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no-man

Schoolyard Ghosts

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2008
Besonderheiten/Stil: Ambient; Elektronische Musik; Independent / Alternative
Label: k-scope/Snapper
Durchschnittswertung: 11.33/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Tim Bowness Vocals
Steven Wilson Instruments

Gastmusiker

Bruce Kaphan Pedal steel
Theo Travis Saxophone, flute
Pat Mastelotto Drums
Gavin Harrison Drums

Tracklist

Disc 1
1. All Sweet Things 6:47
2. Beautiful Songs You Should Know 4:24
3. Pigeon Drummer 6:17
4. Truenorth 12:48
5. Wherever There Is Light 4:23
6. Song Of The Surf 6:11
7. Streaming 3:23
8. Mixtaped 8:38
Gesamtlaufzeit52:51


Rezensionen


Von: Michael Büttgen @ (Rezension 1 von 3)


Lange habe ich drauf gewartet, endlich ist es da! Nach seinen ausgiebigen Tätigkeiten mit seiner Hauptband Porcupine Tree und der äußerst erfolgreichen Zusammenarbeit mit Aviv Geffen und Blackfield, hat Steven Wilson sich endlich wieder Zeit genommen, um mit seinem guten Freund Tim Bowness ein neues Album von No-Man zu fabrizieren. Seiner eigentlich ersten richtigen Band und für mich neben Bass Communion sein interessantestes und geschmackvollstes Nebenprojekt.

Waren die letzten drei Alben von No-Man ausnahmslos wunderschöne Kunstwerke, so erwarte ich einfach von dem neuen Output "Schoolyard Ghosts" eine weitere Meisterleistung der beiden lichtscheuen Herren.

Und nach etlichen durchaus freiwilligen Hördurchläufen, kann ich sagen, dass ich äußerst zufrieden bin. Eigentlich bin ich sogar ein wenig begeistert, denn "Schoolyard Ghosts" knüpft nahtlos an die Vorgänger an, wobei sich die Band ein wenig vom überwiegenden Ambient-Charakter des unmittelbaren Vorgängers "Together we're stranger" fortbewegt und ein wenig mehr in Richtung "Returning Jesus" tendiert.

Wieder beweist Wilson, dass er ganz besonders außerhalb von Porcupine Tree ein Händchen für wunderbar gefühlvolle und fast filigrane, mitreißende Songs hat. Allein der Opener "All Sweet Things" ist mit der – wie immer – unvergleichlichen, warmen und angenehmen Stimme von Tim Bowness ein absoluter Gänsehautgarant.

Dabei latscht die Band nicht auf ausgetretenen Pfaden und wiederholt sich, bzw. kopiert sich erfolglos selbst, sondern erfindet sich von Album zu Album neu. "Pigeon Drummer" ragt hier besonders hervor, denn es entpuppt sich als böse Falle, wenn man z.B. die Platte ob ihres bisher ruhigen Charakters, ordentlich laut gehört hat. Ich jedenfalls bin ziemlich schnell zur Anlage gestürmt, weil bei mir zu Anfang dieses Songs die Wände gewackelt haben. Jaja, die Wände haben gewackelt und es ist immer noch eine Platte von No-Man! Testet es mal selbst. Sehr spannender Song!

Das Herzstück des Albums "Truenorth" bietet fast 13 Minuten lang typische No-Man-Atmosphäre mit leicht jazzigen Einsprengseln und unzähligen Gänsehaut-Momenten. Ebenso klingt "Wherever The Light Is" oder auch "Song of the Surf". Absolut entspannt, melancholisch und verträumt ohne jeglichen Kitsch. Sehr eigenständig und nie langweilig. Das tut einfach gut. Wunderbar!

"Schoolyard Ghosts" gehört für mich bisher definitiv zu den Hightlights dieses Jahres. Hervorragendes, abwechslungsreiches Songwriting, wunderbare Melodien und die typische No-Man-Atmosphäre, die auch die letzten Alben schon zu kleinen Meisterwerken macht, überzeugen auch diesmal schon im ersten Durchlauf. Die Songs klingen – wie immer – nie überladen oder aufgesetzt, sondern herausragend feinfühlig und von Herzen komponiert. Großartig!

Anspieltipp(s): Durchhören!
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 6.5.2008
Letzte Änderung: 27.7.2013
Wertung: 14/15

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Von: Siggy Zielinski @ (Rezension 2 von 3)


Ein kurzer Streifzug durch die Geschichte des Duos, bzw. das erneute Anhören von Alben wie "Speak" und "Dry cleaning ray" machte mir wieder klar, dass No-Man nicht immer nur - wie in den letzten Jahren - sphärischen ArtPop spielten, sondern sich auch an Elektronik-Pop und Alternative-Pop versuchten.

"Schoolyard ghost" ist auch nicht durchgehend nur melancholisch und brav. Eine echte Überraschung kommt in Gestalt von aggressiven Teilen von "Pigeon drummer", die sich wie leicht kakophonische Industrial-Musik anhören. Leider - oder für die meisten No-Man-Sympathisanten glücklicherweise - bleibt so etwas die einzige Ausnahme.

"Streaming" und der letzte Teil des 12-minütigen "Truenorth" wirken durch die elektronischen Rhythmen doch etwas weniger entrückt als die restlichen Songs. Das nur in "Mixtaped" eingesetzte Schlagzeug macht das Stück wider Erwarten nicht weniger statisch.

Ansonsten darf der Hörer ohne weitere große Überraschungen auf "Schoolyard Ghosts" verträumte, gekonnt arrangierte Ambient-Alternative-Folk-Songs auf sich wirken lassen, die mit dezenten Chören und Streichern im Hintergrund auch symphonischen Touch aufweisen können und die man vielleicht doch besser im Herbst (statt im Frühling) veröffentlichen und hören sollte.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 11.5.2008
Letzte Änderung: 11.5.2008
Wertung: 10/15

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Von: Markus Peltner @ (Rezension 3 von 3)


Steven Wilson ist wahrlich ein umtriebiger und anscheinend rastloser Musiker. Das wurde bereits öfters auch auf diesen Seiten herausgestellt. Bei der „Band“ No-Man bildete er mit Tim Bowness ein Duo, welches in den Jahren von 1993 bis 2008 insgesamt sechs Studio-Alben veröffentlichte. Das letzte Album dieser Reihe heißt „Schoolyard Ghosts“ und erschien am 12. Mai 2008 auf dem Plattenlabel KScope.

No-Man, beziehungsweise Tim Bowness und Steven Wilson, präsentieren auf „Schoolyard Ghosts“ Musik, die man wohl am ehesten mit warm und sehr gefühlvoll umschreiben kann. Lieder für die ruhigen Momente des Tages, in denen man abschalten möchte, die Augen schließen, entspannen. Das Tempo wird niemals angezogen auf diesem Album, die Musik fließt dahin wie ein ruhiger bedächtiger Fluss. Ich würde nicht so weit gehen, hierbei von Ambient zu sprechen, doch nähern sich die weiten Ausläufer dieses musikalischen Genres durchaus manchmal auch der Musik von No-Man auf dieser Veröffentlichung an. Die Lieder klingen allesamt melodiös und eingängig, kuscheln die Hörerin und den Hörer sanft und weich ein. Einzige Ausnahme stellt da der Titel Lied „Pigeon Drummer“ dar, in dem es zu kurzen, jedoch fast schon brachialen Ausbrüchen kommt. Ein Schlagzeug- und Gitarren-Gewitter bricht plötzlich über einen herein, doch bereits nach ganz wenigen Augenblicken klart der Himmel wieder auf und alles wiegt sich erneut in sanfter Harmonie. Schade, dass diese kleinen „Explosionen“ nicht häufiger gezündet wurden, denn sie tragen durchaus mit zur Spannung und Abwechslung des ganzen Albums bei.

Die Höhepunkte der Platte sind der Opener „All Sweet Things“, dem auch der Album-Titel „Schoolyard Ghosts“ entnommen wurde. Ein sanftes und überaus melodisches Lied, welches gleich beim ersten Mal des Hörens ins Ohr geht und sehr gut die Gesamtstimmung der Platte wiedergibt. Dann wäre an dieser Stelle nochmals das bereits erwähnte „Pigeon Drummer“ zu nennen, ein schöner Kontrapunkt zur intensiven und alles überstrahlenden Harmonie. Schließlich ist da noch das längste Lied des Albums, „Truenorth“. Über zwölf Minuten hat man nun Zeit, ganz in diesen melodiösen Strukturen zu versinken, sich einhüllen zu lassen in sanfte Wohlklänge. Ganz bestimmt wird es Menschen geben, die diese geballten Relaxationsklänge eher langweilig finden werden – wenn sie die Augen schließen und zuhören, werden sie vielleicht verstehen. Schließlich sei hier noch das folgende Lied „Wherever There Is Light“ erwähnt. Wie der Auftakt ist es eine sanfte und eingängige Nummer, angefüllt mit Eingängigkeit, die sich festsetzt und die Atemfrequenz herunterfährt.

Mit der neuen Ausgabe des Albums im Jahr 2014 erhält man als Bonus eine zweite CD. Diese hält neben wenigen, bereits bekannten Titeln in Form von alternativen Versionen auch reichlich Neues für Hörerin und Hörer parat. Die Sound-Qualität der Stücke ist erstklassig, auch wenn es sich dabei zum Teil um Demos handelt. Solche Titel wie „Another Winter“, „Pigeon Beater“ oder „Lucky You Lucky Me“ hätten in dieser Form auch für das offizielle Album eine Bereicherung dargestellt. Von daher stellen diese Lieder eine wirkliche Zugabe zum ursprünglichen Album dar.

Fazit: Man sollte definitiv die sanften Momente in der Musik zu schätzen wissen, wenn man „Schoolyard Ghosts“ von No-Man einlegt und genießen möchte. Keine Hektik, Ruhe ist angesagt. Nur an wenigen Stellen passiert Außergewöhnliches, zumeist treiben die Lieder sanft vorwärts und schließlich auch vorbei. Das kann für die eine oder den anderen, zur richtigen Tageszeit genossen, wie ein Entspannungskur wirken. Wieder andere werden nur wegschlummern. Das Leben ist wunderbar vielfältig, Geschmäcker eben auch.

Hier der Vollständigkeit halber noch die Titel der zweiten CD:

1. Another Winter (Demo) (2:35) 2. The City Sounds (Demo) (2:46) 3. Ominous Dancefloor (Demo) (4:17) 4. The Place Where You’d Hide (Demo) (3:44) 5. Truenorth (Strings) [Part 1] (1:48) 6. Truenorth (Alternate) [Part 2] (3:37) 7. Beautiful Songs You Should Know (Alternate) (4:06) 8. Pigeon Beater (3:03) 9. Lucky You Lucky Me (4:51) 10. Song Of The Surf (Duet) (3:53) 11. Counting (4:24) 12. Death Was California (3:09)

Gesamtspieldauer CD2: (42:18)

Anspieltipp(s): Pigeon Drummer, Truenorth
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 4.5.2018
Letzte Änderung: 4.5.2018
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von no-man

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1993 Sweetheart Raw (Single) - 1
1993 Loveblows & Lovecries - A Confession 4.00 1
1994 Flowermouth 8.50 2
1995 Flowermix 3.00 1
1995 Heaven Taste 6.00 1
1996 Wild opera 10.00 1
1997 Dry cleaning Ray 10.00 1
1998 Carolina skeletons 11.00 1
1999 ((speak)) 10.00 2
2001 Returning Jesus 12.00 2
2001 Radio sessions 1992-96 12.00 1
2001 lost songs: volume one 11.00 1
2003 All that you are 11.00 1
2003 Together we're stranger 12.67 3
2009 Mixtaped 11.00 1

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