Descending
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Tom Uglebakken |
Guitars, Vocals, Flute & Saxophone |
| Stig Joran Rygg |
Bass |
| Arne Ton |
Hammond, Rhodes, Piano, Mellotron, Clavinet, Wurlitzer, Yamaha YC-45D, Clarinet |
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| Morten Tornes |
Drums, Percussion, Vocals, Glockenspiel, Theremin, Korg MS20, Space whistle |
| Bjorn Viggo Anderson |
Mini Moog, Korg MS20 |
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Gastmusiker
| Leif Hjelmen |
Cello |
| Jons Sjogren |
Trumpet |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Descending
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9:59
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| 2. |
Prevail the Sea
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12:20
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| 3. |
Trap
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6:31
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| 4. |
Labyrinth
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18:20
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| Gesamtlaufzeit | 47:10 |
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Rezensionen
Von: Gün Schote @ (Rezension 1 von 3)

?Prog ist's, wenn's Spaß macht!? ist natürlich keine Definition aus dem Brockhaus (heute muss man ja schreiben ?aus Wikipedia?), sondern das habe ich eben einfach mal vor mich hingedacht. Ganz sicher keine offizielle Definition von Prog ist ?wenn's völlig eigenständig klingt?. Gargamel sind eine Klon-Band und Eigenständigkeit und das Beschreiten neuer musikalischer Wege ist sicher nicht ihr Bestreben. Die Band um Tom Uglebakken verehrt durchaus die frühen King Crimson, doch in erster Linie vergöttert man Peter Hammill und dessen VdGG.
Doch zunächst noch einmal kurz zurück zu Wikipedia. Weder auf der größten Enzyklopädie im Netz noch sonstwo lässt sich für Gargamel eine andere Bedeutung finden, als den Namen des bösen Widersachers der Schlümpfe. Bei einer Punk-Band hätte ich hinter der Namensgebung wohl das humoristische Potential des Ersinners vermutet. Bei den Norwegern bin ich mir da nicht so sicher ;-) Sei's drum, das Artwork ist ausgesprochen geschmackvoll, ich liebe VdGG, die CD beinhaltet vier lange Stücke, es ist in den Credits ein Mellotron aufgeführt und eine heiße Affäre mit dem Vorgänger Watch for the Umbles liegt ebenfalls schon hinter mir. Also rein mit dem Ding damit's losgehen kann.
Das Titelstück ?Descending? eröffnet geheimnisvoll, sehr Pawn Hearts-like. Wenn ich zu Beginn augenzwinkernd behaupte, es sei dann Prog, wenn es Spaß macht, dann hatte ich dabei durchaus das Hören von Bands, deren Eigenständigkeit limitiert ist, im Sinn. Anabis äffen mit Heaven on Earth Genesis nach und sind (inzwischen, muss ich sagen) eher ärgerlich als toll. Gargamel bedienen sich aller Elemente die die VdG'sche Musik ausmacht und spielen und jonglieren während des Titelstückes damit. Teilweise voller Freude an der Musik, an einigen Stellen leicht verkrampft. Das spricht sie natürlich ebenfalls nicht vom Plagiarismus frei, doch macht mir das Zuhören hier Spaß.
Das 12 minütige ?Prevail the Sea? klingt, als hätten die VdGG der Jahre 1975/76 Teile von Pawn Hearts neu interpretiert. Wo mich Uglebakkens Stimme auf dem Debüt noch zumindest teilweise an Roger Waters erinnerte höre ich hier nur noch Peter Hammill. Das sehr gelungen arrangierte ?Prevail the Sea? gefällt mir mit seinen dezenten Akustik-Gitarren und einem Flötenpart der mich ausnahmsweise mal nicht reflexartig an Ian Anderson denken lässt. ?Trap? wartet mit einem schönen Gitarrensolo auf, das rüberkommt (nein, es ist mir weder peinlich noch wird es mir langweilig, diesen Vergleich zu ziehen) wie hypothetische Gitarrensoli von VdGG. Unterhaltsam, aber bedrohlich.
?Labyrinth? eröffnet gespenstisch und lässt mir sofort das passend betitelte Album Symphonic Holocaust in den Sinn kommen. Damit wären ich bei Anekdoten angelangt, die ich als einzige zeitgenössische Referenz auch nicht unerwähnt lassen möchte. Episch, majestätisch und vor allem bedrohlich tönt dieses Labyrinth. Das Mellotron ist auch hier allgegenwärtig, die Hammond tobt sich aus, Synthesizer bringen Farbe in die Musik und auch die Gitarre rockt sich durch das Stück. Dort wo das große Vorbild eher zum jazzen tendierte höre ich bei Gargamel eher rockige Parts, was man aber bitte nicht falsch interpretiert, denn straight drauflos gerockt wird hier auch nicht.
?Descending? ist eine CD die mir großen Hörspaß bereitet. Ob Retro-Prog tot ist oder nicht, wer weiß... Mir altem Hammill-Verehrer kommt diese Band jedoch ausgesprochen gelegen. Nun stellt sich aber die Frage, ob uns Gargamel mit einem weiteren Album more of the same bieten werden, oder ob nach zwei CDs der Reihe ?Heldenverehrung? ein Schritt nach Vorne, sprich hin zu mehr Eigenständigkeit folgt.
| Anspieltipp(s): |
Descending |
| Vergleichbar mit: |
VdGG |
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| Veröffentlicht am: |
2.8.2009 |
| Letzte Änderung: |
29.12.2011 |
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Drei Jahre nach ihrem fulminanten Debüt ?Watch For The Umbles? sind die Norweger Gargamel mit ihrem zweiten Longplayer zurück. Einige Besetzungswechsel - der Gitarrist ist weg, dafür gibt es einen zweiten Keyboarder und einen neuen Bassisten, Cellist Hjelmen ist leider nur noch auf einem Titel Gast - haben der Musik von Gargamel nichts grundsätzliches anhaben können.
Mehr noch als auf dem Debüt erinnert die Musik auf ?Descending? an Van der Graaf Generator. Der Aufbau der Songs, der Wechsel zwischen lyrischen und aggressiven Passagen, die allgegenwärtige Düsternis, die leicht unheimliche Atmosphäre, dass alles erinnert zuweilen stärker an die klassische Phase von Van der Graaf Generator als die aktuelle Musik der Vorbildband selbst. Dazu kommt natürlich Tom Uglebakkens Gesang, der immer wieder stark nach Peter Hammill mit weniger Sandpapier in der Stimme klingt. Dadurch, dass Uglebakken nach dem Ausscheiden des früheren Gitarristen nun auch diese Aufgabe alleine bewältigen muss (neben Flöte und Saxophon), kommt noch ein weiterer VdGG-ähnlicher Aspekt hinzu: Die Gitarre spielt eher eine Nebenrolle, obwohl das eine oder andere schöne Solo trotzdem erklingt (und am Schluss auch mal heftiger gerifft wird).
Dominiert werden die epischen Songs von ?Descending? von den Tasteninstrumenten, schweren Orgelkaskaden, Mellotronattacken und flirrenden, sirrenden Moog-Sounds. Da geben sich die beiden Keyboarder sozusagen die Klinke in die Hand. Schwer und düster auch die schleppenden Rhythmen und der wuchtige Bass. Leider darf Cellist Hjelmen nurmehr bei ?Prevail the Sea? ran und kann kaum Akzente setzen. Die setzt dafür Gast-Trompeter Sjogren mit schwermütigen, jazzigen Soloparts. Neben VdGG huldigen Gargamel natürlich auch wieder King Crimson, der wuchtige Auftakt zu ?Prevail the Sea? mit dröhnendem Saxophon läßt sofort Assoziationen zu ?21st Century Schizoid Man? entstehen (und eine Portion ?Killer? schwingt auch noch mit).
Seltsamerweise wirkt die Musik von Gargamel nicht altbacken oder langweilig, trotz der deutlichen Anleihen bei ihren Vorbildern. Die Norweger gleichen das durch lustvolles Musizieren wieder aus. Wer sich also an ein bisschen Heldenverehrung nicht stört, wird mit einem gelungenen Retroprog-Werk voller Saft und Kraft belohnt.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
siehe Rezi-Text... Van der Graaf Generator meets King Crimson |
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| Veröffentlicht am: |
3.8.2009 |
| Letzte Änderung: |
3.8.2009 |
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Eigentlich schon seitdem ich Gargamels zweites Werk "Descending" das erste Mal in meinen CD-Player geschoben habe, habe ich einen Vergleich vor Augen/Ohren, den ich einfach nicht wieder loswerde: Areknamés. Beide Bands, Gargamel und Areknamés, spielen einen düsteren, hardrockigen Retroprog, der in erster Linie auf die Tasteninstrumente zugeschnitten ist. Aber wo Areknames eher künstlerisch verspielt zu Werke gehen, sind Gargamel die Handwerker, die gewisse spielerische Defizite mit viel Power wettzumachen versuchen. Dabei bedienen sie sich, wie oben bereits erwähnt, in erster Linie im VdGG-Fundus, dazu gesellen sich andersonsche Ausflüge an der Flöte und Mel Collins-artige Saxophonstellen. Ein besonders interessanter Akzent wird von einer Trompete gesetzt.
Ein paar Worte zum Gesang, der bislang eher positiv beschrieben wurde, muss ich aber dann doch noch verlieren. Für mich stellt er einen der Schwachpunkte dar. Man merkt, dass Tom Uglebakken kein Sänger ist. Meistens macht er seine Sache anständig, wenn auch die Gesangslinien die letzte Raffinesse vermissen lassen. Immer wieder aber eiert seine Stimme in der Gegend rum, versucht durch Glissandi den richtigen Ton zu finden oder klingt ganz einfach schief. Das verleidet leider den Spaß an der Musik etwas. Und so haben Gargamel auch immer dann ihre besten Momente, wenn sie instrumental vor sich hinrocken, wie dies ganz besonders im abschließenden Labyrinth gelingt.
Gargamel haben mit "Descending" ein Retroprog-Album vorgelegt, das sich nicht deutlich genug von seinen Vorbildern lossagen kann. Es macht beim Zuhören dennoch erstaunlich viel Spaß, sofern man sich mit dem Gesang anfreunden kann. Erstaunlicherweise haben sie es aber sogar geschafft, eine Woche auf Platz 48 der schwedischen Charts zu verbringen. Im Vergleich mit Bands wie Areknamés muss man aber doch konstatieren, dass hier ein deutlicher Klassenunterschied festzustellen ist.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
VdGG, Areknamés |
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| Veröffentlicht am: |
8.8.2009 |
| Letzte Änderung: |
8.8.2009 |
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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Gargamel
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