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Duncan Mackay

Chimera

(Archiv-Tipp 2/2016)
Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1974
Besonderheiten/Stil: Klassischer Prog
Label: Trutone
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Duncan Mackay Vocals, Piano, Hammond, E-Piano, Clavicord, ARP Synthesizer
Gordon Mackay Violin, E-Piano, Piano
Mike Gray Drums, Vocals

Tracklist

Disc 1
1. Morpheus 11:15
2. 12 Tone Nostalgia 8:09
3. Song For Witches 19:35
Gesamtlaufzeit38:59


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Der Name von Duncan Mackay ist dem einen oder anderen Musikfreund vermutlich schon einmal über den Weg gelaufen, zumindest dann, wenn er sich für die Musik von Cockney Rebel, Kate Bush, Alan Parson's Project oder 10cc interessiert. Bei diversen Produktionen derselben war Mackay als Gastkeyboarder dabei bzw. war zeitweilig gar Teil des regulären Lineups.

Anfang der 70er Jahre befand sich MacKay in Südafrika, wo er seine Hochschulausbildung im Fach Musik abgeschlossen hatte. Ursprünglich stammte er aus Leeds, doch zog er Mitte der 60er Jahre in die ehemalige britische Kolonie an der Südspitze Afrikas, wo er übrigens seit 1993 wieder zuhause ist. 1974 versammelte er seinen damaligen Tastenpark, seinen Bruder Gordon und den Schlagzeuger Mike Gray in einem Studio in Johannesburg, um sein erstes Album einzuspielen.

"Chimera" erschien noch im selben Jahr, allerdings offenbar nur in Südafrika. Ein Jahr später kehrte Mackay nach Großbritannien zurück und schloss sich Cockney Rebel an. Damit geriet sein Solodebüt ziemlich in Vergessenheit.

"Chimera" bietet klassischsten Tastenprog der ersten Güte, der sich nicht vor den zeitgleichen oder etwas früheren Hervorbringungen der britischen Kollegen zu verstecken braucht. In den drei ausladenden Stücken ist Mackay virtuos an allerlei Tasteninstrumenten (es fehlt eigentlich nur ein Mellotron) tätig und singt gelegentlich. Dabei wird er von Mike Gray am Schlagzeug und Bruder Gordon an E-Piano, Piano und Violine (von der allerdings kaum etwas zu hören ist) unterstützt. Von der Klassik inspiriert (Bach) orgelt Mackay klangprägend auf seiner Hammond und bearbeitet damit vergleichbare Tonfelder wie Keith Emerson oder auch Patrick Moraz. Offenhörliche Vergleiche zu dieser Musik sind daher The Nice, ELP und Refugee, wobei Mackay aber durchaus ein eigenes Terrain absteckt. Insbesondere die flotten, jazzigen E-Pianoläufe sorgen für einen eigenen Charakter.

Natürlich orgelt Mackay nicht nur, sondern sorgt - zusammen mit seinem Bruder - für ein farbiges, stellenweise jazziges, stellenweise erhaben-symphonisches Tastengefüge, welches, vorangetrieben von Grays Schlagzeug, ein überzeugendes, schwungvoll dahinrockendes Ganzes ergibt. Sehr feingliedrig ist die Musik, Bombast ist nirgends zu finden. Filigran, eher sparsam, aber sehr geschickt webt Mackay verschiedenste Tastenlinien von Orgel, Piano und E-Piano miteinander, angereichert mit diversen flirrenden Einwürfen vom Synthesizer.

Das Ergebnis ist ein unaufdringliches und sehr erfrischendes Album mit klassischem (Klassik)Prog, welches jedem Freund dieser Spielart unserer Musik und natürlich Liebhabern der oben erwähnten Bands sehr zusagen sollte! Mackay hat hier sicher nicht Neues erfunden, doch erweitert er das Genre um einen gehaltvollen und durchaus erinnerungswürdigen Beitrag.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 26.5.2008
Letzte Änderung: 10.4.2009
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Duncan Mackay

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1977 Score 9.00 1
1980 Visa 3.00 1

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