis oder mit einer Platte ihres ehemaligen frontman vergleichen. Da liegt musikalisch doch einiges dazwischen.

Fazit: ein Album, das jeder Musikliebhaber, egal aus welcher Ecke er kommt, besitzen sollte.

Anspieltipp(s): Misplaced Childhood ;-)
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 8.5.2004
Letzte Änderung: 8.5.2004
Wertung: 12/15

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Von: Henning Mangold @ (Rezension 6 von 6)


Meine Gratulation an alle, die diese Platte wirklich mögen, und das scheinen ja nicht wenige zu sein! Ich mochte sie nie richtig - weder nach dem ersten Hören noch heute. Das liegt vielleicht zum Teil daran, dass ich Marillion 1983 Live in Kassel erlebt habe, als sie von dem zu erwartenden neuen Album einen längeren Ausschnitt gespielt haben, der mir im Konzert sehr zusagte. Damals ging das Gerücht, das neue Album bestehe aus zwei Longtracks (auf jeder LP-Seite einer), und das hatte ich mir in etwa vorgestellt wie zweimal etwas "Supper´s ready"-Gleichwertiges. Was dann im Konzert im einzelnen kam, kann ich heute nicht mehr auseinanderdividieren, aber es wirkte sehr kompakt und stimmig. Später erschien dann vor der Album-Veröffentlichung die "Kayleigh"-Single, und die fand ich schon seltsam, weil das Lied tatsächlich wie eine Single klang, und als ich schließlich das Album hörte, war ich nur noch enttäuscht...

Meiner Meinung zufolge erschien das Album viel zu früh - das wirklich z.T. sehr gute Material klang und klingt für mich noch nicht richtig ausgereift; ein Jahr zusätzlich zum Rundfeilen der Ecken hätte m.E. nicht geschadet. Außerdem schien es die Band nun allen recht machen zu wollen, was selten funktionieren kann: einerseits sollten die Longtrack-Proggies befriedigt werden, andererseits sollten aber dabei auch griffige Songs entstehen.

Was dabei herauskam, waren sprunghafte und brüchige Versatzstücke in Suitenform, wobei ein roter Faden dazwischen teils nicht zu erkennen ist und in anderen Teilen so aufdringlich dargeboten wird, dass ich den Faden am liebsten zerschneiden würde.

Die ganze Platte ist in meinen Ohren ein einziger Sich-selbst-den-Wind-aus-den-Segeln-Nehmer. Beispiele dazu:

"Pseudo silk kimono" ist mit seiner hypnotisch-geheimnisvollen Stimmung zwar einer der besten Teile des Albums, aber sehr kurz; darauf folgt der Hit, der nicht totzukriegen ist, und dann..."Lavender" - ein Kinderlied, dessen Existenzberechtigung ich in dieser Banalität bis heute nicht kapiere und das dann auch noch mit diesem langweilig-schleppenden Rhythmus anödet. Wenigstens scheint es nicht sehr lang zu sein, aber leider scheint das nur so, denn...

...es geht ja dann erst mal abwechslungsreich weiter: Die "Bitter suite" fängt toll an, weil sie so undefinierbar eingeleitet wird, und der dann einsetzende Rhythmus zieht mich mit, aber ... plötzlich bricht alles ab, und das "Lavender"-Thema wird wieder aufgewärmt...und schleppt sich...und schleppt sich...und schleppt sich dahin.

"Heart of Lothian" ist zwar viel besser, aber auch hier frage ich mich, wieso der rasante Rhythmus zu Beginn dann plötzlich wieder ausgebremst wird - als hätte man zwei verschiedene Songs zusammengeklatscht, die zusammenpassen wie Öl und Wasser.

Die kurzen ersten Tracks der zweiten Hälfte gehen dann ja richtig gut ab, und deshalb gefallen sie mir (schon fast unerwartet) gut. Dann kommt die "Blind curve", die ich insgesamt besser finde als die "Bitter suite", jedoch: wenn es doch nur nicht dieses "Milo" gäbe: schrecklich ist das - da hat man vorher noch ein so geiles Gitarrensolo gehört, und dann diese klebrige Leierstimme - seit ich Fish in dieser Stimmlage hören musste, habe ich ihn gleich weniger ernst genommen. Aber immerhin ist der bombastische Schluss dieser Suite ein wirklich feines Teil.

Und dann? "Childhood´s end" ist zu poppig-bemüht, "White feather" hat zu wenig Substanz, weshalb es denn auch aus Verlegenheit ausgeblendet werden muss.

Andererseits ist die Platte natürlich immer noch besser als "Holidays in Eden", aber dazu gehört ja auch nicht viel. Was ich ihr am meisten übel nehme, ist der Verlust der alten Jester-Atmosphäre (kein Wunder, dass der Narr auf dem Cover durchs Fenster verschwindet). Ich denke, wenn man sich schon einmal ein so ausbaufähiges Image zugelegt hat, sollte man vielleicht etwas mehr daraus machen - und vielleicht seine "Longtracks" etwas stimmiger komponieren.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 23.6.2004
Letzte Änderung: 17.1.2014
Wertung: 7/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Marillion

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1982 Market Square Heroes 9.00 3
1983 Script for a jester's tear 10.80 5
1984 Fugazi 11.25 4
1984 Real To Reel 11.00 2
1986 Brief encounter 7.00 1
1987 Clutching at Straws 9.00 4
1988 The Thieving Magpie 11.67 3
1988 B-Sides Themselves 7.00 3
1989 Seasons End 11.00 3
1989 Live From Loreley (DVD) 9.50 2
1991 Holidays in Eden 5.00 5
1992 Live At The Borderline 8.00 1
1993 Live In Caracas 6.00 1
1994 Brave 11.00 3
1995 Brave - The Film (DVD) 11.00 2
1995 Afraid of sunlight 10.00 3
1996 Made Again 9.00 1
1997 Best of both worlds - 1
1997 This Strange Engine 10.25 4
1998 Radiation 2.33 4
1998 Tales From The Engine Room 4.50 5
1999 Marillion.com 7.00 3
2000 The singles '82-88' 10.00 3
2001 Anoraknophobia 11.25 4
2002 Brave Live 2002 8.00 1
2002 Anorak In The UK Live 12.00 1
2002 Anorak In The UK Live (2CD Set) 10.00 1
2002 Singles Box Vol.2 '89-'95 9.00 1
2003 Recital Of The Script (DVD) - 1
2003 Best of - 1
2004 Marbles on the road (DVD) 12.33 3
2004 Marbles 8.00 4
2004 Marbles ("condensed version") 6.00 1
2005 Marbles Live 10.00 2
2007 Somewhere Else 8.67 3
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2008 Happiness is the Road - The Hard Shoulder 6.50 2
2008 Early Stages - The Official Bootleg Box Set 1982 - 1987 12.00 1
2009 Less Is More 8.00 1
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2010 the official bootleg box set vol 2 - 1
2012 Sounds That Can't Be Made 9.50 2
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