Fire in Harmony
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Elusive Records |
| Durchschnittswertung: |
keine Wertung (1 Rezension) |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Fly High, Fall Far
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| 2. |
Shadows
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| 3. |
A Tale of You
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| 4. |
Hidden Mysteries
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| 5. |
Peace
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| 6. |
Unspoken Words
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| 7. |
Blood & Roses
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| 8. |
Fire in the Sky
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Rezensionen

Achtung ? großer 80er Jahre Kult! ?Fire in Harmony? ist ein 1985 veröffentlichter Sampler, der einige Bands aus der zweiten Reihe des neo-progressiven Revivals jener Jahre berücksichtigt. Pendragon waren das Zugpferd des Samplers, was nicht wundert, da der Initiator Elusive-Records auch das Label waren, auf dem eben Pendragons erste EP ?Fly High, Fall Far? erschien. Anders als diese EP (der Elusive Vertrieb lief über die EMI) war ?Fire in Harmony? jedoch gar nicht mal so leicht in den deutschen Plattenläden zu finden. Wenn ich mich recht entsinne musste ich die LP damals sogar extra ordern lassen. Aber es war Mitte der 80er eben ein Muss diese LP zu besitzen, was weniger musikalische als kultische Grunde hatte.
Das Cover wurde übrigens auf dem gleichen Hügel geknipst wie das Originalcover von 9:15 Live, ob es auch der gleiche Fotograf an eben jenem Abend war...man munkelt so etwas!
Neben den wenigen LPs des New Prog war die Szene damals in erster Linie eine Tape-Szene. Bands wie Mach One veröffentlichten z. B. auch EPs, die waren jedoch kaum zu ergattern. Umso erfreulicher war es nun, auch mal eine LP mit einigen der neuen Helden in Händen zu halten. Die Musik klang wohl größtenteils völlig anders als das was man sich heute unter Neo-Prog vorstellt. Aber genau das war es: Neo-Prog!
Pendragon obliegt selbstverständlich auch die Ehre, den Reigen zu eröffnen. Das Titelstück ihrer Monate zuvor veröffentlichten EP Fly High, Fall Far ist sicher das Stück, dass dem heute gängigen Neo-Prog-Klischee am nächsten kommt. Ein nettes Lied, dass keine begeisterte Fanscharen zurücklies, sich jedoch als Pop/Rock-Song immer gut machte. Was folgt ist sicher der beste Moment in der Karriere von Haze, einer Band, die immer zur Szene gehörte, Vinyl unter's Volk brachte ohne dabei jemals wirklich geliebt zu werden. Ihr Beitrag ?Shadows? wurde extra für diesen Sampler produziert und klingt auch entsprechend gut. Eine andere Version packte das Trio später auf die CD-Version von ?Stoat & Bottle?, die jedoch mit der hier erschienenen nicht mithalten kann. Anklänge an Genesis zu W&W-Zeiten sind zu hören und zeigen Haze von ihrer melodischen Seite. Völlig modern hingegen klang ?A Tale of You? der Szene-Lieblinge Liaison. Als größter Erfolg von Liaison galt damals, dass Fish bei einem Ihrer Gigs mal auf die Bühne kam. Mit rund 7 Minuten ist ihr Beitrag der längste auf dem Album, ohne jedoch wirklich abwechslungsreich zu sein. Völlig verschachtelt und konfus wirkt ?Hidden Mysteries? von Trilogy, was durchaus anerkennend gemeint ist. Retro-Progger, ran an den Speck ;-)
Wow geht?s weiter auf Seite 2: ?Peace? vom wunderbaren Silent Dance-Album präsentiert die damals sehr beliebten Solstice von ihrer feinsten Seite. Gitarrist Andy Glass hatte in den 70ern zusammen mit Mick Pointer im Marillion-Vorläufer Electric Gypsy gespielt und führte nun seine Version der neuen progressiven Musik mit leichtem Hippie-Feeling bei Solstice fort. Als nächstes an der Reihe sind Citizen Cain, die mit Unspoken Words noch weit davon entfernt waren, ein Genesis-Klon zu sein. Gentle Giant und King Crimson lassen da wohl eher grüßen. Ich werde nicht müde zu betonen, dass das, was wir damals als Neo-Prog hörten nicht immer deckungsgleich mit dem weichgespülten Aufguss der 90er namens Neo-Prog ist. Fans der damaligen Szene waren keine Weicheier, nein, man musste enorm hart im Nehmen sein, um das alles zu ertragen. Diese Musik war teilweise wirklich wirr und die Soundqualität...nun der Teil des Wortes, der aus qualität besteht kann gestrichen werden. In eine völlig andere Richtung als Citizen Cain tendierten La Host: E-Drums, wilde 80er Jahre typische Frisuren und Schminke gab's anders als bei Fish und Nicholls nur als Eye-Liner. Blood & Roses ist ein Stück, von dem ich bis heute nicht weiß, wem es eigentlich gefallen soll. Dem Progger zu poppig, dem Popper zu merkwürdig etc. Aber: La Host waren eine Nummer in der Taper-Szene. Wenn man bedenkt, dass der hier vertretene Song zu ihren besten gehört ist das eine Leistung! Den krönenden Abschluss überließ man Quasar, die ebenfalls zum Inventar gehörten und einen guten Namen hatten. Auch ihr Stück Fire in the Sky wurde für diesen Sampler neu aufgenommen und war ein Remake der letzten 6 Minuten ihres Longtracks U.F.O. Anders als auf der zuvor erschienen LP ?Fire in the Sky? war mit Susan Robinson (die später auch bei Solstice sang) eine brauchbare Sängerin vorhanden und der Sound stimmte nun (ok, für damalige Verhältnisse) ebenfalls.
Einträchtig brannte man also, doch das Feuer verloderte schnell wieder bis der Prog-Szene in den 90ern das Internet zur Hilfe eilte. Musikalisch sicher nichts weltbewegendes, was Elusive hier zusammentrug. Da gab es in jenen Jahre deutlich Besseres. Aber aus nostalgischer Sicht ist ?Fire in Harmony? ein liebenswertes Stück Prog-Geschichte.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
4.8.2009 |
| Letzte Änderung: |
4.8.2009 |
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